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Mutterkraut - über seine vielseitige Wirkung

Mutterkraut, auch Falsche Kamille, Zierkamille oder Fieberkraut genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Es ähnelt äußerlich der Kamille, wird 30 bis 80 cm hoch und blüht von Juni bis September. In altmodischen Bauerngärten kommen oft Zierformen vor.

Mutterkraut wirkt je nach Zubereitung und Dosierung anregend, beruhigend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, fiebersenkend, krampflösend, gefäßerweiternd und hormonregulierend. Es kann den Eisprung fördern, die Menstruation regulieren, Schmerzen während der Periode lindern, bei der Einleitung einer Geburt helfen und Wehen stimulieren.

Außerdem wirkt es so ausgleichend auf den Hormonhaushalt, dass es auch Wechseljahresbeschwerden wirkungsvoll lindern kann. Des Weiteren kann Mutterkraut zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, Fieber, Verdauungsproblemen, Rheuma, Gicht sowie bei eitrigen Wunden und Insektenstichen verwendet werden.

Seine ausgezeichnete Wirkung bei Migräne, die wohl auf seine gefäßerweiternden Eigenschaften zurückzuführen ist, ist erst kürzlich nachgewiesen worden. Nur die krautigen Teile der Pflanze und die Blüten werden verwendet, nicht aber die Wurzeln. Eine Anwendung kann innerlich und äußerlich erfolgen; zu diesem Zweck wird Mutterkraut wahlweise als Tee oder als Tinktur zubereitet.

Mutterkraut: Präparat

Präparate: In Deutschland erhalten Sie in Apotheken eine homöopathische Urtinktur aus Mutterkraut (Nemagran®-Tropfen, Monatsbedarf ca. 12 €) und verschiedene Mutterkraut-Kapseln, die als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen sind (z. B. von Aalborg Pharma oder Vital Nutrition; Monatsbedarf 20 bis 30 €).

Über Apotheken können Sie außerdem aus der Schweiz oder Frankreich das Mutterkraut-Medikament Arkocaps Partenelle® beziehen (Hersteller: Arkopharma; Monatsbedarf ca. 15 €).

Teezubereitung: In der Apotheke können Sie getrocknete Mutterkraut-Blätter kaufen. Übergießen Sie 1 TL Kraut mit 250 ml heißem Wasser und lassen Sie den Tee 7 Minuten ziehen, bevor Sie ihn abgießen. Trinken Sie 3 Tassen davon über den Tag verteilt.

Nebenwirkungen: Wenn Sie empfindlich gegen Korbblütler sind, können allergische Reaktionen auftreten. In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Mutterkraut nicht einnehmen (fehlende Erfahrung).