Akupressur, auch die kleine Schwester der Akupunktur genannt, gehört zu den traditionellen Methoden, die in China seit tausenden von Jahren angewandt werden. Im Gegensatz zur Akupunktur arbeitet die Akupressur nicht mit Nadeln, sondern allein mit Druck, der auf bestimmte Punkte ausgeübt wird und somit Nerven und Organe beeinflusst. Diese sogenannten Akupressurpunkte, von denen es mehr als 400 gibt, liegen auf den Meridianen oder Energiebahnen, die laut traditioneller chinesischer Medizin den Körper durchziehen und durch die die Lebensenergie Qi fließt.
Akupressur kann nicht nur schmerzstillend wirken, sondern auch Beschwerden sanft heilen. Sie aktiviert außerdem die Selbstheilungskräfte und führt richtig ausgeführt zu tiefer Entspannung. Die Technik, die in China Teil eines ausgefeilten, komplizierten Heilsystems ist, ist in ihrer abgespeckten Form leicht erlernbar und wird bei regelmäßiger Übung recht schnell beherrscht. Sie wird in Deutschland professionell von Ärzten, Heilpraktikern und Physiotherapeuten angeboten, die eine Zusatzausbildung absolviert haben.
Akupressur hat gute Erfolge bei stressbedingen Kopfschmerzen, Migräne, Muskelverspannungen und Schlafstörungen gezeigt. Außerdem kann sie bei akuter Müdigkeit erfrischend wirken.
Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schwangere sollten vor einer Behandlung Rücksprache mit ihrem Arzt halten.