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Quitte - das gesunde und leckere Obst

Die Quitte gehört zu den Kernobstgewächsen innerhalb der Familie der Rosengewächse; sie ist die einzige Pflanzenart der Gattung Cydonia. Aufgrund des feinen Aromas der Quitte ist sie eine geschätzte Frucht zur Herstellung von Kompotten, Säften, Gelees und Sirup und wird bereits seit Jahrhunderten kultiviert.

Eine fast vergessene Powerfrucht

Die Quitte zählt zu den Rosengewächsen und stammt ursprünglich aus Zentralasien, Japan, Südost-Arabien und Kreta. Weltweit gibt es um die 200 Quittensorten, die bekanntesten jedoch sind die Birnen- und die Apfelquitte. Apfelquitten sind ideal, wenn Sie Quittengelee selber machen möchten.

Die rohen Früchte haben kaum ein Aroma. Haben Sie die Frucht gekocht und die harte Schale entfernt, wird Sie das intensiv fruchtige, zitronige Aroma begeistern. Die Quitte wächst als laubabwerfender Strauch oder Baum, der maximal acht Meter hoch wird.

Sie blüht im Mai und Juni; die Früchte werden erst spät im Oktober und November geerntet. Alle in Europa angebauten Quittensorten können nur in gegartem Zustand verzehrt werden; hierbei ist es wichtig, vor der Verarbeitung die flaumigen Härchen auf der Schale abzureiben, da sie eine große Menge Bitterstoffe enthalten.

Quitten gibt es selten im Supermarkt

Quitten bekommen Sie am ehesten auf dem Wochenmarkt oder im türkischen Gemüseladen; im Supermarkt gibt es sie fast nie. Wenn Sie die Wahl haben, nehmen Sie lieber Birnen- als Apfelquitten: Ihr Fruchtfleisch ist weicher.

Für Marmelade und Gelee eignet sich allerdings die harte Apfelquitte besser, denn sie schmeckt deutlich aromatischer. Trotz der harten Schale sind Quitten recht empfindlich.

Bekommen sie Druckstellen, verderben sie sehr schnell. Lagern Sie Quitten an einem kühlen, luftigen Ort und getrennt von Äpfeln, Birnen und Gemüse. So bleiben Quitten bis zu zwei Monate frisch und aromatisch.

Die Wirkung der Quitte

Quitten sind besonders reich an Vitamin C und Folsäure. Andere Vitamine enthalten sie nur in Spuren. Dafür haben Quitten viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Sie bringen einen hohen Anteil an Gerbstoffen und Pektin mit.

Als Heilpflanze wirkt die Quitte adstringierend, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, kühlend und schleimlösend. Schon Hippokrates verordnete Quittenzubereitungen gegen Durchfall und Fieber; sein römischer Kollege Galen verabreichte Patienten Quittensaft zur Stärkung des Magens.

So kann die Quitte bei Entzündungen der Magenschleimhaut, Entzündungen des Darms, Durchfall, Verstopfung, Mundgeruch, Erkältungskrankheiten, Halsentzündungen, Bronchitis, Bluthochdruck und Sodbrennen angewendet werden.

Besonders wohltuend wirkt sie auf geschundene Haut, beispielsweise bei Brandwunden, Sonnenbrand, offenen Stellen als Folge von Wundliegen, blutenden Wunden, rissiger Haut und wunden Brustwarzen: Lässt man einen Esslöffel Quittenkerne in 100 ml kaltem Wasser für 12 Stunden stehen oder kocht sie auf, bildet sich der sogenannte Quittenschleim.

Dieser wird äußerlich aufgetragen und verschafft bei den oben genannten Beschwerden Linderung – er kann auch eingenommen werden. Innerlich legt sich der Schleim zum Beispiel als Schutzschicht über gereizte Schleimhäute bei einer Halsentzündung. Da die Quitte die Ausscheidung von Schadstoffen unterstützt, kann sie sogar bei Gicht helfen.

So vielseitig können Sie Quitten verwenden

Fast alle Teile der Quitte sind als Heilmittel verwendbar: Samen und Blätter kann man zu Tee verarbeiten, das Fruchtfleisch als Saft, Mus oder in Honig eingelegt zubereiten. Quitte findet sich auch als Wirkstoff in vielen Kosmetik-Produkten wie Masken und Cremes.

Die Inhaltsstoffe der Frucht wirken reizlindernd und beruhigen auch gestresste Haut auf sanfte Weise. Wer die Frucht lieber pur anwenden möchte, kann aus Quittenschleim eine regenerierende Gesichtsmaske herstellen.

Auch als natürliche Dekoration und Raumduft eignet sich die Quitte: Eine Schale mit einigen Quitten sieht nicht nur wunderschön auf Tisch oder Anrichte aus, sondern verströmt auch einen sehr intensiven, zitronigen Duft, der lange anhält. Das Wachs, das in der Quittenschale enthalten ist, sorgt dafür, dass man die Früchte leicht auf Hochglanz polieren kann!

Hier ein kleiner Überblick über die Verwendung:

  • Besonders gut schmecken Mehrfruchtkonfitüren aus Quitten und Äpfeln, Birnen, Preiselbeeren oder Zitrusfrüchten.
  • Probieren Sie Quitten auch mal als Kompott. Einige Quittenstückchen machen Apfelmus besonders aromatisch.
  • Bereiten Sie die Früchte doch mal als „Bratquitte“ zu, also wie einen Bratapfel.
  • Das fruchtig, herbe Aroma der Frucht passt sehr gut zu Fleischgerichten, vor allem zu Geflügel- und Schweinefleisch.
  • Süß-sauer eingelegt mit Ingwer, Zimt oder Kardamom sind Quitten ein perfekter Begleiter zu Wildgerichten.

Rezept für Quittengelee

Zutaten für vier Schraubgläser ( 300 ml):

  • 2 kg Quitten
  • Saft von einer Zitrone
  • 1 kg Gelierzucker 1:1

Und so wird es gemacht:

  1. Reiben Sie die Quitten mit einem Tuch ab, um den Flaum zu entfernen. Danach waschen Sie die Früchte und entfernen Blüten- sowie Stielansatz.
  2. Scheiden Sie das Fruchtfleisch mit der Schale und dem Kerngehäuse in Würfel und füllen es in einen großen Kochtopf. Geben Sie den Zitronensaft zu den Quitten. Bedecken Sie die Quittenwürfel mit 1,5 Liter Wasser. Kochen Sie die Früchte etwa 45 Minuten, bis sie weich sind.
  3. Legen Sie ein großes Sieb mit einem feuchten Passiertuch aus. Stellen Sie das Sieb auf einen großen Topf. Gießen Sie das Quittenmus vorsichtig in das ausgelegte Sieb. Lassen Sie den Saft ablaufen. Drücken Sie dabei vorsichtig mit einer Suppenkelle auf den Fruchtbrei, damit der Saft komplett austritt. Lassen Sie den Quittensaft jetzt vollständig abkühlen.
  4. Spülen Sie die Einmachgläser und Deckel für das Quittengelee heiß aus oder gönnen ihnen ein Durchgang in Ihrer Spülmaschine. Lassen Sie Gläser und Deckel gut abtropfen.
  5. Pro Liter Quittensaft brauchen Sie ein Kilogramm Gelierzucker (1:1). Messen Sie einen Liter Quittensaft ab. Mischen Sie den Gelierzucker unter und kochen Sie die Masse in einem großen Topf auf. Lassen Sie das Gelee unter kräftigem Rühren etwa vier Minuten sprudelnd kochen.
  6. Nehmen Sie den Topf vom Herd. Füllen Sie das Gelee in die vorbereiteten Schraubgläser und verschließen Sie diese sofort gut. Die verschlossenen Gläser stellen Sie etwa fünf Minuten auf den Kopf, damit die Dichtung im Deckel das Gelee luftdicht verschließt. Anschließend wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen. Lagern Sie das fertige Quittengelee kühl und dunkel (Keller), dann ist es verschlossen etwa drei Jahre haltbar.
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