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Rote Bete – Vitalstoffreiche Power fürs Immunsystem

Die Rote Bete (Beta vulgaris) oder auch Rote Rübe ist eine mit Mangold und Zuckerrübe verwandte Rübenart. Die zweijährige Pflanze stammt ursprünglich aus Nordafrika und erreichte Nordeuropa über die Mittelmeerländer. Sie ist völlig anspruchslos im Anbau und wird zwischen August und dem ersten Frost geerntet.

Damit ist die Rote Rübe also fast ein Wintergemüse, das sich, ähnlich wie die Kartoffel auch, zum Einlagern eignet. Aber Vorsicht: Bei falscher Lagerung kann es zur Bildung giftiger Nitrite kommen.

Rote Bete: rot, rund und gesund

Sie fragen sich, ob die Rote Bete gesund ist? Das kann man wohl sagen: Die tolle Knolle bietet uns eine geballte Ladung an Mineralstoffen, Vitamin C, diversen B-Vitaminen und Provitamin A sowie Calcium, Eisen, Eiweiß, Jod, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Sogar die Blätter der Roten Rübe strotzen vor Vitaminen.

Die wichtigsten Gesundheitsstoffe der Roten Bete:

  • Vitamine: B1, B2, B6, C und Folsäure
  • Mineralstoffe: Kalium, Kalzium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen und Zink
  • sekundäre Pflanzenstoffe: Anthozyane (Betain) und Flavonoide

Da können nur wenige andere Sorten mithalten. Dieser Reichtum an Inhaltsstoffen macht sie zu einem der gesündesten Gemüse überhaupt. Die Rote Rübe kann übrigens sowohl roh als auch gegart verzehrt werden. Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten Rote Bete aber besser nur in Maßen genießen, da sie außerdem reich an Oxalsäure ist.

So wirkt die Rote Rübe

Erste Berichte über die Heilwirkung der tollen Knolle reichen bis 2500 vor Christus zurück; in der griechischen und römischen Antike wurde Rote Bete gegen Hautentzündungen und Infektionskrankheiten verordnet, im Mittelalter zur Behandlung von Blutkrankheiten verwendet.

Rote Bete regt die Leberfunktion an, fördert die Blutbildung, wirkt Folsäuremangel entgegen und hilft bei Infektionsanfälligkeit und Müdigkeit. Sogar stimmungsaufhellend soll sie wirken, die rote Wunderknolle.

Rote Bete wirkt insgesamt:

  • blutbildend
  • immunsteigernd
  • antioxidativ
  • entsäuernd
  • krampflösend
  • sekretionsfördernd

Selbst wenn Sie den Geschmack der sauer eingelegten Roten Bete als Kind nicht mochten, geben Sie der tollen Knolle noch mal eine Chance, zum Beispiel als leckere, cremige Suppe oder im russischen Borschtsch. Mag man den leicht erdigen Geschmack der Roten Bete partout nicht, kann man auf im Handel erhältliche Präparate zurückgreifen.

Stärkung für Ihr Herz

Sie haben eine kleine Studie mit 20 Patienten durchgeführt, die unter Herzinsuffizienz mit erhaltender Ejektionsfraktion (HFPEF) litten. Bei dieser Erkrankung wird zwar ausreichend Blut in den Kreislauf gepumpt.

Aber es gibt bestimmte Faktoren, die verhindern, dass Ihre Muskeln mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt werden. Teilweise hatten die Studienteilnehmer schon bei geringer Belastung Luftnot, Herzrhythmusstörungen, Erschöpfung und ähnliches.

Andere spürten bei alltäglicher Belastung nur geringe Einschränkungen. Sie alle nahmen eine Woche lang pro Tag 70 ml Rote-Bete-Saft zu sich. Schon diese geringe Menge, über eine kurze Zeit getrunken, zeigte erstaunliche Verbesserungen. Die Ausdauer verbesserte sich um rund ein Viertel.

Zudem sank vorher zu hoher Blutdruck um bis zu 10 mmHg. Grund dafür, so die Forscher, ist dasanorganische Nitrat im Rote-Bete-Saft. Dieses sorgt für eine kleine, aber entscheidende Erweiterung der Blutgefäße. So verbessert sich der Blutfluss und die Muskeln werden besser versorgt.

Rote Beete-Saft steigert die Fitness von COPD-Kranken

Rote-Bete-Saft kann Menschen mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD) helfen, ihre körperliche Ausdauer zu steigern. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) aufmerksam.

Die Studienergebnisse zu Rote-Bete-Saft

Sie beruft sich dabei auf Studienerkenntnisse, über die ich Ihnen bereits Anfang September berichtet habe: Wer regelmäßig Rote-Bete-Saft trinkt, kann seine Leistungsfähigkeit und Ausdauer im Sport um bis zu 16 Prozent steigern.

Zu diesem interessanten Forschungsergebnis kamen britische Wissenschaftler der Universität Exeter. Sie testeten acht Männer im Alter von 19 bis 38 Jahren jeweils zwei Mal. Vor dem einen Test tranken die Recken an sechs aufeinander folgenden Tagen einen halben Liter Rote-Bete-Saft.

Vor dem zweiten Test gab es Saft von schwarzen Johannisbeeren zu trinken. Der Rote-Bete-Saft steigerte ihre Ausdauer deutlich, so die Forscher. Sie vermuten, dass dies am Nitratgehalt des Gemüsesaftes liegt.

Rote-Bete-Saft ist gut für Lungenkranke

Interessant für Lungenkranke ist dies, weil durch den Rote-Beete-Saft der Sauerstoffverbrauch der Lunge weitaus deutlicher verringert wird als durch alle anderen bisher bekannten Mittel.

Das Nitrat aus dem Saft wird im Körper zu Nitrit abgebaut, wobei Sauerstoff freigesetzt wird. COPD-Kranke haben aufgrund ihrer verminderten Lungenleistung Schwierigkeiten, genügend Sauerstoff mit der Atemluft aufzunehmen.

„Dieses Mehr an Sauerstoff durch die Rote Beete muss der Betreffende dann also nicht durch die Atmung aufnehmen, was seine Sauerstoffschuld bei gemäßigter körperlicher Anstrengung verringert und damit auch seinen Sauerstoffbedarf“, erklärt der Experte für pneumologische Rehabilitation Dr. Konrad Schultz. Das macht das Training leichter und effektiver.

Selbst bei COPD kann Rote-Bete-Saft helfen

Selbst COPD-Kranke, die bereits die Hälfte ihrer Lungenfunktion eingebüsst haben, können noch eine ausreichende körperliche Leistungsfähigkeit behalten. Das ist besonders wichtig, damit die Lunge in die Lage versetzt wird, mehr Sauerstoff aufzunehmen.

Schultz: „Begonnen wird dreimal in der Woche mit 20 Minuten Ausdauertraining. Alle sechs Wochen wird das Training um jeweils 5 Minuten verlängert.“ Geeignet sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic Walking oder Joggen.

Dazu kommt zweimal in der Woche ein Krafttraining – am besten an Geräten im Fitnessstudio oder zuhause mit kleinen Hanteln. Bei schwerer COPD kann regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining sogar den entscheidenden Unterschied machen zwischen Pflegebedürftigkeit und einem unabhängigen Leben.

Rote Bete: Zubereitungsformen

Wärmen Sie Rote Bete nur 1x auf!

Sie dürfen Rote-Bete-Gerichte nur 1x aufwärmen, da Aufwärmen und langes Warmhalten die Umwandlung von Nitrat in Nitrit begünstigen. Kühlen Sie daher die frisch gekochten Knollen (etwa für die Salatzubereitung) auch rasch ab, z. B. indem Sie die Schüssel mit den warmen Knollen in Eiswasser oder (im Winter) nach draußen stellen.

Wichtig: Wer zu Nierensteinen neigt, sollte nur wenig Rote Bete verzehren, denn sie enthält Oxalsäure. Diese Säure bindet nicht nur Kalzium aus der Nahrung im Darm unlöslich, sondern trägt auch zur Steinbildung in den Harnwegen bei.

Kochen Sie nur unversehrte Knollen!

Waschen Sie die Rote Bete unter lauwarmem Wasser sehr vorsichtig. Schneiden Sie niemals die lange Wurzel ab, sonst blutet die Knolle aus und verliert ihre wertvollen Inhaltsstoffe. Auch die Blätter sollten Sie ca. 7 cm über dem Ansatz mit der Hand abdrehen, um den Saftverlust zu stoppen.

Kochen Sie daher auch nur Knollen mit unverletzter Schale! Die Garzeit beträgt 50 – 60 Min. Frühjahrsknollen aus dem Folienanbau kommen mit 30 Min. aus. Schälen Sie die Knollen anschließend unter kaltem Wasser, um Verfärbungen der Hände zu vermeiden.

Tipp: Tragen Sie bei der Verarbeitung von Roter Bete Gummihandschuhe, damit sich Ihre Hände nicht verfärben. Passiert Ihnen das doch, können Sie die Verfärbungen mit Zitronensaft von der Haut entfernen.

Die Farbstoffe der roten Bete sind so intensiv, dass Sie auch Ihren Urin und den Darminhalt verfärben. Das ist beim Toilettengang am Tag nach dem Verzehr der Knollen kein Grund zur Panik.

So können Sie die Rote Bete zubereiten

  • Als Salat  werden gegarte Rote-Bete-Scheiben mit Zwiebeln, Äpfeln, Essig, Zucker, Salz, Kümmel, Nelken und Lorbeerblättern angemacht. Wenden Sie die Rote Bete-Würfel nach dem Schneiden in etwas Öl, damit sie nicht auf andere Zutaten abfärben.
  • Als Rohkost  richten Sie die geraspelte Knolle mit Zitronensaft oder Zitrusfrüchten, mit Apfelspalten, Nüssen und Zwiebeln oder mit Feldsalat und Schafskäse an.
  • Als Beilage  zu Fisch oder Fleisch wird die rohe Knolle in Folie gegart (50 – 70 Min. bei 200 °C im Backofen). Dazu passt ein Dip aus Apfel-Meerrettich.
  • Als Fleischersatz  braten Sie die gekochten und wie ein Schnitzel panierten dicken Scheiben in der Pfanne.
  • Als Füllung  für ein Omelett vermischen Sie die gegarte und fein pürierte Rote Bete mit Meerrettich, Crème fraîche und Salz.

Rezepte mit Roter Bete

Rote Bete sind äußerst vielseitig verwendbar; nicht nur als russische Gemüsesuppe „Borschtsch“ machen sie eine gute Figur. An dieser Stelle haben wir daher Ihnen nun noch eine kleine Übersicht mit unterschiedlichen Rote-Bete-Rezepten für Sie zum Ausprobieren zusammengestellt:

Rote-Bete-Salat mit Garnelen

Zutaten pro Portion

  • 250 g mittelgroße Rote Bete
  • 100 g ausgelöstes und gegartes Garnelenfleisch
  • 1 hart gekochtes Ei
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 50 g Feldsalat
  • 1 TL Senf
  • 2 EL Balsam-Essig
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • Schritt 1: Kochen Sie die Rote Bete etwa 45 Min. in Salzwasser, bis sie weich sind. Kurz mit kaltem Wasser abschrecken, dann können Sie die Haut einfach mit den Fingern abstreifen. Lassen Sie die Knollen abkühlen und schneiden sie dann in Würfel.
  • Schritt 2: Schnittlauch in Röllchen schneiden und zugeben. Waschen Sie den Feldsalat und heben Sie ihn mit den Krabben vorsichtig unter die Rote Bete.
  • Schritt 3: Aus den restlichen Zutaten rühren Sie ein Dressing an und ziehen es unter den Salat. Garnieren Sie Ihren Wintersalat mit gewürfeltem Ei.

Für Eilige und Kochmuffel:

Wenn es bei Ihnen in der Küche schnell gehen muss, verwenden Sie einfach gekochte Rote Bete, die Sie inzwischen vakuumverpackt in jedem Supermarkt erhalten. Falls Sie keine Garnelen mögen, schmeckt der Salat übrigens auch mit Matjes oder Käsewürfeln.

Rote Bete gebacken mit Schnittlauchschmand

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g kleine Rote Bete
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Becher Schmand oder Creme Fraîche (250 g)
  • 50 g gesalzene Butter

Zubereitung

  • Schritt 1: Rote Bete gut gewaschen mit der Schale im vorheizten Backofen bei etwa 180 °C 45 Min. backen.
  • Schritt 2: Schnittlauch in Röllchen schneiden un mit dem Schmand vermischen.
  • Schritt 3: Rote Bete kurz abschrecken und schälen.
  • Schritt 4: Butterflöckchen auf den Knollen verteilen und mit dem Schnittlauchschmand als Vorspeise servieren.

Carpaccio von Roter Bete

Zutaten für 4 Personen

  • 4 gleich große kleine Rote Bete
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 EL scharfer Senf
  • 2 EL Himbeeressig
  • 2 EL Apfelessig
  • 3 EL gutes Olivenöl
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 100 g gehackte Walnusskerne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Schritt 1: Rote Bete kochen und dann in sehr dünne Scheiben hobeln.
  • Schritt 2: 4 Teller mit dem Walnussöl auspinseln, dann mit den Scheibchen belegen.
  • Schritt 3: Die Scheiben von oben auch noch einmal mit dem Walnussöl bepinseln.
  • Schritt 4: Das restliche Walnussöl und das Olivenöl mit Essig, Senf, Salz und Pfeffer im Mixer aufschlagen, bis die Masse cremig wird. (Wenn Sie mögen, können Sie eine Knoblauchzehe mit pürieren.)
  • Schritt 5: Die Sauce über die Rote Bete träufeln, mit Schnittlauchröllchen garnieren und gehackte Walnüsse darüber geben.

Rote-Bete-Auflauf

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 g Rote Beete
  • 500 g Kartoffeln
  • 2 EL Butter
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 5 Pimentkörner
  • 1/4 l Schlagsahne

Zubereitung:

  • Schritt 1: Rote Bete und Kartoffel schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  • Schritt 2: Eine flache Auflaufform mit Butter ausstreichen.
  • Schritt 3: Die Gewürzkörner im Mörser zerstösseln.
  • Schritt 4: Rote Bete und Kartoffeln mit Salz und die Gewürzmischung vermengen.
  • Schritt 5: Die Sahne darüber gießen, so dass sie gerade die Oberfläche erreicht, und Butterflöckchen darauf verteilen.
  • Schritt 6: Im vorgeheizten Backofen 1 Std. backen, bis die Kartoffeln weich sind und dann in der Auflaufform servieren.

 

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