Rosskastanie: Unübertroffen bei Krampfadern
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Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse. Mitte des 16. Jahrhunderts kam sie aus der Türkei nach Mitteleuropa und erfreute sich schnell großer Beliebtheit als Haus- und Parkbaum. Der bis zu 35 m hoch werdende Baum treibt seine tief eingeschnittenen Blätter, die aus sieben Einzelblättern bestehen, im zeitigen Frühjahr. Im Juni erscheinen die stolzen weißen Blütenkerzen, aus denen sich im Herbst die typisch kastanienbraunen Früchte entwickeln. Die Rosskastanie ist mit der Esskastanie nicht verwandt!
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Zu medizinischen Zwecken dienen die frische Rinde junger Triebe und die Früchte, aus denen sofort ein Extrakt zur Herstellung von Fertigpräparaten gewonnen wird. Getrocknete Rinde wird zudem als Teekraut verwendet.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Rosskastanie sind:
- Aescin
- Cumarin
- Flavonoide
- Gerbstoffe
Alle Pflanzenteile enthalten den Hauptwirkstoff Aescin. Dessen Konzentration ist in den Früchten mit 8 % am höchsten.
Aescin dichtet die Blutgefäße von innen ab
Die Volksmedizin nutzte die Rinde und Früchte der Rosskastanie für eine Vielzahl von Beschwerden – von Durchfall über Gicht bis hin zu Venenleiden. Umfassende pharmakologische Untersuchungen haben inzwischen zweifelsfrei belegt, dass Aescin tatsächlich die Venen von innen abdichtet. Außerdem hemmt es bestimmte Entzündungsbotenstoffe, die zu kleinen Blutstauungen führen und die Gefäßwände überdehnen.