MenüMenü

Rosmarin - die stärkende Heilpflanze

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist in Europa die stärkende Heilpflanze schlechthin. Pfarrer Kneipp empfahl älteren Menschen Rosmarinwein zur Regeneration ihrer Kräfte. Ursprünglich in südlicheren Gefilden zu Hause, gedeiht der frostempfindliche Halbstrauch, der bis zu 2 Metern hoch werden kann, bei uns an sonnigen Standorten.

Die immergrünen, lanzettlichen Blätter sind lederartig und an den Rändern zurückgerollt. Die zarten, blaßblauen Blüten erscheinen von April bis Juni. In dieser Zeit werden die Zweige geerntet; sie sollen an einem schattigen, luftigen Ort trocknen. Wegen seines starken Aromas hatte der Rosmarin im Altertum kultische Bedeutung.

Doch wußten die Griechen, die ihn der Göttin der Schönheit und der Liebe, Aphrodite, weihten, durchaus von seiner rundum belebenden Heilwirkung. Mönche brachten den Rosmarinstrauch über die Alpen nach Deutschland, und bald wurde er nicht nur in Klostergärten, sondern auch in jedem Bauerngarten angebaut.

Bis ins das 17. Jahrhundert war Rosmarin das Symbol für Brautleute: Die Braut trug einen Kranz aus Rosmarin, und der Bräutigam steckte sich ein Zweiglein an. Rosmarin stand für Fruchtbarkeit. Das hatte seinen Grund in der Volksmedizin: Rosmarin vermag den Monatszyklus zu regeln und damit die Empfängnisbereitschaft zu fördern.

Er hilft bei Prämenstruellem Syndrom, verfrühten oder verspäteten, zu starken oder schmerzhaften Monatsblutungen; selbst bei zyklisch bedingten Migräneanfällen kann er Erfolge erzielen.

Die Anwendung von Rosmarin

Rosmarin sollten Sie als Kübelpflanze von Frühjahr bis Herbst im Freien ziehen. Im Winter braucht er einen kühlen Ort im Haus. Frische Blätter können Sie zum sofortigen Verbrauch selbst ernten. Getrocknete Rosmarinblätter kaufen Sie besser in der Apotheke, da sie bei niedrigen Temperaturen (35 °C) schnell getrocknet werden müssen.

Wenden Sie Rosmarin nicht abends an, da er zu anregend wirkt und Ihren Schlaf stören könnte.

Rosmarintee hilft gegen Erschöpfung und schlechte Stimmung

Überbrühen Sie 1 TL getrockneten Rosmarin mit 1/4 l kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 15 Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Trinken Sie morgens und mittags 1 Tasse frischen, nach Belieben mit Honig gesüßten Tee statt Kaffee oder schwarzem Tee. Rosmarintee hilft besonders bei Erschöpfung, Herz-Kreislauf-Schwäche und Verdauungsbeschwerden.

Anregendes Rosmarin-Bad

Übergießen Sie 50 g getrockneten Rosmarin mit 1 l Wasser und lassen Sie die Mischung auf kleinster Flamme 30 Minuten ziehen. Gießen Sie den Sud durch ein Sieb direkt ins Badewasser. Die Badetemperatur sollte 34 bis 37 °C betragen, die Badedauer 15 Minuten nicht überschreiten. Ruhen Sie nach dem Bad 30 Minuten im Liegen.

Selbst gemachter Rosmarinwein für Herz und Kreislauf

Lassen Sie 25 g frischen oder 10 g getrockneten Rosmarin 5 Tage lang in 3/4 l trockenem Weißwein in der zugekorkten Flasche ziehen. Seihen Sie den Wein dann in eine andere Flasche ab. Trinken Sie bei Erschöpfung und Herz-KreislaufSchwäche morgens und mittags je 1 kleines Likörglas von diesem Wein.

Fertigpräparate mit Rosmarin

Gegen Muskel- und Nervenschmerzen inkl. Rheuma sowie Erkältungen: polioelan®-Salbe (45 g 7,79 €), Retterspitz® Quick Creme (40 g 6,96 €), Hingfong-Essenz Hofmann’s® zum Einnehmen und Einreiben (50 ml 3,98 €), Cor-Vel® Truw Herzsalbe (25 g 8,95)

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bei normaler Dosierung nicht zu erwarten. Das ätherische Öl sollten Sie nicht innerlich anwenden, da es die Schleimhäute reizen kann. Ein Rosmarin-Bad eignet sich nicht unbedingt für den Abend, da es munter macht. Während der Schwangerschaft sollte kein Rosmarin-Tee verwendet werden.

 

Gratis PDF

Die besten
7 Rezepte
mit Ingwer