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Süßholz - Lakritz für die Gesundheit!

Das Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine mehrjährige hell violett blühende Staude, die bis zu 1,5 m hoch wird und zur Familie der Schmetterlingsblütler (Leguminosen) gehört.

Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, hat sich aber bis nach China ausgebreitet. Neben einer langen Pfahlwurzel bildet die Staude ein ausgedehntes System von langen Nebenwurzeln und Wurzelausläufern.

Zu medizinischen Zwecken dienen ausschließlich die Wurzeln, die im Spätherbst geerntet, sofort in der Sonne getrocknet und anschließend ausgekocht werden. Der dadurch gewonnene Saft wird zu Tabletten, Teepulver und Tinkturen weiter verarbeitet. Auch Lakritz ist nichts anderes als eingedickter Süßholzsaft.

Wirkstoffe des Süßholzes:

  • Glycyrrhizin (50-mal süßer als weißer Zucker)
  • Phytosterole
  • Saponine
  • Flavonoide (v. a. Liquiritin und Liquiritigenin)

Bei längerem Kauen entfaltet Süßholz einen leicht anisartigen Geschmack.

Süßholz gegen Magengeschwüre

Schon die alten Griechen und Ägypter schätzten den Süßholzsaft als magenstärkendes Mittel. Und auch Napoleon soll ständig Süßholzwurzeln gegen seinen nervösen Magen in der Rocktasche mit sich geführt haben. Süßholz wird ausschließlich innerlich angewendet, v. a. als Tee, Tinktur, Tablette und auch in Form von Lakritz.

Wirkung

  • sekretionsfördernd
  • entzündungshemmend
  • antibiotisch
  • krampflösend
  • schleimhautschützend
  • antioxidativ, v. a. in der Leber

Neue Forschungen deuten darauf hin, dass Süßholz sogar das Wachstum des schädlichen Magenkeims Helicobacter pylori hemmen kann, der Hauptrisikofaktor für das Entstehen von Magengeschwüren ist.

Bei diesen Beschwerden hilft Süßholz:

  • Reizmagen
  • Sodbrennen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • akuter und chronischer Husten
  • Leberschwäche

Süßholz ist als pflanzliches Heilmittel bei Magen- und Erkältungsbeschwerden vom früheren Bundesgesundheitsamt offiziell anerkannt.

Wenden Sie Süßholz nicht länger als maximal 6 Wochen an, da es die Kaliumausscheidung erhöht und die Natriumausscheidung vermindert. Die Folgen können Wassereinlagerungen und Herzrhythmusstörungen sein.

Falls Sie an einer Herzschwäche, Bluthochdruck oder schweren Leber- bzw. Nierenstörungen leiden, dürfen Sie weder Süßholz noch Lakritze einnehmen. Bei Krebserkrankungen sowie bei Osteoporose sollten Sie ebenfalls auf Süßholz verzichten, da es diese Erkrankungen möglicherweise verschlimmert.

Süßholzwurzel heilt Ihren Magen, aber Vorsicht bei Bluthochdruck

Die Süßholzwurzel enthält einen Wirkstoff, der Ihren Salzhaushalt verändern kann. Der Einfluss der Glycyrrhizinsäure kann zu Wasseransammlungen im Gewebe führen. Außerdem drohen hohe Kaliumverluste und Bluthockdruck.

Wer unter Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauferkrankungen leidet beziehungsweise Diabetiker ist, sollte es also mit dem Genuss von Lakritz oder Süßholztee nicht übertreiben. Auch Schwangere sollten übrigens damit vorsichtig sein. Denn einige von ihnen entwickeln in dieser Zeit einen Schwangerschafts-Hochdruck.

Bei Gesunden bestehen ansonsten jedoch nur bei exzessivem Genuss gesundheitliche Bedenken. Doch Lakritze und Zubereitungen aus deren Ausgangsstoff Süßholzwurzelextrakt haben natürlich auch positive Wirkungen. So rücken sie dem Magenkeim Helicobacter pylori zu Leibe.

Süßholzwurzel gilt in der Naturheilkunde als das klassische Mittel gegen Magenbeschwerden. Auch bei nervösen Magenbeschwerden und leichten Entzündungen der Magenschleimhaut haben sie sich bewährt. Die Wissenschaft führt das auf einen Schutzfaktoren für die Magenschleimhaut zurück.

Doch das alleine scheint es nicht zu sein. Medizinische Mikrobiologen und Virologen untersuchten die keimhemmende Wirkung des Süßholzwurzelextraktes gegen den gefürchteten Magenkeim:

Dabei zeigt die im Extrakt enthaltene Glycyrrhizinsäure eine durchschlagende Wirkung – sie wirkte sogar gegen Helicobacter-pylori-Stämme, gegen die Medikamente machtlos sind. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel immunstärkend und entzündungshemmend.

Ebenso tun sie bei Atemwegserkrankungen, Husten, Heiserkeit und Halskratzen gute Dienste. Erfolgreich getestet wurde die Wurzel auch für den Einsatz gegen Infektionen wie Herpes simplex und Hepatits C. Erforscht wird derzeit die Fett abbauende Wirkung der Glycyrrhizinsäure.