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Akupressur. Gegen Magen-Darm-Beschwerden

Akupressur ist eine jahrtausendalte Massagetechnik und wird der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zugeordnet. Ausgehend von der Annahme, dass unser Körper von Energiebahnen ober- und unterhalb der Haut durchzogen ist, soll Akupressur Energieblockaden lösen oder Energieflüsse stimulieren. Denn Beschwerden und Krankheiten werden durch Ungleichgewicht und Unregelmäßigkeit des Energieflusses Qi ausgelöst.

Die Energiebahnen werden Meridiane genannt und verlaufen längs durch den Körper. Auf diesen sitzen die verschiedenen Akupressur-Punkte. Mehr als 400 dieser Punkte befinden sich auf den Meridianen des menschlichen Körpers. Bei Magen-Darm-Beschwerden spielt der Punkt „Zusanli“ eine wichtige Rolle. Dieser liegt auf dem Magen-Meridian. Der Meridian beginnt unterhalb des Auges und verläuft über Wange, Brust, Bauch bis in den zweiten Zeh.

Akupressur sollte generell von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Für eine Selbstbehandlung ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ratsam. Vor der Anwendung ist Schwangeren die Absprache mit dem Arzt zu empfehlen.

Akupressur bei Magen-Darm-Beschwerden

Akupressur kann bei Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Verstopfung zur Linderung beitragen. Der wesentliche Punkt Zusanli befindet sich knapp unterhalb des Knies am vorderen Unterbein. Der Punkt liegt in einer Vertiefung leicht seitlich, zwischen Schienbeinkante und Kniegelenk. Die Akupressur dieses Punktes fördert die Verdauung und hilft bei Verstopfungen, Völlegefühl und Durchfall. Außerdem kann er als Kraftquelle gegen generelle Müdigkeit und Erschöpfung hilfreich sein. Führen Sie mit dem Daumen oder Zeigefinder kreisende Bewegungen mit leichtem Druck aus. Die Massage sollte 1-3 Minuten dauern und kann mehrfach am Tag wiederholt werden. Bei Dauer und Druck können Sie sich auf Ihr eigenes Wohlgefühl verlassen. Wenn der Druck unangenehm wird, lockern Sie ihn.

Nach der Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin wird auf diese Weise die Energie wieder in Fluss und die Darmtätigkeit ins Gleichgewicht gebracht. Bei starken Magenbeschwerden und länger anhaltenden Symptomen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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