Pomeranze: Inhaltsstoffe und Wirkung
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Die Pomeranze (Citrus aurantium), besser bekannt als Bitterorange, ist eine nahe Verwandte der Apfelsine. Sie stammt aus dem Himalaja, kam aber schon im 9. Jahrhundert durch die Kreuzfahrer nach Europa. Heute wird der Pomeranzenbaum, der in freier Natur bis zu 12 m hoch wächst, v. a. im Mittelmeerraum wie die Apfelsine in Plantagen kultiviert. Die grüngelben bis hell orangenen Pomeranzen werden im Spätherbst geerntet.
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Zu medizinischen Zwecken dienen die Schalen der unreifen Früchte, die getrocknet zur Teeherstellung verwendet werden, sowie die Blüten, aus denen ein Öl gewonnen wird.
Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pomeranze:
- ätherische Öle
- Bitterstoffe
- Gerbstoffe
- Flavonoide, v. a. Hesperidin
- Aurantiamantinsäure
Bitterstoffe regen die Verdauungssekrete an
Die Pomeranze gehört pharmakologisch zu den aromatischen Bitterstoffpflanzen (Amara aromatica), da sie auch aromatische Öle enthält. Diese mildern den bitteren Geschmack und haben in England zur großen Beliebtheit der bitteren Orangenmarmelade aus (reifen) Pomeranzen beigetragen. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielt die Pomeranze eine große Rolle.
So wirkt die Pomeranze:
Schale:
- Sie steigert die Magen-DarmBewegung.
- Sie aktiviert die Sekretion der Bauchspeicheldrüse und der Galle.
- Sie regt den Appetit an.
Blüten:
- Sie hellen die Stimmung auf.
- Sie fördern das Einschlafen.
Pomeranze wird v. a. als Tee innerlich angewendet (siehe Kasten rechts). Aus den Blüten, meist als Orangenblüten bezeichnet, werden Bade- und Aromaöle sowie Kosmetika hergestellt.