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Süßholz - Lakritz für die Gesundheit!

Noch heute gehört sie in China zu den zehn wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Dort wird sie erfolgreich gegen Erkältungen, Husten oder auch als Herztonikum eingesetzt, das die Leistungsfähigkeit des Herzens insgesamt verbessert.

In Indien wird die Wurzel sogar zur äußerlichen Anwendung von Wunden genutzt. In Europa sind Süßholzwurzelextrakte in Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden zu finden.

Lakritz , Süßholz

Süßholz: Eine wertvolle Heilpflanze

Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, hat sich aber bis nach China ausgebreitet. Neben einer langen Pfahlwurzel bildet die Staude ein ausgedehntes System von langen Nebenwurzeln und Wurzelausläufern. Zu medizinischen Zwecken dienen ausschließlich die Wurzeln, die im Spätherbst geerntet sofort in der Sonne getrocknet und anschließend ausgekocht werden. Der dadurch gewonnene Saft wird zu Tabletten, Teepulver und Tinkturen weiterverarbeitet. Auch Lakritz ist nichts anderes als eingedickter Süßholzsaft.

Wirkstoffe des Süßholzes

  • Glycyrrhizin (50mal süßer als weißer Zucker)
  • Phytosterole
  • Saponine
  • Flavonoide (v. a. Liquiritin und Liquiritigenin)

Bei längerem Kauen entfaltet Süßholz einen leicht anisartigen Geschmack. Süßholz ist als pflanzliches Heilmittel bei Magen- und Erkältungsbeschwerden vom früheren Bundesgesundheitsamt offiziell anerkannt. Falls Sie an einer Herzschwäche, Bluthochdruck oder schweren Leber- bzw. Nierenstörungen leiden, dürfen Sie weder Süßholz noch Lakritze einnehmen. Auch Schwangere sollten übrigens damit vorsichtig sein. Denn einige von ihnen entwickeln in dieser Zeit einen Schwangerschafts-Hochdruck. Bei Krebserkrankungen sowie bei Osteoporose sollten Sie ebenfalls auf Süßholz verzichten, da es diese Erkrankungen möglicherweise verschlimmert.

Anwendungsgebiete

  • akuter und chronischer Husten
  • Entzündungen der oberen Atemwege
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren
  • Leberzirrhose
  • Reizmagen
  • Sodbrennen

Die Süßholz- oder auch Lakritzpflanze (Glycyrrhiza glabra) gehört zu den Schmetterlingsblütlern. Die Heilpflanze wächst hauptsächlich in der Mittelmeerregion, Asien, Australien und Amerika. Ihrer Gesundheit dienen die getrockneten, geschälten oder ungeschälten Wurzeln und Nebenwurzeln der Heilpflanze. Insgesamt sind 400 Pflanzeninhaltsstoffe bekannt.

Für die Wirkung ist vor allem die Glycyrrhetinsäure verantwortlich, die etwa 3 bis 15 Prozent der Wurzel ausmacht. Als Hauptbestandteil der Heilpflanze besitzt diese antibakterielle, antivirale und immunstimulierende Eigenschaften. Bei Magen-Darm-Erkrankungen lindert die entzündungshemmende und krampflösende Wirkung der Glycyrrhetinsäure Ihre Schmerzen. Süßholz verringert zudem Sodbrennen und beschleunigt die Abheilung von Magengeschwüren. Süßholz wird ausschließlich innerlich angewendet, vor allem als Tee, Tinktur, Tablette und auch in Form von Lakritz. Erfolgreich getestet wurde die Wurzel auch für den Einsatz gegen Infektionen wie Herpes simplex und Hepatits C. Erforscht wird derzeit die Fett abbauende Wirkung der Glycyrrhizinsäure.

Süßholz gegen Magengeschwüre

Das Mittel hat sich bewährt: Schon die alten Griechen und Ägypter schätzten den Süßholzsaft als magenstärkendes Mittel. Und auch Napoleon soll ständig Süßholzwurzeln gegen seinen nervösen Magen in der Rocktasche mit sich geführt haben. Die Süßholzwurzel erhöht zudem die Zähigkeit des Magenschleims und schützt dadurch Ihre Magenschleimhautzellen vor einem Säureangriff und einer Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori, der Hauptrisikofaktor für das Entstehen von Magengeschwüren ist. Bei Atemwegserkrankungen wirkt die Glycyrrhetinsäure außerdem schleimlösend und auswurffördernd. Viele Bronchialtees enthalten deshalb Extrakte der Süßholzwurzel.

Die gesundheitlichen Wirkungen

  • sekretionsfördernd
  • entzündungshemmend
  • antibiotisch
  • krampflösend
  • schleimhautschützend
  • antioxidativ, v. a. in der Leber

Lakritzpulver

Rezept für Süßholztee

Geben Sie einen Teelöffel zerschnittene Süßholzwurzel (erhältlich beispielsweise in Drogerien oder Teeläden) in 250 ml kochendes Wasser. Kochen Sie den Tee weitere fünf Minuten und lassen Sie ihn 10 bis 15 Minuten ziehen, um ihn anschließend durch ein Teesieb zu geben.

Vermeiden Sie einen übermäßigen Verzehr!

In größeren Mengen konsumiert (mehr als 10 bis 15 Gramm Wurzel-Extrakte am Tag; mehr als 600 mg Glycyrrhetinsäure am Tag), können Süßholzextrakte zu Ödemen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen oder Krämpfen führen. Die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel verursachen in diesem Fall eine Absenkung des Kaliumspiegels und ein Anstieg des Natriumspiegels im Blut. Dadurch bildet Ihr Körper weniger Urin, er scheidet weniger Giftstoffe aus und so kann es letztendlich zu Vergiftungserscheinungen kommen. Meiden Sie also die Aufnahme großer Mengen.

Das sollten Sie außerdem beachten

  • Auch echte Lakritz wird aus der Süßholzwurzel gewonnen. Der Glycyrrhetinsäuregehalt der meisten Lakritzprodukte liegt zwischen 30 und 500 mg pro 100 g.
  • Nutzen Sie Medikamente, die Süßholzwurzel enthalten, nicht länger als sechs Wochen. Bei längeren Anwendungen besteht die Gefahr, dass Ihr Körper Giftstoffe nicht mehr richtig entsorgen kann.
  • Achten Sie währenddessen auf eine kaliumreiche Ernährung (z. B. Bananen, Aprikosen).
  • Verzichten Sie auf Süßholzwurzel-Anwendungen, wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden: Bluthochdruck, Leber- oder Nierenstörungen, Krebs, Osteoporose oder in der Schwangerschaft! Glycyrrhetinsäure beeinflusst das Wehenhormon Progesteron. Bei Frauen, die während der Schwangerschaft ausgesprochen viel Lakritze essen, besteht das Risiko einer Frühgeburt.
  • Müssen Sie entwässernde Medikamente (Diuretika) einnehmen, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt absprechen, ob Süßholzwurzel für Sie geeignet ist.