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So wirkt Kampfer

Streng genommen ist Kampfer eine im Kampferöl enthaltene so genannte Monosubstanz, die  chemisch gesehen ein Monoterpenketon ist. Sein scharfer, stark eukalyptusartiger Geruch wurde früher in so genannten Riechfläschchen bei drohenden Ohnmachten genutzt.

Kampfer wirkt:

innerlich:

  • anregend auf den Kreislauf
  • krampflösend auf die Bronchien
  • aktivierend auf das Nervensystem

äußerlich:

  • durchblutungsfördernd
  • schleimlösend
  • schmerzstillend
  • die Muskeln entkrampfen

Die Hauptwirkungen des Kampfers beruhen auf seinen anregenden Auswirkungen auf das Blutgefäßsystem und auf die Bronchialmuskulatur. Äußerlich aufgetragen wirkt Kampfer durch eine Hemmung der Hautrezeptoren schmerzstillend. Kampfer kann daher eine echte Hilfe bei schmerzhaften Zuständen durch eine verhärtete Muskulatur wie z. B. bei einem Hexenschuss oder heftigen Muskelkater sein.

Äußerlich angewendet hilft Kampfer hilft Ihnen bei:

  • Muskelrheumatismus
  • Verschleimungen der Atemwege
  • Husten
  • Bronchitis
  • schmerzhaften Muskelverhärtungen

Die innerliche Anwendung wird heute vor allem zur Kreislaufanregung und gegen niedrigen Blutdruck eingesetzt. Diese Anwendungen empfiehlt auch die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts. Ebenso bewertet diese Kommission die äußerliche Anwendung des Kampfers bei Muskelrheuma und Katarrhen der Atemwege.

So wenden Sie Kampfer an

Ätherisches Kampferöl zur Herstellung von natürlichen Hausmitteln können Sie ebenso wie Fertigpräparate zur innerlichen und äußeren Anwendung in der Apotheke kaufen. Auch das reine, weiße Kampferharz ist sowohl in der Apotheke als auch im Internethandel erhältlich. Diese Substanz löst sich sowohl in Alkohol als auch in ätherischen Ölen sowie in Olivenöl. Einreibungen mit Kampfer werden auch in Reformhäusern und Drogeriemärkten angeboten.

Schmerzstillendes Kampferöl: Vermischen Sie 60 ml kaltgepresstes Pflanzenöl (z. B. Oliven- oder Mandelöl) mit 20 Tropfen ätherischem Kampferöl. Mit diesem Öl, das Sie in einer dunklen Flasche kühl aufbewahren sollten, können Sie schmerzende Muskeln mehrmals täglich einreiben.

Kreislaufanegendes Riechöl: Wenn aufgrund einer Schocksituation oder schwülheißen Wetters der Kreislauf zu versagen droht, helfen ein paar Tropfen ätherisches Kampferöl, das Sie einfach auf ein Taschentuch träufeln. Wenn Sie daran riechen regen die aufsteigenden Düfte sowohl das Herz als auch die Atmung an.

Muskellockernder Kampferspiritus: Mischen Sie 10 g Kampfer mit 70 g Äthanol und 20 g destilliertem Wasser. Tränken Sie mit dieser Lösung ein Kompressentuch und legen Sie es auf die verspannten Muskeln auf.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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