Akupunktur: Ohrakupunktur
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GNL5356
Was Ihr Ohr über Sie verrät
Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte und entwickelte vor etwa 50 Jahren die Ohrakupunktur. Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind. Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind. Außerdem kann man weitere Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozess verzögern oder sogar ganz verhindern können. Dies sind die sogenannten Störherde, die auf den ersten Blick mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen nichts zu tun haben und von denen der Patient oftmals nichts merkt. Diese Herde können jedoch so negativ auf den Körper wirken, dass er eher bereit ist zu erkranken. Auch eine schon bestehende Krankheit wird daran „gehindert“, auf die üblichen Therapien zu reagieren. Dem Körper gelingt es nicht, die Krankheit zu überwinden.
Solche Herde können zum Beispiel sein: tote oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete Mandeln und alle sonstigen Entzündungen. Außerdem kann jede Narbe zum Störherd werden. Durch die Untersuchung der Ohrreflexzonen ist es dem Arzt möglich, genau festzustellen, ob und welche Narbe zum Störherd geworden ist. Er kann auch erkennen, ob vielleicht irgendwo im Körper eine Entzündung oder eine Giftbelastung vorliegt. Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störherdes ist auf Dauer eine erfolgreiche Heilung nicht möglich.
Spannungsdifferenzen am Ohr zeigen den
Krankheitsherd an
Die Untersuchung erfolgt durch Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche. Dabei werden die einzelnen Punkte der Organe auf elektrische Veränderungen geprüft. Die Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die Korrespondenzpunkte von Körperteilen und Organen am Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle eine Störung vorliegt. Ist also auf der Ohrmuschel z. B. der Leberpunkt elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung im Bereich der Leber. Die Behandlung geschieht durch Stechen von Nadeln in die notwendigen Punkte am Ohr, gegebenenfalls zusätzlich am Körper. Kleine Kinder werden üblicherweise nicht gestochen, sondern mit dem Lasergerät an den betroffenen Ohrpunkten bestrahlt. Alle Reize oder Signale, die durch Ohr-Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen Körperteilen, die diese Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen. Die Ohr-Akupunktur bedient sich also stets der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders wirksam bei Schmerzzuständen.
Sowohl die Ohr- als auch die Körperakupunktur sind sehr wirkungsvolle Behandlungsformen, die, wenn sie von geschulten Ärzten oder Therapeuten durchgeführt werden, keine Risiken und allenfalls geringe Nebenwirkungen haben. Die Akupunktur sollte ausschließlich in Verbindung mit einer klinischen Diagnostik, wie sie nur der Arzt oder Heilpraktiker vornehmen kann, erfolgen.
Wer zahlt die Behandlung?
Eine Akupunkturbehandlung kostet je nach Aufwand zwischen 25,- und 80,- Euro. Sie dauert meistens 30 bis 45 Minuten. Derzeit bezahlen üblicherweise die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen eines Modellversuchs Akupunkturbehandlungen bei chronischen Kopfschmerzen, chronischen Rückenschmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich und chronischen Gelenkbeschwerden in Knie oder Hüfte. Die privaten Krankenversicherungen sind übrigens zumindest immer dann verpflichtet, die „Alternative Medizin“ zu bezahlen, wenn die sogenannte Schulmedizin erfolglos geblieben ist.
Adressen:
DÄGfA – Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.
Würmtalstraße 54 81375 München Telefon: 089/7 10 05-11 Fax: 089/71 0 05-25
Deutsche Akupunktur Gesellschaft Düsseldorf
Goltsteinstraße 26 40211 Düsseldorf Telefon: 0211/36 90 99 Fax: 0211/36 06 57
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