Weihrauch: Ein Heilmittel?
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Bei der ayurvedischen Zubereitung des aromatischen Baumharzes müssen Sie praktisch keine Nebenwirkungen für Magen und Herz befürchten.
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Weihrauch als Heilmittel? Aber ja! Aus der ayurvedischen Medizin Indiens ist das duftende Baumharz, das die meisten Menschen hierzulande nur aus dem katholischen Gottesdienst kennen, seit über 3.000 Jahren nicht mehr wegzudenken. Seitdem mehrere Studien seine Heilkräfte eindrucksvoll bestätigten, setzen auch immer mehr deutsche Naturärzte auf die heilende Kraft des Weihrauchs. Wir sagen Ihnen, wie Sie das Baumharz nicht nur bei Rheuma, sondern auch bei anderen chronischen Entzündungen und bei Nervenleiden einsetzen können.
Ein deutscher Arzt brachte das heilende Harz aus Indien mit
Die Entdeckung des Weihrauchs als Arzneimittel ist zu einem großen Teil dem Arzt Dr. Rainer Etzel aus Pöcking bei München zu verdanken. Auf der Suche nach neuen Heilmitteln reiste er in den 80er Jahren nach Indien. Dort wächst der indische Weihrauchbaum (Boswellia serrata). Sein Harz wird nach einem jahrhundertealten ayurvedischen Herstellungsverfahren zu einem Spezialextrakt namens Sallaki verarbeitet.
Weihrauchharz besteht aus:
- ca. 65 % Harz (davon 50 % Boswelliasäuren)
- ca. 30 % Gummi
- ca. 5 % ätherische Öle
Auf der 26. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie 1994 in Berlin stellte Dr. Etzel seine ersten beiden Studien an insgesamt 81 Patienten mit langjähriger rheumatoider Arthritis vor. Diese hatten zwölf Wochen lang den Weihrauchextrakt H15 oder einen Placebo erhalten. Bei 50 bzw. 70 % der Probanden in den H15-Gruppen gingen die Gelenkschwellungen und Schmerzen deutlich stärker zurück als in der Placebo-Gruppe. Die H15-Probanden fühlten sich zudem morgens weniger steif und allgemein wohler. Auch ihre Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit, ein Maß für die Schwere der Entzündung, nahm deutlich ab. Seltene Nebenwirkungen wie Durchfall, örtliche Hautrötungen oder Übelkeit verschwanden nach Absetzen des Mittels schnell wieder.
Weihrauch hemmt die Entstehung von Entzündungsbotenstoffen
Auch der Pharmakologe Professor Hermann Ammon von der Universität Tübingen war von den Behandlungsmöglichkeiten mit Weihrauch so überzeugt, dass er dem Harz einen wesentlichen Teil seiner Forschungsarbeit widmete. Nach einem Bericht der Fachzeitschrift Planta Medica im Jahr 1991 stellte Professor Ammon in Laborversuchen an Rattenzellen fest, dass die Boswelliasäuren die Bildung von Leukotrienen hemmen. Diese Entzündungsbotenstoffe sind für die typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Wärme, Schwellung und Schmerz mit verantwortlich.