Mutterkraut, auch Falsche Kamille, Zierkamille oder Fieberkraut genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Heute in Vergessenheit geraten, handelt er sich beim Mutterkraut um eine Heilpflanze, die schon in der Antike bekannt war und besonders in der Frauenheilkunde gerne eingesetzt wurde.

Es ähnelt äußerlich der Kamille, wird 30 bis 80 cm hoch und blüht von Juni bis September. In altmodischen Bauerngärten kommen oft Zierformen vor.

Mutterkraut wirkt je nach Zubereitung und Dosierung anregend, beruhigend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, fiebersenkend, krampflösend, gefäßerweiternd und hormonregulierend. Es kann den Eisprung fördern, die Menstruation regulieren, Schmerzen während der Periode lindern, bei der Einleitung einer Geburt helfen und Wehen stimulieren. Außerdem wirkt es so ausgleichend auf den Hormonhaushalt, dass es auch Wechseljahresbeschwerden wirkungsvoll lindern kann.
Des Weiteren kann Mutterkraut zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, Fieber, Verdauungsproblemen, Rheuma, Gicht sowie bei eitrigen Wunden und Insektenstichen verwendet werden. Seine ausgezeichnete Wirkung bei Migräne, die wohl auf seine gefäßerweiternden Eigenschaften zurückzuführen ist, ist erst kürzlich nachgewiesen worden.

Nur die krautigen Teile der Pflanze und die Blüten werden verwendet, nicht aber die Wurzeln. Eine Anwendung kann innerlich und äußerlich erfolgen; zu diesem Zweck wird Mutterkraut wahlweise als Tee oder als Tinktur zubereitet.

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