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Weißdorn: natürliche Unterstützung fürs Herz

Überall in gemäßigten Breiten dieser Welt anzutreffen, ist der Weißdorn. Von den etwa 200-300 Arten weltweit, finden sich in Deutschland nur drei Arten, die jeder mit Sicherheit schon mal gesehen hat.

Der blühende Weißdorn ist als Rosengewächs in Form von Büschen oder kleineren Bäumen in vielen Gärten oder der Wildnis Deutschlands zu finden. Seine charakteristischen kleinen, weißen Blüten und die darauf folgenden roten Beeren stechen dem Pflanzenkundigen, wie einem Laien direkt ins Auge.

Auch sein herber, eher unangenehmer Geruch fällt auf, wenn auch eher negativ. Verantwortlich für diesen Geruch sind allerdings die Wirkstoffe des Weißdorns. Als Heilpflanze spielt der Weißdorn – und vor allem der Weißdornsaft – eine zentrale Rolle in der Pflanzenheilkunde.

Schon seit dem 14. Jahrhundert wird Weißdorn als herzstärkendes Mittel eingesetzt. Auch heute nutzt man die Weißdorn Wirkung vor allem bei altersbedingten Herzbeschwerden. So kann mit Hilfe des Saftes eine anfängliche Herzinsuffizienz, also das Erschlaffen des Herzmuskels im Alter, erfolgreich verlangsamt werden.

Der Weißdorn erweitert die Herzkranzgefäße, verbessert die Durchblutung des Herzens und verhilft dem Patienten damit zu einer besseren Sauerstoffversorgung. Auch die als unangenehm wahrgenommene Kurzatmigkeit verbessert sich bei vielen Patienten bei regelmäßiger Einnahme von Weißdorn-Präparaten.

Trotz der nachweisbaren positiven Wirkungen des Weißdorns sollte der erste Weg bei Herzbeschwerden natürlich der Weg zum Hausarzt sein. Der Weißdorn kann dann ergänzend zu einer Behandlung eingesetzt werden.

Weißdorn gilt als bestes Heilmittel der Volksmedizin für Herz und Kreislauf

Seine Heilkräfte aus Blüten, Blättern und Beeren wirken gefäßerweiternd und verbessern die Blutzufuhr zu den Körpergeweben. Weißdorn wirkt ausgezeichnet bei schlechter Durchblutung und Arteriosklerose. Er verbessert den Blutfluss alternder Arterien und des Herzens.

Die Heilpflanze soll sogar Ablagerungen bei Arterienverkalkung wieder reduzieren. Die Früchte werden bei Durchfall verwendet. Darüber hinaus entfaltet Weißdorn eine entspannende Wirkung auf das Nervensystem und schenkt Schlaflosen Nachtruhe.

Weißdorn wirkt bei den verschiedensten Herz- und Kreislaufproblemen. Diese Wirkung ist inzwischen eindrucksvoll wissenschaftlich belegt. Seine Anwendung gilt als unschädlich – selbst im Dauergebrauch. Apotheker Mannfried Pahlow weiß von dieser Erfahrung zu berichten:

„Altersbedingte Degenerationserscheinungen am Herzmuskel und sklerotische Veränderungen der Herzkranzgefäße mit mangelhafter Durchblutung lösen bei älteren und alten Menschen Herzbeschwerden aus, die mit einer Weißdorn-Teekur erheblich gebessert werden können.“

Weißdorn wirkt sogar vorbeugend gegen Abnutzungserscheinungen des Herz- und Kreislaufs

Ein allseits anerkanntes Einsatzgebiet ist die Behandlung der Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Herzrhythmusstörungen sprechen ebenfalls gut an. Obwohl Weißdorn nicht direkt gegen zu hohen Blutdruck wirkt, beeinflusst er ihn doch günstig, in dem er die Durchblutung der Herzgefäße und damit die Leistungskraft des Herzens fördert.

Diese Wirkung wird auch in der Nachsorge von Herzinfarkten eingesetzt. Offiziell anerkannte Anwendungsgebiete sind die im Alter nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens, Druck und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, ein beginnendes Altersherz und leichte Herzrhythmusstörungen.

Diese Wirkungen des Weißdorns wurden wissenschaftlich nachgewiesen:

  • verbessert Leistungsfähigkeit des Herzens
  • beugt Herzleiden vor
  • harmonisiert den Herzrhythmus
  • fördert Durchblutung in den Kapillargefäßen
  • wirkt günstig auf den Fettstoffwechsel
  • hat antientzündliche und antioxidative Eigenschaften

Das sind die Inhaltstoffe des Weißdorns:

  • Saponine
  • Glykoside
  • Flavonoide
  • Säuren (einschließlich Ascorbinsäure = Vitamin C und Gerbsäure)
  • Procyanidine
  • Trimethylamin.

Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Herzschwäche als Folge von verengten und verhärteten Arterien (Arteriosklerose, verengte Herzkranzgefäße), hochdruckbedingtes Ohrensausen – es gibt kaum einen Zustand des Herzkreislaufsystems, der nicht günstig auf die Gabe von Weißdorn reagiert.

Was insbesondere Frauen interessiert

Blätter und Blüten entspannen den Verdauungstrakt, beschleunigen die Verdauung und lindern Blähungen. Ihre harntreibende Wirkung hilft gegen Flüssigkeitsansammlungen (bei manchen Frauen eine Folge von Östrogengaben) und schweren Beinen.

Auch gegen Nachtschweiß in den Wechseljahren hat sich Weißdorn-Tee bewährt. Ein Absud der Beeren ist ein altes Hausmittel für Vaginalspülungen bei Ausfluss (wenn dieser nicht nach einer Woche Spülungen besser wird, sollten Sie zum Arzt gehen.)

Wie wird Weißdorn verwendet?

Zubereitet wird er als Weißdorn Tee oder als Sirup. Blütenblätter oder ganze Blüten des Weißdorns werden für die Zubereitung eines Weißdorn Tees in getrockneter Form benötigt. Das gleiche gilt für die Blätter des Buschs.

Vier Teelöffel auf einem halben Liter heißem Wasser sollten ca. 20 Minuten ziehen und werden dann abgeseiht. Weißdorn-Beeren werden meist mit anderen Früchten vermengt und zu einem Gelee oder Sirup eingekocht, der eine konzentrierte Weißdorn Wirkung erzeugt.

In jeder Apotheke und vereinzelt in Supermärkten wird Weißdornsaft als Naturprodukt angeboten und ist frei verfügbar. Es empfiehlt sich, das fertige Produkt in einem Geschäft zu kaufen und den Weißdorn nicht wild zu pflücken und zu verarbeiten, um Risiken durch eine Verunreinigung zu vermeiden.

Wie viele Pflanzen in der Naturheilkunde, wirkt auch der Weißdorn nicht sofort, sondern erst nach mehrwöchiger, regelmäßiger Anwendung. Weißdorn ist allgemein gut verträglich, sollte aber während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Im Zweifel fragen Sie bitte vor der Einnahme Ihren Arzt.