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Reflexzonenmassage der Hände: Eine Wohltat für Körper und Geist

Sie suchen eine einfache Methode, mit der Sie selbst Ihr Wohlbefinden verbessern können ohne großen Aufwand, einfach zwischendurch? Hier ist sie: Massieren Sie die Reflexzonen an Ihren Händen. Denn in Ihren Händen enden unzählige Nervenverbindungen zu den Tiefen Ihres Organismus. So können Sie sich mit diesem besonderen Handwerk viel Gutes tun.

Alle Organe spiegeln sich in den Händen

Entdeckt hat diese Reflexzonen der amerikanische Arzt William Henry Fitzgerald (1872 bis 1942). Er fand heraus, dass alle Organe unseres Körpers an den Händen, aber auch an den Füßen und Ohren gespiegelt werden. Jede Körperhälfte lässt sich vom Kopf bis zu den Füßen in fünf Längszonen unterteilen und jede dieser Zonen beginnt an einem der fünf Finger oder Zehen. Alle Organe und Körperteile, die in derselben Zone liegen, reagieren aufeinander. So können Sie, wenn Sie Ihren Daumen reiben, nicht nur Ihr Gehirn auf Touren bringen, sondern auch Ihre Wirbelsäule und Ihre Nebenhöhlen verwöhnen und die Hormonproduktion in Schilddrüse und Hypophyse ankurbeln. In Ihren Handflächen und auf Ihren Handrücken liegt also gewissermaßen Ihr Körper im praktischen Miniformat.

Sie können sich bequem im Sessel sitzend selbst eine handliche Ganzkörpermassage schenken. Eine Wohltat, die Sie sicher nach etwas Eingewöhnung sehr zu schätzen wissen. Denn eine Handreflexzonenmassage

  • regt den Stoffwechsel, die Durchblutung und die Tätigkeit der Organe an
  • fördert die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper und aktiviert das Immunsystem
  • lindert leichte Erkrankungen, Befindlichkeitsstörungen und Schmerzen

Einfacher können Sie kaum etwas für sich und Ihre Gesundheit tun: jederzeit, unauffällig und ohne Hilfsmittel, sogar beim Fernsehen oder im Bus.

Tipps für die gesundheitsförderndeReflexzonenmassage

  1. Machen Sie zuerst Aufwärmübungen. Bewegen Sie Ihre Hände, streichen Sie darüber, ziehen Sie vorsichtig an den Fingern, reiben Sie die Handflächen aneinander. So sind Ihre Massagewerkzeuge energiegeladen, aber auch empfänglicher.
  2. Ihr wichtigster Masseur ist Ihr Daumen. Die anderen Finger halten und stützen meist. Die Daumenkuppe drückt nicht, sondern streicht sanft, gleichmäßig und sehr gefühlvoll über die Reflexzonen, indem sie sich immer wieder beugt und streckt und so wie eine Raupe vorwärts bewegt. Wichtig: Beanspruchen Sie Ihren Daumen dabei nicht zu stark. Weniger ist immer mehr.
  3. Generell gilt: Reizen Sie Ihre Hände nicht und hören Sie bei Schmerzen und unangenehmen Spannungsgefühlen auf. Auch wenn die Massage Sie zu sehr anstrengt oder Beschwerden sich verschlimmern, sollten Sie abbrechen. Nicht selten setzen schon kleine Berührungen viel in Gang. Auch eine laufende Nase oder verstärkte Verdauungstätigkeit zeigen, dass die Massage etwas in Ihrem Körper in Bewegung setzt. Geben Sie ihm Zeit, sich damit auseinander zu setzen.
  4. Behandeln Sie abwechselnd eine Hand mit der anderen. Reflexzonen, die auf beiden Händen liegen, massieren Sie nacheinander erst auf der einen, dann auf der anderen. Danach widmen Sie sich einer neuen Zone.
  5. Gehen Sie ruhig beherzt ans Werk. Auch wenn Sie eine Zone nicht 100-prozentig genau treffen, ist das nicht schlimm. Wenn Sie Ihre Hände rundherum verwöhnen, erreichen Sie ohnehin alle Reflexzonen.
  6. Finden Sie heraus, was angenehm für Sie ist. Variieren Sie den Druck und achten Sie unbedingt darauf, wenn Ihre Hände Ihnen ein Zeichen geben: Juckreiz, Schmerzen, Spannungen oder Verfärbungen der Haut an bestimmten Stellen können auf ein gestörtes Organ oder Körperteil hinweisen. So entdecken Sie vielleicht Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule, die an Ihren bohrenden Kopfschmerzen Schuld sein können. Oder die Lymphgefäßzonen sind druckempfindlich und zeigen Ihnen so, dass Ihr Immunsystem geschwächt ist.
  7. Gönnen Sie sich nach einer intensiven Reflexzonenmassage unbedingt mindestens zehn Minuten Ruhe. Das unterstützt die Wirkung. Vielleicht verwöhnen Sie Ihre Hände anschließend mit einer pflegenden Creme oder sogar einer Handpackung.
  8. Noch effektvoller ist eine Handreflexzonenmassage, wenn Sie Ihr bewusst Raum in Ihrem Alltag geben, sie vielleicht sogar einbetten in Entspannungsübungen oder liebevolle Körperpflege. Legen Sie alle einengenden Kleidungsstücke, Gürtel, Schmuck und Ihre Armbanduhr ab, machen Sie es sich bequem und sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind.

Finger weg von Ihren Händen bei diesen Beschwerden

Eine Handmassage ist eine gute Chance, die Signale Ihres Körpers wieder etwas sensibler wahrzunehmen. Sollten Sie dabei auf ungeklärte Beschwerden stoßen, müssen Sie diese natürlich möglichst schnell ärztlich abklären lassen. Eine Selbstbehandlung mit Reflexzonenmassagen ist keine Therapie für ernste Erkrankungen. Auf eine Handmassage verzichten sollten Sie deshalb unbedingt bei:

  • schweren Infekten, Entzündungen und akuten Erkrankungen
  • Thrombosegefahr und Venenentzündungen
  • Problemen an den Händen wie Schwellungen, Hautreizungen, Ekzemen
  • Schwangerschaft (nur nach ärztlicher Rücksprache)
  • wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen

3 Massagen zum Ausprobieren

Zur Gesundheitsvorsorge und zur Verbesserung des eigenen Wohlbefindens ist die Reflexzonenmassage jedoch geradezu ideal, vorausgesetzt Sie lassen Ihre Hände regelmäßig in diesen Genuss kommen. Vor allem haben Sie damit aber eine einfache, jedoch enorm wirkungsvolle Methode zur ersten Hilfe bei leichten alltäglichen Beschwerden an der Hand. Hier drei Beispiele dafür.

  1. Schöpfen Sie neue Energie: Wenden Sie sich zuerst Ihren Daumen zu: Auf seiner höchsten Erhebung liegt die Zone der Hypophyse und oberhalb des Grundgelenkes (also zwischen dem Mittelhandknochen und dem ersten Daumengelenk) läuft rundherum die etwa fingerbreite Schilddrüsenzone. Massieren Sie beide mit sanften kreisenden Bewegungen und regen Sie so die Hormonproduktion an. Nun bearbeiten Sie die Zonen im oberen Teil der Handinnenflächen. Zum Schluss drücken Sie vorsichtig auf den Sonnengeflechtspunkt (Solarplexus). Sie finden ihn mitten in Ihrer Handfläche, zwischen den Mittelhandknochen von Mittel- und Ringfinger auf einer Querlinie, die zwischen dem Ansatz von Daumen und Zeigefinger beginnt.
  2. Lindern Sie Kopfschmerzen: Massieren Sie langsam und in Ruhe alle Finger von den Spitzen bis hinunter zu den Grundgelenken. So erreichen Sie alle für Ihren Kopf wichtigen Zonen. Anschließend kann es nicht schaden, auf Handflächen und Handrücken jeweils die Zonen der Nacken- und Schultermuskulatur mit kreisenden Bewegungen zu behandeln. Zwischen den Grundgelenken können Sie dabei ruhig etwas intensiver streichen. Danach sind die Zonen der Hals- und Brustwirbelsäule dran, die unter dem Nagelrand des Daumens beginnen. Zum Schluss massieren Sie noch die Solarplexuszone mitten in Ihrer Handfläche.
  3. Bekämpfen Sie Erkältungen: An erster Stelle steht natürlich die Massage der Zonen von Nase und Rachen auf dem oberen Daumenglied sowie die der Stirn- und Kieferhöhlen auf den obersten Fingerkuppen. Danach aktivieren Sie die oberen Lymphgefäße, indem Sie mit Zeigefinger und Daumen wie mit einer Pinzette sanft drückend in die Schwimmhäute zwischen Ihren Fingern greifen. Nun kräftigen Sie Ihre Bronchien und Ihre Lunge: Massieren Sie dazu Ihre Handinnenflächen im oberen mittleren Teil von oben nach unten. Um Ihr Immunsystem zu stärken, bearbeiten Sie Ihre Milzzone. Sie liegt auf Ihrer linken Handfläche: Denken Sie sich eine Linie vom Daumengrundgelenk quer über die Handfläche. Zwischen den Mittelhandknochen von Ring- und kleinem Finger finden Sie die Milzzone.

Bitten Sie Ihren Partner oder einen Freund um sanft zupackende Hände. Dann können Sie sich so richtig fallen lassen. Entspannung pur, die Ihrem Kopf garantiert doppelt hilft.

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