Spargel war früher eines der wichtigsten Heilmittel der Volksmedizin. Schon vor rund 5.000 Jahren wurden die Stangen in China gegen Husten, Blasenprobleme und Geschwüre verordnet. Auch rund ums Mittelmeer wurde Spargel als Arzneipflanze gezogen. Zu uns kam er erst im Mittelalter. Seit alters her gilt er als harntreibend und ausschwemmend. Deshalb wird er als Hausmittel bei Wasseransammlungen in den Beinen empfohlen.
Spargel hat zudem extrem wenig Kalorien - nur 12 bis 20 auf 100 g - und viele Ballaststoffe, er gilt deshalb auch als das ideale Diätgemüse. Spargel bringt reichlich Vitamin E, Vitamine des B-Komplexes und C mit. Zudem enthälter Eisen, Kalium, Phosphor, Kalzium und Jod. Ein wichtiger Inhaltsstoff ist das Asparagin, eine Aminosäure, die für den Harnstoffwechsel wichtig ist und sich durch die typische Geruchsveränderung des Urins bemerkbar macht. Dass der Harn bereits eine halbe Stunde nach dem Essen anders riecht, beweist die „Durchschlagskraft“ des Asparagins. Chronisch Nierenkranke sollten auf keinen Fall Spargel essen, da er ihre Nieren zu sehr reizen kann.
Traditionell gilt Spargel auch als Aphrodisiakum – man „munkelt“, dies sei seiner Form zu verdanken. Ayurveda-Ärzte empfehlen 1 bis 2 TL Spargelwurzelpulver mit Milch kurmäßig eingenommen zum Anreiz für die männliche Potenz. Naturheilkundler empfehlen ihn unter anderem bei Diabetes, Rheuma und Gicht.