Spitzwegerich: Inhaltsstoffe und Wirkung
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Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) gehört zur Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse) und wächst bevorzugt auf trockenen Wiesen und an Wegrändern. Die ca. 20 bis 40 cm langen, schmalen Blätter bilden direkt über dem Boden eine große Rosette. Daraus treiben im Hochsommer die unscheinbaren bräunlichen Blüten, die an der Spitze eines dünnen Stängels sitzen. Die Indianer nannten den Spitzwegerich die Fußstapfen des weißen Mannes, weil sich seine Samen an die Schuhsohlen haften und auf diese Weise verbreiten.
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Zu medizinischen Zwecken dienen ausschließlich die frischen Blätter, die zu Tee, Saft, Sirup und Tinkturen verarbeitet werden.
Das sind die Hauptwirkstoffe des Spitzwegerichs:
- Schleimstoffe
- Gerb- und Bitterstoffe
- Glykoside, v. a. Aucubin
- Kieselsäure
- Vitamin C
- Flavonoide
Der zuckerartige Stoff Aucubin gilt als natürliches Antibiotikum.
Spitzwegerich fördert auch die Wundheilung
Bereits in der Antike wurde der Spitzwegerich als Mittel gegen Husten und Schüttelfrost geschätzt. Im Mittelalter dienten die Blätter v. a. zur Behandlung von Brandwunden, Geschwüren und Hundebissen. Und der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp empfahl Spitzwegerichblätter zur Blutstillung und als desinfizierende Auflage auf frischen Schürfwunden.