Ringelblume: Vielseitig verwendbar
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Als eine der großen Wund-Heilpflanzen gehört die Ringelblume (Calendula officinalis) seit dem Mittelalter zum Arzneimittelschatz. Ihre ausgleichenden Wirkungen speziell bei Frauenproblemen gerieten darüber fast in Vergessenheit. Jetzt ist die Zeit, in der Sie die frische Ringelblume nutzen können.
Ihre leuchtend orangefarbenen Blüten öffnet die Ringelblume (auch Goldblume, Studentenblume) morgens, um sie vor Sonnenuntergang wieder zu schließen. Wie die Sonnenblume gehört sie zur Familie der Korbblütler. Für Heilzwecke werden vor allem die länglichen, strahlenförmig angeordneten Blüten gebraucht, aber auch ihre ebenfalls länglichen, kaum gezackten Blätter können Sie verwenden.
Hildegard von Bingen und der große Käuterkundige Albertus Magnus verordneten bereits Ringelblumentee oder – Aufguss innerlich gegen Darmstörungen und Leberbeschwerden sowie äußerlich gegen Insektenstiche und Schlangenbisse. Heute weiß man, dass diese Pflanze überdies anregend und krampflösend wirkt und daher bei Asthma, Husten, Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Angstzuständen eingesetzt werden kann. Kräuterexpertinnen kennen außerdem die harntreibenden, blutreinigenden, kreislaufstimulierenden, abführenden und schweißtreibenden (entgiftenden) Eigenschaften eines Ringelblumentees. Er wirkt auch antiseptisch (keimabtötend) und hilft damit bei Infektionen des Darmes und des Unterleibs, Magen- und Darmschleimhautentzündungen. Er stärkt die Immunabwehr und baut einen Lymphstau ab.
Vielseitig, wie die Ringelblume ist, hat sie – äußerlich angewandt – einen starken Bezug zur Haut. Wunden, Quetschungen, Brandwunden, Ekzeme, Milchschorf, Geschwüre, Dekubitus (Wundliegen), Akne heilen schneller ab, wenn Ringelblume als Kompresse, Breiumschlag oder Salbe aufgelegt oder aufgetragen wird. Ihre adstringierenden (zusammenziehenden Eigenschaften) machen sie sogar bei Hämorrhoiden wertvoll.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:
Carotinoide Harz ätherisches Öl Flavonoide Sterine (östrogen-artige Substanzen) Bitterstoff (Ca-lendulin) Saponine Schleimstoffe.
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