Pflegecremes oft schuld an Nuss-Allergie
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 19.07.2004 16:00 Uhr
GNL5356
Jan-Nicklas, der jüngste Sohn meiner Freundin Moni, wird noch gestillt. Eine feine Sache, die auch Allergien vorbeugen hilft – aber auch Allergien auslösen kann. So reagierte der Kleine mit bösem Hautausschlag, wenn Moni Erdnüsse gegessen hatte. Von ihrem Kinderarzt erfuhr meine Freundin neulich, dass es nicht reiche, wenn sie in Zukunft auf Nüsse verzichtet – sie solle auch – man höre und staune – bestimmte Pflegecremes meiden. Denn auch diese können allergieauslösend für Jan-Nicklas sein, wenn sie Erdnuss-Öl enthalten.
Das ergab eine Studie in England an 14.000 Kindern. 49 dieser Kinder litten unter einer Erdnuss-Allergie. 84 % von ihnen wurden als Babys mit Cremes gepflegt, die Erdnuss-Öl enthielten.
Es bestehen zwar gute Chancen, dass solche Allergien sich wieder "auswachsen". Aber Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass viele der betroffenen Kinder dafür später an Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis erkranken.
Sie sollten daher auf Cremes zurückgreifen, die kein Nussöl, aber auch so wenige "synthetische" Stoffe wie möglich enthalten – Konservierungsstoffe und Parfums jeder Art in Kinderpflegemitteln sollten Sie generell meiden.