Johanniskraut: Eine beispiellose Karriere
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Sebastian Kneipp (1821 - 1897) beklagte, dass das segensreiche Johanniskraut ganz in Vergessenheit geraten sei. Das ist heute glücklicherweise anders geworden. In den letzten Jahren hat Johanniskraut eine beispiellose Karriere gemacht — ganz zu Recht. Erfahren Sie, warum so viele Menschen heute auf das Johanniskraut setzen.
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Ein Lebenselixier für gehetzte, müde, deprimierte Frauen! Johanniskraut (Hypericum perforatum L.) ist ein großartiges Heilmittel für das Nervensystem. Es löst Spannungen, macht gelassener, hellt die Stimmung auf, lindert (Herbst- und Winter-)Depressionen und körperliche Beschwerden, die damit zusammenhängen. Johanniskraut empfiehlt sich vor allem auch für Frauen mit emotionalen Problemen in den Wechseljahren, bei Prämenstruellem Syndrom und schmerzhafter Periodenblutung.
Seinen Namen bekam dieses Heilkraut, weil es um den Johannistag am 24. Juni, also zur Zeit der Sommersonnenwende, aufblüht. Auch andere Namen deuten auf eine lange Anwendung in der Volksmedizin hin: Hexenkraut, Unserer Frau Bettstroh, Frauengliester, Sonnwendkraut, Löcherkraut.
Löcherkraut - das trifft eine Besonderheit dieser Pflanze, auf die sich auch ihr lateinischer Beiname perforatum bezieht: Hält man die Blätter gegen das Licht, erscheinen kleine helle Punkte, als ob das Blatt durchlöchert (perforiert) wäre.
Einen halben Meter hoch kann dieses Kaut mit seinen doldenartig angeordneten gelb-orangenen Blüten werden und bleibt doch unauffällig. Es wächst an Wegrändern, auf Wiesen, in Wäldern und unter Hecken, wenn es nur genug Sonne bekommt.
Nutzen aus der „Nebenwirkung“?
An Nebenwirkungen ist bisher nur die Lichtempfindlichkeit bekannt, die insbesondere hellhäutige Personen auf ihrer Haut zu spüren bekommen, wenn sie sich der prallen Sonne aussetzen. Darin, daß Johanniskraut den Organismus empfindlicher für Licht macht, könnte auch der Grund liegen, warum es sich gerade auch bei Winterdepression in den dunklen Monaten bewährt. Es scheint, als würde es dem Organismus helfen, das karge Licht der Wintermonate besser zu nützen.
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