Rettich: Allgemeines
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Der Rettich aus der Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) stammt aus Südostasien, wo er auch heute noch ein wichtiges Nahrungsmittel darstellt. Um 50 v. Chr. gelangte er durch die Römer nach Europa. Im Mittelalter wurde er zu einer wichtigen Heilpflanze der Klostermedizin. Rettiche gibt es in den verschiedensten Größen von zylindrisch bis kugelförmig. Die Farbpalette reicht von weiß über rot (Sommerrettich) bis zu braun, violett und schwarz (Winterrettich).
Zu medizinischen Zwecken dient die frische Wurzel, aus der der scharfe Saft gewonnen wird. Auch Keimlinge erfreuen sich als gesundheitsfördernde Salatbeilage zunehmender Beliebtheit.
Der schwarze Winterrettich gilt als gehaltvoller als der schneller wachsende weiße bis rötliche Sommerrettich.
Pfarrer Kneipp lobte den Rettich als Darmputzer
Rettich wird ausschließlich innerlich angewendet. Als Hauptwirkstoff gelten die scharfen Senföle, die die Flüssigkeitssekretion der Schleimhäute in den Atemwegen und im Verdauungstrakt anregen.
Verwenden Sie den Rettich zu medizinischen Zwecken nur roh, denn beim Kochen verflüchtigen sich seine wertvollen Senföle.
Rettichsaft und -keimlinge dürfen Sie nicht kurz nach einer Kolik oder bei Entzündungen der Gallenwege einnehmen, da er in diesen Fällen schwere und schmerzhafte Reizungen bewirken kann. Auch bei empfindlichem Magen sollten Sie besser auf den scharfen Rettich verzichten.