Pflegestützpunkte: Online-Portal erleichtert bundesweite Suche nach Pf
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Demenz
vom 21. September 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Eine Datenbank des Zentrums für Qualität in der Pflege hilft bei der schnellen Suche nach einer wohnortnahen und kostenlosen Pflegeberatung. Auf ihrer Webseite (www.zqp.de) hat die gemeinnützige Stiftung erstmals alle verfügbaren Informationen zu den deutschlandweit rund 380 Pflegestützpunkten (PSP) veröffentlicht. Denn: Aktuell existiert keine vollständige, zentrale Übersicht in Deutschland.
„Eine wesentliche Ursache der Versorgungsdefizite in der Pflege sind die eklatanten Informationsmängel. Es fällt den Betroffenen und ihren Angehörigen oftmals sehr schwer, die passenden Unterstützungsleistungen zu finden. Daher wollen wir für mehr Transparenz im System sorgen und einen Beitrag zur Stärkung der vielen Rat- und Hilfesuchenden leisten", erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.
Außer der Möglichkeit, sich alle Adressen des Online-Verzeichnisses für die einzelnen Bundesländer anzeigen zu lassen, können die Nutzer über eine direkte Eingabe nach Postleitzahl oder Ortsnamen filtern. Denn um eine wohnortnahe Pflegeberatung zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber 2008 beschlossen, Pflegestützpunkte einzurichten. Dort informieren Pflegeberaterinnen und -berater pflegende Familienangehörige über alle sozialrechtlichen und pflegerischen Versorgungsaspekte und koordinieren die regionalen Betreuungs- und Unterstützungsangebote. Über den Aufbau entscheiden die obersten Landesbehörden, die entsprechende Vereinbarungen mit den Pflegekassen treffen. Die Anschubfinanzierung des Bundes wurde über Juni 2011 hinaus nicht verlängert. Zurzeit gibt es in 14 Bundesländern örtliche Anlaufstellen - die Anzahl variiert jedoch gravierend zwischen den einzelnen Regionen. So beraten in Rheinland-Pfalz 136 und in Hessen lediglich 22 Stützpunkte. Die Hälfte aller Rat- und Hilfesuchenden Angehörige der Pflegebedürftigen. Pflegebedürftige stellen etwa ein Drittel derer, die sich an PSP wenden. In 16 Prozent der Fälle handelt es sich um ratsuchende Ehepartner, dabei stellen Frauen mit fast 90 Prozent die deutliche Mehrheit. Nur selten handelt es sich um Freunde, Nachbarn oder professionell Pflegende.