Kava Kava: Inhaltsstoffe
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Kava Kava
Kava Kava, auch als Rauchpfeffer bekannt, gehört zu den Pfeffergewächsen. Beim Konsum von Wurzel und Rinde stellt sich eine Angst- und Spannungslösende Wirkung ein. Was Sie bei der Selbstmedikation unbedingt beachten sollten und welche Inhaltsstoffe besonders wirksam sind, erfahren Sie hier.
GNL5356
Kavapyrone oder Kavalactone (mit den Verbindungen Kavain, Methysticin und Dihydrikavain) gelten als die Inhaltsstoffe, die die Wirksamkeit bedingen. Neuere Studien weisen darauf hin, dass die optimale tägliche Dosis zwischen 120 und 240 Milligramm Kavapyrone liegen sollte.
Die Kava Kava wird fast ausschließlich als Fertigarznei (Apotheke, Reformhaus) verwendet. Manchmal sind noch andere Heilpflanzen beigemischt. Die Präparate sind nicht rezept-, aber apothekenpflichtig. Sie können jedoch vom Arzt verordnet werden. Von den insgesamt 79 Kava Kava-Mitteln in Deutschland haben 28 eine Zulassung als mildes Psychopharmakon. Bei Depressionen ist Kava Kava dagegen nicht zu empfehlen.
Die Wirksamkeit setzt wie bei fast allen Naturheilpräparaten erst nach einiger Zeit ein. Die Stiftung Warentest, die alle Präparate jetzt unter die Lupe nahm, rät, die empfohlene Dosis zu kontrollieren (es sollten mindestens 120 Milligramm Kavapyrone täglich sein) und die Preise zu vergleichen. Denn es gibt erhebliche Preisunterschiede. Die Dauer der Einnahme sollte wegen der möglichen Begleiterscheinungen auf maximal zwölf Wochen begrenzt sein und unbedingt eingehalten werden. Zudem ist die Suchtgefährdung noch nicht geklärt. Bei schweren und dauerhaften Ängsten muss ohnehin ein Arzt aufgesucht werden. Kava Kava eignet sich aber dann auch zur Unterstützung einer Psychotherapie.