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Mistel - erfahren Sie alles über ihre heilende Kraft

In Mitteleuropa wächst lediglich die Weiße oder Weißbeerige Mistel, die auch in Südeuropa und Skandinavien vorkommt. Nach ihrem Wirt bezeichnet man sie als Laubholz-Mistel, Tannen-Mistel oder Kiefern-Mistel.

Die Pflanzen wachsen oft vereinzelt. Sie mögen basenreiche Standorte und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Man findet sie bis zu einer Höhe von 1200 Metern.

Misteln und Mythen

Misteln kommen in der germanischen Mythologie vor, wo der listenreiche Loki das unscheinbare Gewächs dazu verwendet, den jungen Gott Balder zu töten. Der Römer Plinius der Ältere erwähnt in seiner Naturalis Historia, dass gallische Druiden Misteln mit einer goldenen Sichel schnitten, um sie zu Heilzwecken und mystischen Handlungen einzusetzen.

Sie galt den Galliern als Symbol ewigen Lebens. In der Schweiz gilt sie heute noch als Fruchtbarkeitssymbol. In der Weihnachtszeit findet man Misteln in Großbritannien und den USA über der Haustür. Küsse unter dem Mistelzweig verheißen Glück.

Heilwirkung der Mistel

Die Mistel kann noch mehr. Sie wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend und tonisierend. In der Naturheilkunde setzt man sie gegen Bluthochdruck und in der Misteltherapie gegen Krebs ein. Ihre Wirkung gegen Tumore ist bisher nicht nachgewiesen. Im Handel ersteht man spezielle Präparate.

Die Mistel kommt des Weiteren bei Fieber, Erkrankungen der Gelenke sowie Frauenbeschwerden zum Einsatz. Sie wirkt positiv auf Verdauung und Stoffwechsel. Die bevorzugte Zubereitungsform ist ein Kaltauszug, der eingenommen gegen Kreislaufprobleme und Stoffwechselstörungen wirkt.

Nach Geburten leistet die Mistel wertvolle Dienste. Sie beschleunigt die Heilung und kürzt den Wochenfluss ab. Der Kaltauszug eignet sich als Bad oder Umschlag. In dieser Form lindert er Krampfadern, Ekzeme, Geschwüre und Gelenkschmerzen.

Mistel auf Kassenkosten

Die deutschen Krankenkassen übernehmen bei Krebspatienten in allen Fällen die Kosten einer Misteltherapie. Bisher waren sie nur verpflichtet, den „palliativen“ Einsatz zu bezahlen.

Bei Patienten, bei denen die Krebserkrankung weit fortgeschritten war und es nicht mehr um die Heilung ging, sondern nur noch darum, ihre Lebensqualität zu verbessern. Das Sozialgericht in Dresden gab einer Brustkrebspatientin Recht, die die Kostenübernahme für ihre erfolgreich verlaufende Therapie verlangte.

Dabei sollten die Mistelinjektionen das Immunsystem stärken, um den Kampf gegen die Krebszellen zu intensivieren. Falls Ihre Krankenkasse die Kostenübernahme weiterhin ablehnt, verweisen Sie auf dieses Urteil (Aktenzeichen: S 28 KR 534/05).

Die Mistel killt Krebszellen und hilft besonders Brustkrebspatientinnen

Die Mistel nimmt in der biologischen Krebsabwehr eine Sonderstellung ein. Selbst die Schulmedizin verschließt sich ihrer unterstützenden Wirkung nicht mehr: In fast allen Krebsstationen und -kliniken wird die Misteltherapie heute als begleitende Maßnahme zu Operation, Chemotherapie und Bestrahlung geschätzt und eingesetzt – auch und besonders bei Brustkrebs.

Die Mistel ist ein Halbparasit und wächst auf Bäumen – bevorzugt auf Nadel- und weichholzigen Laubbäumen. Der Strauch sieht aus wie eine kleine Kugel und ist immergrün. Seine unscheinbaren bleichgelben Blüten bilden weißlich-glasige Beeren. Sie reifen im Dezember und sind ein gern genaschtes „Weihnachtsmahl“ für Vögel.

Zur Unterstützung der medizinischen Behandlung von Krebsleiden wird die Mistel seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts auf Initiative von Rudolf Steiner eingesetzt und in den meisten Fällen als anthroposophisches Fertigpräparat injiziert.

Daneben werden auch phytotherapeutische Mistelpräparate für die Krebsbehandlung angewendet. Alle für die Krebstherapie derzeit zur Verfügung stehenden Mistelpräparate sind so genannte Gesamtextrakte und müssen gespritzt werden.

Die Mistel bekämpft einen Krebs auf mehreren Ebenen

Mittlerweile kennt man 1.700 Inhaltsstoffe, besonders gut untersucht sind Lektine und Viscotoxine. Es ist erwiesen, dass sich besonders die Mistellektine positiv auf das Immunsystem auswirken. Dazu gehört unter anderem die Freisetzung von ß-Endorphin, einem Botenstoff, der zwischen dem Immun- und dem Nervensystem vermittelt und in der Lage ist, Schmerzen zu dämpfen.

Mit der Misteltherapie ist es nicht möglich, einen Tumor zu beseitigen. Dazu sind die schulmedizinischen Maßnahmen erforderlich. Doch sie kann dann noch im Körper vorhandene restliche Krebszellen bekämpfen. Vor allem aber verbessert sie nach einhelliger Meinung die Lebensqualität.

Das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit werden deutlich gesteigert. Oft werden weniger Schmerzmittel benötigt. Die mit Krankheit und Behandlung verbundenen Belastungen können besser bewältigt werden. Sie fördert den Appetit und vermindert Übelkeit und Erbrechen.

Eine fast zwangsläufige Begleiterscheinung von Chemotherapie und seelischer Belastung ist die Entzündung der Mundschleimhaut, die häufig dazu führt, dass unnötig an Gewicht verloren wird. Sie kann durch die Misteltherapie eindeutig gebessert werden.

Eine große Studie zur Therapie mit einem phytotherapeutischen Mistelpräparat zeigte, dass bei Frauen mit Brustkrebs die Beeinträchtigungen durch Erkrankung und Behandlung besser ertragbar wurden. Die Frauen litten weniger unter Nebenwirkungen, hatten weniger Depressionen und fühlten sich insgesamt besser.

Darüber hinaus war das Risiko etwas geringer, an einem erneuten Auftreten des Tumors zu erkranken. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine Studie mit Dickdarmkrebs.

Tee Mistel - tea mistletoe 06

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Mistelpräparate bei einer Krebserkrankung bekommen

  • Suchen Sie einen Arzt oder Heilpraktiker, der ausreichend Erfahrungen mit der Misteltherapie hat.
  • Wenn möglich, sollten Sie Ihre Misteltherapie schon vor der eigentlichen Krebsbehandlung beginnen. Damit soll Ihr Immunsystem durch die Chemo- und Strahlentherapie nicht so stark geschwächt werden.
  • Ihr Mistelpräparat sollte zunächst niedrig dosiert und zwei- bis dreimal pro Woche gespritzt werden. Generell richtet sich die Menge nach Ihrem Körpergewicht. Die Dosis sollte dann langsam gesteigert werden. Es gibt einige verschiedene Therapieschemata.
  • Zu Beginn der Therapie kann es zu einem leichten Temperaturanstieg mit grippeähnlichen Symptomen und leichten Kreislaufbeschwerden kommen.
  • Die Dosis sollte im Verlauf der Behandlung alle 3 bis 4 Monate immer wieder an Ihren Zustand angepasst werden.
  • Wichtig ist es, dass ab und an Behandlungspausen eingelegt werden, damit der Körper auch weiterhin auf die segensreichen Wirkungen reagieren kann. Etwa 18 bis 24 Monate nach der Diagnosestellung sollten beispielsweise bei Brustkrebs 3 Monate Pause eingelegt werden. Danach erfolgt eine neue Sequenz von etwa 8 Wochen mit einer weiteren Pause von 3 Monaten. Die nächste „Runde“ sollte 3 bis 4 Monate betragen. Nach der Pause sollte die zuletzt gegebene Dosierung genommen werden, allerdings zunächst nur einmal in der Woche.
  • Insgesamt wird die Misteltherapie meist zu früh abgebrochen. Sie sollte mindestens 5 bis 8 Jahre dauern, bei Bedarf auch länger.

Wann eine Misteltherapie für Sie nicht in Frage kommt

  • bei einer Allergie gegen Mistelpräparate, was allerdings sehr selten vorkommt,
  • bei chronisch fortschreitenden Infekten wie beispielsweise einer Tuberkulose,
  • bei gleichzeitig begonnener Immuntherapie mit Interferon (das Immunsystem darf nicht überfordert werden),
  • bei gutartigen Tumoren,
  • bei Krebserkrankungen des blutbildenden Systems oder des Lymphsystems wie etwa Leukämie oder Lymphomen, denn hier lässt es sich bislang noch nicht völlig ausschließen, dass auch bösartige Zellen stimuliert werden,
  • bei Schwangerschaft und Stillzeit,
  • bei Kindern unter 12 Jahren,
  • zur Vorbeugung (die Misteltherapie sollte nur im Ernstfall zum Einsatz kommen, jedoch auch bei Präkanzerosen).
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