Pfefferminze: Arzneipflanze des Jahres 2004
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Die Wahl des Studienkreises „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg ist für dieses Jahr auf die „gute alte" Pfefferminze gefallen. Sie wurde zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.
GNL5356
Pfefferminze gilt als eines der bewährtesten Kräuterheilmittel unseres täglichen Lebens und wird schon seit Jahrtausenden als Arzneipflanze verwendet. In Ägypten wurde Pfefferminze als Grabbeigabe in 3.000 Jahre alten Gräbern gefunden. In Japan wird sie seit 2.000 Jahren als Kulturpflanze angebaut.
Wegen ihres scharfen Geschmacks erhielt die Pflanze ihren Namen. Pfefferminze wirkt beispielsweise krampflösend bei Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen. Sie hilft bei Gallenund Leberbeschwerden, Appetitlosigkeit und Nervosität. Pfefferminzöl lindert Spannungskopfschmerzen, wenn es in die Schläfen einmassiert wird. Wegen ihrer antiseptischen und erfrischenden Wirkung und weil sie so gut riecht, wird sie auch in Bonbons, Pastillen, Kaugummi und Zahnpasta verarbeitet.