Klette: Allgemeines
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Die zweijährige Klette (Arctium lappa syn. Arctium major) gehört zur großen Familie der wilden Korbblütengewächse (Asteraceae). Charakteristisch sind die großen, herzförmigen Blätter und der ca. 60 cm lange kantige behaarte Blütenstängel. An seiner Spitze erscheinen im Juni die „Kletten“, wie die violetten Blüten mit ihrem Strahlenkranz aus feinen Widerhaken im Volksmund genannt werden.
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Zu medizinischen Zwecken dient vorwiegend die Wurzel – in alten Kräuterbüchern meist Radix Bardanae genannt –, die den höchsten Wirkstoffgehalt aufweist. Samen und Blätter spielen heute nur noch eine kleine Nebenrolle.
Das sind die Hauptinhaltsstoffe der Klette:
- Glykoside, z. B. Inulin
- Flavonoide
- Harze, Gerb- und Bitterstoffe
- Schleimstoffe
- ätherische und fette Öle
- Alkaloide (v. a. Sitosterin)
Diese Inhaltsstoffe wurden – wenn auch in unterschiedlicher Konzentration – in allen Pflanzenteilen nachgewiesen. Einzige Ausnahme: Die fetten Öle kommen nur in den Samen vor.
Die Klette gehört zu den natürlichen Antibiotika
Klettenextrakte können anerkanntermaßen das Wachstum von Bakterien v. a. auf der Haut hemmen. Erste Hinweise auf eine krebsschützende Wirkung des Wurzelextraktes konnten dagegen bislang wissenschaftlich nicht sicher belegt werden.