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Teebaumöl – kraftvoller Helfer für Ihre Gesundheit

Ein pflanzliches Mittel gegen Viren und Bakterien – das aus den Blättern und Zweigen des immergrünen australischen Teebaums gewonnene Teebaumöl lässt sich bei vielen Beschwerden einsetzen. Teebaumöle sollen in vielen Fällen gar Unglaubliches bewirken.

Der Grund: Die Pflanzen, aus denen sie gewonnen werden, haben im Kampf gegen die vielen Krankheitserreger in ihrer tropisch-schwülen Heimat äußerst wirksame Abwehrkräfte entwickelt.

Doch Vorsicht: Die Wirksamkeit des Extrakts ist bislang jedoch nicht medizinisch bestätigt. An einer Zulassung als Arzneimittel fehlt es ebenfalls.

Breites Anwendungsspektrum

Schon die Ureinwohner Australiens machten sich die Wirkungsweise des Teebaumöls zunutze. Sie verwendeten die auf dem Wege der Destillation gewonnene Substanz als Heilmittel bei Infektionen der Haut, bei Entzündungen des Zahnfleisches, bei Erkältungen und offenen Wunden. Auch gegen Läuse wurde das ätherische Öl eingesetzt.

Es besteht aus rund 100 verschiedenen Inhaltsstoffen, zu denen auch Terpinen-4-ol, Limonen und 1,8-Cineol gehören. Die starke antimikrobielle Wirkung macht das Teebaumöl attraktiv für die alternative Medizin: Heute wird das Extrakt zur Therapie von Schuppen, Warzen, Pickeln, Pilzen und Herpes verwendet.

Auch bei Raucherhusten, Krampfadern und offenen Wunden versprechen entsprechende Präparate Abhilfe. Das ätherische Öl ist zudem auch in vielen kosmetischen Produkten zu finden. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Badezusätze und Duschgels,
  • Hand- und Körperlotionen,
  • Seifen,
  • Shampoos
  • und Zahnpasta.

Darüber hinaus sind verschiedene Lösungen in Drogerien und Supermärkten erhältlich. Apotheken führen zudem unverdünnte Präparate zur äußeren und inneren Anwendung.

Die sanfte Alternative zur Schulmedizin

Das Teebaumöl hat viele positive Eigenschaften, die es zu einer guten Alternative zur Schulmedizin machen. Im Rahmen der Anwendung muss allerdings zwingend auf die Konzentration geachtet werden:

Denn während eine zu niedrige Dosis dafür bekannt ist, die Widerstandsfähigkeit der Bakterien gegenüber von Antibiotika zu erhöhen, können eine häufige Nutzung und Überdosierung gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.

Teebaumöl ist nicht gleich Teebaumöl

Teebaumöl hilft gegen unterschiedliche Alltagsbeschwerden. Doch es gibt viele verschiedene Sorten. An dieser Stelle eine Übersicht über  die 5 wichtigsten Sorten und deren wichtigste Heilwirkungen:

  1. Tea-Tree reinigt Körper und Seele. Das Öl Wirkt entwässernd bzw. harntreibend und antibakteriell – bewährt v. a. bei Harnwegsentzündungen, Rheuma und Wunden. Außerdem hellt es Stimmungen auf und löst Ängste.
  2. Cajeput lässt frei durchatmen. Es ist auf Grund seines hohen Cineolgehaltes schleimlösend, wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend – Einsatz bei Rheuma, Muskelverspannungen und -schmerzen. Auch fördert es die Konzentration und stärkt die Nerven. stärkt Nerven und Konzentration.
  3. Niaouli bringt Kraft in den Alltag. Das Öl ist wegen seiner immunstimulierenden Eigenschaften bekannt. Es stärkt also das Immunsystem, hilft bei Infektionen der Atemwege und des Vaginalbereichs. Außerdem wirkt es gewebestraffend; wird bei Krampfadern, Hämorrhoiden und schwachem Bindegewebe eingesetzt. Niaouli hat zudem eine leicht beruhigende Wirkung.
  4. Manuka macht die Haut schön. Es stabilisiert die Haut, beruhigt die Hautnerven und regeneriert die äußere Hautschicht. Das Öl kommt deshalb vor allem bei Juckreiz, Akne, Pilzerkrankungen, Geschwüren und Zahnfleischentzündungen zum Einsatz. Wer schnell überempfindlich reagiert, dem verhilft Manuka auch zu Ruhe und Gelassenheit.
  5. Kanuka fördert die Beweglichkeit. Das Öl wird eine antirheumatische und kortisonähnliche Wirkung zugeschrieben. Es regt die Tätigkeit der Nebennieren an, so dass eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Reaktion einsetzt. Kanuka spendet obendrein Kraft und Lebensfreude.

Hinweise zur Anwendung von Teebaumöl

Teebaumöle sind ätherische Öle, die ihre Wirkung grundsätzlich über die Nase, die Haut, die Schleimhäute und den Magen-Darm-Trakt entfalten können. Da sie nicht wasserlöslich sind und pur die Haut reizen könnten, werden die Öle normalerweise zusammen mit einem Emulgator angewendet. Als Emulgator können Sie Sahne, Pflanzenöl, Meersalz oder Honig nutzen.

  • Für ein Teebaumöl-Vollbad 5 – 8 Tropfen Teebaumöl mit 2 EL Sahne oder 1 EL Honig einrühren.
  • Für ein warmes Fußbad bieten sich 1 EL Meersalz oder Pflanzenöl sowie 2 – 3 Tropfen Teebaumöl an.
  • Für eine Inhalation 2 – 3 Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser verrühren.
  • Für die pure Anwendung bei Wunden, Insektenstichen und Pickeln: 1 – 4 Tropfen auftupfen.

3 Beispiele für den Einsatz

  • Husten: Mischen Sie 50 ml Mandelöl mit 20 Tropfen Cajeput, 10 Tropfen Niaoulisowie je 5 Tropfen Kanuka und Manuka. Reiben Sie mit dem Öl mehrmals täglich Brust und Rücken ein.
  • Herpes: Mischen Sie 10 Tropfen Tea-Tree, 5 Tropfen Manuka und 5 Tropfen Niaouli. Tragen Sie die Mixtur mehrmals täglich mit Wattestäbchen auf die befallene Stelle auf.
  • Nackenschmerzen: Massieren Sie den Nacken vorsichtig mit einem Gemisch aus 50 ml Johanniskrautöl, 35 Tropfen Cajeput und 15 Tropfen Lavendel.

Erfahren Sie hier mehr über praktische Anwendungen mit Teebaumöl.

Grundsätzlich wichtig ist es, dass Sie Teebaumöl nicht lange lagern. Das steigert ebenso wie zu häufiges Öffnen der Fläschchen das Allergierisiko. Licht, Wärme und Sauerstoff verändern das Teebaumöl entsprechend, und es bilden sich reizende Peroxide.

Bewahren Sie Teebaumöl also vor Licht und Wärme geschützt auf und verwenden Sie niemals Teebaumöl, das sich verfärbt hat, dickflüssig ist oder gar terpentinartig riecht!

Nachteile und Kritik an Teebaumöl

Im Rahmen der Nutzung von Teebaumöl ist eine Überdosierung zu vermeiden, da der Einsatz solcher Produkte zu Hautreizungen führen und allergische Reaktionen hervorrufen kann. Ursächlich hierfür sind Zersetzungsprodukte, die sich erst dann bilden, wenn das Teebaumöl Licht ausgesetzt wird oder lange offen steht.

Äußerlich angewendet, können Teebaumöle außerdem bei besonders empfindlichen Personen zu Juckreiz führen. Vorsicht im Umgang mit dem ätherischen Öl ist auch bei Asthmatikern, Säuglingen und Kleinkindern geboten. Die Verwendung entsprechender Präparate kann eine Atemnot bewirken oder einen asthmatischen Anfall auslösen.

Das unverdünnte Öl wird von der International Fragrance Association (IFRA) sogar als schädlich für die Gesundheit eingestuft. Dies liegt v. a. daran, dass das Verschlucken oder Inhalieren des Teebaumöls zu Lungenschäden führen kann. Aus diesem Grund enthalten die Sicherheits-Datenblätter der Rohstoffanbieter entsprechende Gefahrenhinweise.

Die innerliche Anwendung sollten Sie daher in jedem Fall vorab mit einem Therapeuten absprechen. Äußere Anwendungen des Teebaumöls sind außerdem auch auf dem Gebiet der Tierpflege keine Seltenheit. Vor der Nutzung sollte ein Tierarzt befragt werden:

Durch den Gehalt von Phenolen und Terpenenen entfaltet die Substanz nämlich eine toxische Wirkung, die häufig mit dem Tod des Tieres endet. Als Anzeichen einer Vergiftung gelten Symptome wie Unruhe, Schwäche und Zittern.

Vorsicht vor gepanschtem Teebaumöl

Ganz entscheidend für die Wirksamkeit ätherischer Öle ist ihre Qualität, denn nur das echte Öl entfaltet auch die gewünschten Wirkungen. Doch selten wird soviel Pfusch betrieben wie bei ätherischen Ölen. Das gilt ganz besonders für das relativ teure Teebaumöl.

Der große Aufwand bei der Produktion von reinem Teebaumöl und die damit verbundenen Kosten verlocken so manchen Vertreiber zu Mogeleien. Verschnittene Öle sind im Handel durchaus keine Seltenheit – auch ein hoher Preis ist nicht immer Gewährleistung dafür, dass Sie echtes Öl erhalten.

Hochwertige Teebaumöle bekommen Sie in Naturkost- und Naturkosmetik-Geschäften, in Reformhäusern und in der Apotheke. Doch selbst dort ist Vorsicht geboten. Der Kauf ist Vertrauenssache, aber getreu dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ hier ein

Tipp für den Einkauf: Das beste Öl kommt aus Australien, achten Sie also unbedingt auf das Herkunftsland! Wichtig ist außerdem, dass auf dem Etikett vermerkt ist, dass das Öl zu 100 % aus der Stammpflanze Melaleuca alternifolia gewonnen wurde. Der Begriff „naturrein“ allein reicht nicht aus, da können neben Teebaumölen durchaus noch andere naturreine Öle vermischt sein.

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