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Schlehe - erfahren Sie alles über seine gesunde Wirkung!

Die Schlehen, Schlehdorn, Hagedorn oder Schwarzdorn ist ein Strauch, der in Mitteleuropa, Nordafrika und in Teilen Asiens wächst. Als Rosengewächs sind die Schlehen verwandt mit der Pflaume, der Mirabelle und der Aprikose. Der Strauch mit den spitzen Dornen und der schwarzen Rinde eignet sich hervorragend als Bienenweide und Vogelschutzbaum.

Auch Schmetterlinge besuchen die weißen Blüten im Frühjahr gern. Da die Schlehen ihre Blüten vor den Blättern entwickelt, ergibt sich ein reizvoller Kontrast zwischen den schwarzen Zweigen und den reinweißen Blüten des Strauchs. Oft findet man den bis zu 3 Meter hohen Strauch wild wachsend an Waldrändern oder kultiviert als dichte, blühende Hecke.

Der Schlehdorn ist extrem widerstandsfähig und wird daher gern als Schneeschutzgehölz oder als Windschutz eingesetzt. Auch zur Begrünung und Befestigung von Böschungen und Haldenflächen eignet sich der Strauch sehr gut. Die etwa 1 Zentimeter großen, schwarzen Früchte enthalten einen Kern und haben saures, grünes Fruchtfleisch.

Genießbar sind sie erst nach dem ersten Frost, denn erst jetzt sind die Gerbstoffe abgebaut, durch die die Früchte sehr herb und unangenehm schmecken. Die Schlehen sind schon seit Jahrhunderten Bestandteil der Volksmedizin. Dabei werden sowohl die Blüten, als auch die Blätter und die Früchte verwendet.

Gesunder Tee aus Blüten und Blättern

Die Blätter und Blüten wirken, als Tee aufgebrüht, in erster Linie adstringierend, harntreibend und leicht abführend. Auch eine entzündungshemmende Wirkung wird ihnen nachgesagt. Um einen Schlehen-Tee zuzubereiten, einfach eine Handvoll Blüten mit einem Liter heißem Wasser übergießen.

Das Wasser sollte nicht mehr kochen, sondern maximal 70 Grad Celsius haben, um die wertvollen Inhaltsstoffe der Schlehe zu erhalten. Der Tee kann unbegrenzt ziehen und muss nicht abgeseiht werden.

Die Volksmedizin nutzt diesen Tee zum Beispiel zur unterstützenden Behandlung bei Gicht und Rheuma oder zur allgemeinen Blutreinigung. Dazu täglich zwei bis drei große Tassen Tee trinken. Zur Bereitung des Tees können frische oder getrocknete Blüten aus der Apotheke verwendet werden.

Schlehenfrüchte: Power fürs Immunsystem

Nicht nur Blüten und Blätter, auch die Früchte der Schlehe sind ein Segen der Natur. Wer zum Beispiel unter Appetitlosigkeit leidet, sollte es einmal mit Marmelade oder Mus aus Schlehen versuchen. Die schwarzen Beeren unterstützen das Immunsystem und haben, ebenso wie die Blüten, eine entzündungshemmende Wirkung.

Wer Probleme mit entzündetem Zahnfleisch oder Zahnfleischbluten hat, kann unterstützend täglich getrocknete Schlehen kauen. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken zusammenziehend und können so für weniger Zahnfleischbluten sorgen. Getrocknete Schlehenfrüchte wirken auch heilsam auf einen angeschlagenen Magen.

Sie beruhigen und stärken und regen die Verdauung an. Aus den frischen Früchten lässt sich auch ein schmackhafter Likör herstellen, der besonders in den Wintermonaten guttut, da er eine durchwärmende, anregende Wirkung hat. Die Blüten der Schlehe enthalten gesunde Flavonoide, Quercetin, Kämpferolgykoside und Cumarinderivate.

Die Früchte punkten mit Gerbstoffen, Vitamin C und verschiedenen Mineralstoffen. Die Kerne der Schlehenfrüchte sollten nicht mitgegessen werden, da sie, wie Apfelkerne auch, geringe Mengen von giftiger Blausäure enthalten. Es ist aber gesundheitlich völlig unbedenklich, wenn mal ein Kern mitgegessen wird. Große Mengen der Kerne sollten aber nicht verzehrt werden.

Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Schlehe:

  • Flavonoide, v. a. Quercetinabkömmlinge (Quercitrin, Rutin und Hyperosid) und Kämpferol
  • Vitamin C
  • Gerb- und Bitterstoffe
  • Blausäure (nur in den Kernen)

Wegen der in größeren Mengen giftigen Blausäure sollten Sie die Schlehenkerne niemals aufbeißen oder schlucken!

So wirkt die Schlehe:

  • zusammenziehend (adstringierend)
  • harntreibend
  • mild abführend
  • entzündungshemmend
  • wärmend
  • appetitanregend

In der anthroposophischen Medizin nimmt die Schlehe eine wichtige Rolle ein. Sie ist Bestandteil verschiedener Arzneimittel zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, Erschöpfungszuständen und verzögerter Rekonvaleszenz.

Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen die Schlehe:

  • Appetitmangel
  • Blasenentzündungen
  • Darmträgheit
  • Erkältungen
  • Erschöpfung
  • Gicht
  • innere Kälte
  • Nierensteine

Probieren Sie doch einmal Schlehentee aus

Überbrühen Sie 1 TL getrocknete Schlehenblüten mit 1 Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee unter gelegentlichem Umrühren 5 Minuten ziehen und seihen Sie ihn dann durch ein Sieb ab. Trinken Sie 3-mal täglich 1 Tasse frischen, ungesüßten Tee.

Schlehenmarmelade regt Ihre Magensäfte an

Weichen Sie 1 kg frisch gepflückte Beeren über Nacht in kaltem Wasser ein. Kochen Sie die abgegossenen Schlehenfrüchte am nächsten Tag zusammen mit 1/4 l Weißwein und 1/8 l Wasser weich. Streichen Sie die Schlehen durch ein Sieb. Geben Sie nochmals 1/4 l Weißwein und 375 g Zucker zu dem Mus und lassen Sie es im Backofen zu Marmelade eindicken.

Schlehenpunsch vertreibt Erkältungen

Erhitzen Sie 1 l kräftigen schwarzen Tee und 1/2 l Schlehensaft in einem Topf. Geben Sie 5 EL frisch gepressten Zitronensaft, 100 g braunen Zucker oder Honig sowie 5 TL Sanddornsirup hinzu und rühren Sie gut um. Legen Sie je 1 Zitronenscheibe in hitzebeständige Gläser und gießen Sie den Punsch darüber.

Schlehen-Fußbäder gegen innere Kälte

Geben Sie 1 EL Schlehenblütenöl in einen 10-Liter-Eimer und füllen Sie ihn mit heißem Wasser auf. Baden Sie Ihre Füße etwa 10 Minuten darin und wickeln Sie Ihre nassen Füße anschließend sofort in ein vorgewärmtes Handtuch. Ruhen Sie 30 Minuten im Liegen.

Fertigpräparate mit Schlehe

Schlehensaft Pur Bio Vitalhaus® (330 ml, 6,30 €), Weleda® Schlehen Elixier (200 ml, 7,95 €), Weleda® Schlehen Ursaft (200 ml, 9,95 €), Hauschka® Schlehenblüten Körperöl (100 ml, 11,61 €)

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