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In diesen Fällen kann Ihnen eine Magnetfeldtherapie helfen

Ob Magnete heilen können, ist umstritten. Doch manche Behandlungserfolge sprechen für sich. Ich sage Ihnen, wann Ihnen eine Magnetfeldtherapie wirklich helfen kann.

Erinnern Sie sich an den Physikunterricht? Eine Hand voll Eisenspäne auf ein Blatt Papier gestreut, einen Magneten dazugelegt, und wie von Geistern gelenkt, huschten die Späne übers Blatt und formten Linien um den Magneten, die aussahen wie ein Katzenschnurrbart. Magnete haben Kraftfelder, entlang deren Linien sich die Eisenspäne verteilt hatten.

Magnete gibt es seit dem Urknall. Weil sich ihre Schale schneller dreht als ihr eisenhaltiger Kern, hat auch die Erde ein schwaches Magnetfeld. Manche Heilkundige glauben jedoch, dass es an Kraft verliert und deshalb Krankheiten entstehen. Eine Magnetfeldtherapie würde hier heilen können, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu zeigen.

So könnte Ihnen die Magnetfeldtherapie helfen

Bei aller Skepsis – die Erfolge sprechen für sich. Ich habe für Sie recherchiert, wann Ihnen Magnete helfen könnten. Bei Interesse sprechen Sie bitte Ihren Arzt darauf an. Gemeinsam sollten Sie dann erörtern, ob eine Magnetfeldtherapie in Ihrem Fall eine sinnvolle Behandlung sein kann oder ob ihr Einsatz sich nicht empfiehlt.

  • Weniger Nebenwirkungen bei Chemotherapie: Einen Tumor so lange mit Magnetfeldern bestrahlen, bis er verschwindet? So einfach ist das nicht. Aber es gibt Hinweise darauf dass Magnete eine Chemotherapie effektiver machen können. In einer Testreihe hatten Ärzte einem Krebsmittel Eisenpartikel zugefügt und dann einem Krebskranken injiziert. Danach platzierten sie einen Magneten über der Tumorregion und zogen so das eisenhaltige Krebsmittel dorthin. Mit dieser Technik lässt sich unter Umständen eine Chemotherapie auf die Tumorregion konzentrieren und so die Nebenwirkungen verringern.
  • Sanfte Therapie bei Prostatakrebs: Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Krebs bei Männern ab dem 40.Lebensjahr. Eine Operation kann Impotenz und Inkontinenz zur Folge haben.Eine Alternative sieht eventuell so aus: Magnetnadeln werden in das tumorkranke Prostatagewebe implantiert, über äußerliche Magnete erwärmt und so das Tumorgewebe zerstört. Das Verfahren schont das Prostata-Gewebe und hat weniger Nebenwirkungen als eine Strahlentherapie oder Operation. Zudem können die Magnetnadeln im Körper bleiben und bei erneutem Krebsbefall wieder aktiviert werden.
  • Entspannung von Muskeln: Ein paar Minuten Liegezeit auf einer Magnet-Matte kann die Aufwärmphase vor dem Sport verkürzen, weil die Muskeln dann entspannter sind. Die Wärmewirkung der Magnete wird aber meist für therapeutische Zwecke genutzt. Zum Beispiel werden sie als unterstützende Therapie bei Muskelverletzungen und Verschleiß in den Kniegelenken eingesetzt. Viele Leistungssportler nutzen Magnet-Matten, um sich nach Training und Wettkampf schneller zu erholen.
  • Schnellerer Stoffwechsel: Die Stoffe Glykogen und Laktat spielen in Ihrem Energiehaushalt eine wichtige Rolle. Kohlenhydrate aus der Nahrung werden als Glykogen vor allem in Muskeln und Leber gespeichert. Laktat entsteht, wenn die Energiegewinnung ohne Sauerstoff abläuft – je höher die Laktat-Konzentration im Blut ist, desto geringer ist Ihre Ausdauer. Vermutlich kann die Magnettherapie Glykogen schneller im Muskel speichern und hohe Laktatwerte verhindern. Beides käme Ihrer Leistungsfähigkeit zu Gute.
  • Schmerzen lindern: In neun von zehn Fällen wird die Magnetfeldtherapie bei orthopädisch bedingten Schmerzen eingesetzt.Wissenschaftler der Universität von Virginia im gleichnamigen US-Bundesstaat ließen rund 100 Patienten mit schmerzhaften Muskelerkrankungen sechs Monate lang auf Magnet-Matten schlafen. Danach klagten die Patienten über deutlich weniger Beschwerden. Trotz dieser Erfolge ist hinsichtlich der Anti-Schmerz-Wirkung von Magnetfeldern vieles noch ungeklärt. Sie gilt deshalb nicht als Alternative zu herkömmlichen Schmerztherapien.
  • Aufbau von Knochen und Muskeln nach Verletzung: Knochen haben schwache elektrische Felder, die bei einem Bruch zusammenfallen würden. Magnetfelder sollen die Heilung von Knochen beschleunigen können – so weit die Vermutung, bewiesen ist aber nichts. Trotzdem wird die Magnetfeldtherapie mitunter bei Knochen- und Weichteilverletzungen eingesetzt. Danach sind die Patienten oft schmerzfrei, und auch die Beweglichkeit der verletzten Extremitäten ist besser.
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