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So hilft die Laserakupunktur Ihrem Kind

von Dr. Andrea Schmelz, Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"

Die Akupunktur hat sich seit Jahrtausenden als natürliche Behandlungsmethode bewährt. Damit lassen sich Körperfunktionen regulieren und Störungen im gesamten Organismus günstig beeinflussen.

Die chinesische Lehre der Akupunktur geht davon aus, dass die Lebensenergie in bestimmten Bahnen (Meridianen) durch den Körper fließt. Diese Energie trifft an über 700 definierten Akupunkturpunkten auf die Hautoberfläche. Fließt die Energie in diesen Bahnen im Gleichgewicht, so ist der Organismus gesund. Ein Ungleichgewicht oder eine Blockierung der Energie in den Meridianen führt auf Dauer zu einer Krankheit, die häufig an einer ganz anderen Stelle des Körpers auftritt als dort, wo die Störung besteht. Durch ausgleichende Energie an den gestörten Akupunkturpunkten lässt sich eine Hemmung des Energieflusses beseitigen. Früher wurden dazu ausschließlich Nadeln verwendet, seit den 70er Jahren wird dazu auch Laserlicht eingesetzt.

Wirksam bei allergischen Beschwerden und Abwehrschwäche

Die Akupunktur kann nur heilen,was gestört ist, nicht aber, was zerstört ist. So ist sie eine wirksame Therapie zur Schmerzlinderung, zur Stabilisierung des Immunsystems und zur Behandlung von Erkrankungen, bei denen Organfunktionen gestört sind, ohne dass bereits Organschäden bestehen. Bei folgenden Erkrankungen bzw. Störungen ist die Laserakupunktur bei Kindern erfolgreich und kann mit weiteren Therapiemaßnahmen wie Homöopathie kombiniert werden:

  • Allergien wie Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit chronischer Paukenerguss, wiederholte Ohrentzündungen, wiederholte Mandelentzündungen
  • Kopfschmerz und Migräne
  • Einnässen, Bettnässen
  • Warzen

Die Laserakupunktur ist außerdem als ergänzende Behandlungsmaßnahme sinnvoll bei:

  • Asthma bronchiale (bronchienerweiternde Wirkung!)
  • Neurodermitis, Ekzemen und anderen Hauterkrankungen
  • Hyperaktivität,
  • Aufmerksamkeitsproblemen,
  • Schlafstörungen,
  • Ängsten

Auch wenn sich die Laserakupunktur in vielen Fällen als wirksam erwiesen hat, ist sie wissenschaftlich weniger gut untersucht als die klassische Nadelakupunktur. Im Vergleich mit der Nadelakupunktur wirkt sie auch etwas schwächer. Trotzdem werden mit ihr gerade bei Kindern gute Therapieerfolge erzielt, da deren Organismus noch sehr sensibel und reaktionsstark ist. Ab fünf bis acht Jahren können auch Kinder meist mit Nadeln behandelt werden.

Wie funktioniert die Laserakupunktur?

Bei der Laserakupunktur kommt an Stelle der Nadeln ein Therapielaser zur Anwendung. Unter einem Laser versteht man ein Gerät, welches in der Lage ist, gebündeltes energiereiches Licht zu erzeugen. Das Laserlicht wird zur Behandlung des jeweiligen Akupunkturpunktes direkt auf die Haut Ihres Kindes gerichtet und dringt schmerzfrei in das Gewebe ein. Die Bestrahlungszeit beträgt je nach Leistung des Lasers, nach dem Alter und Zustand des Kindes und je nach Krankheit zwischen 10 und 60 Sekunden je Punkt. Es genügt also, wenn Ihr Kind sich einige Minuten lang ruhig verhält. Eine Nadelakupunktur dauert länger, da hierbei die Nadeln zwischen 10 und 30 Minuten belassen werden. Ähnlich wie eine Nadel regt das eindringende intensive Licht den Akupunkturpunkt an. Die Punkte werden je nach den vorhandenen Beschwerden so lange mit dem Laserlicht behandelt, bis ein Energiegleichgewicht hergestellt ist. Die Behandlung muss meist mehrmals wiederholt werden, bis es zu einer dauerhaften Stabilisierung des Körpers kommt. Manchmal reichen schon einige wenige Sitzungen aus, in vielen Fällen sind circa 10 Behandlungen nötig. Diese finden ein- bis zweimal in der Woche statt.

Mein Tipp: Wenn Sie bei Ihrem Kind eine Laserakupunktur-Behandlung durchführen lassen wollen, ist es günstiger, dies vor dem Urlaub zu tun. Die Haut sollte dafür nämlich möglichst blass sein. Sonnenbräune lässt das Licht weniger tief eindringen und kann dadurch dessen Intensität verringern.

Ist der Laser gefährlich?

Das Licht üblicher Akupunkturlaser dringt meist bis zu fünf Millimeter in die Haut ein. Gewebeschäden oder Narben treten daher nicht auf. Da Laserlicht aber für die Netzhaut der Augen schädlich sein kann, muss Ihr Kind während der Behandlung die vorgeschriebene Schutzbrille aus speziellem Filterglas tragen. Die Laserakupunktur ist praktisch nebenwirkungsfrei. Gelegentlich können vorübergehend so genannte "überschießende Reaktionen" auftreten, die sich z. B. als Müdigkeit, Schlafstörungen oder Schwitzen nach der Behandlung äußern können. Auch ist – wie bei der Homöopathie – eine vorübergehende Verstärkung der behandelten Beschwerden möglich.

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