Ringelblume: Allgemeines
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Die Ringelblume (Calendula officinalis) aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) stammt vermutlich aus dem nordafrikanischen Atlasgebirge, wird aber schon seit dem 12. Jahrhundert in Mitteleuropa als Heilpflanze angebaut. Die gelb und orange blühende, einjährige Pflanze bildet krallenförmig gebogene Samen, weshalb Hildegard von Bingen die Blume „Ringula“ taufte.
Zu medizinischen Zwecken eignen sich nur die Arten Calendula officinalis bzw. arvensis, deren Blütenblätter sofort nach dem Aufblühen getrocknet werden. Presssäfte aus den Blättern spielen kaum noch eine Rolle.
Das sind die Hauptwirkstoffe der Ringelblume:
- Allantoin
- Carotinoide (gelbe Blüten)
- mehrwertige Alkohole
- Saponine (Seifenstoffe)
- sekundäre Pflanzenstoffe wie Xanthophylle (v. a. Lutein und Zeaxanthin)
Die streng duftenden ätherischen Öle der Ringelblume spielen keine medizinische Rolle.
Mit Ringelblume schließen sich Wunden schneller
In der Klostermedizin des Mittelalters waren Salben aus Ringelblumenblüten und Schweineschmalz (siehe Kasten rechts) das wichtigste entzündungshemmende Heilmittel. Diese Wirkung wurde im Jahr 1986 von der Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamts bestätigt.