Magnetfeldtherapie: Bei schweren Depressionen
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GNL5356
Eine schonende Alternative zur Elektrokrampf-Therapie gegen schwere Depressionen haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn mit Erfolg getestet: Bei der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) wird eine Magnetspule an der Stirn des Patienten platziert, die für wenige Minuten ein starkes pulsierendes Magnetfeld erzeugt. Dieses Feld ruft im Gehirn einen Stromfluss hervor, der zur Stimmungsaufhellung führt.
Wie der Bonner Forscher Privatdozent Dr. Michael Wagner in der JuniAusgabe 2005 der Fachzeitschrift British Journal of Psychiatry erläuterte, ist diese Behandlung völlig schmerzlos und erfordert keine Narkose. Epileptische Anfälle und Gedächtnisstörungen, wie sie bei der Elektrokrampf-Therapie auftreten, kamen bei dem neuen Verfahren nicht vor.
Die transkranielle Magnetstimulation wird derzeit v. a. an Universitätskliniken angeboten. Sie ist nicht zu verwechseln mit Magnetmatten, die auf Gesundheitsmessen gegen teures Geld angeboten werden.
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