Isländisches Moos: Wirkung
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Studien belegen eindeutig die heilsame Wirkung des nordischen Felsengrases. Obwohl Isländisches Moos (Cetraria islandica syn. Lichen islandicus) überall in höheren Lagen Europas vorkommt, erkannten die Isländer die Heilkraft dieser Pflanze als Erste. Sie nannten sie Fjallagrös (Felsengras). Was sich genau am isländischen Moos für die Heilkraft verantwortlich zeichnet und welche Beschwerden damit gelindert werden können, erfahren sie hier.
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In Notzeiten nutzten sie die Heilpflanze sogar als Nahrungsmittel. Tatsächlich ist das Isländische Moos aber gar keine Moosart, sondern eine Flechte. Sie dient medizinischen Zwecken und wird von April bis Oktober ausschließlich wild gesammelt und sofort getrocknet.
Hauptwirkstoffe von Isländischem Moos
- Polysaccharid-Schleimstoffe
- Lichenin (heiß löslich)
- Isolichenin (kalt löslich)
- Flechtensäuren
Die Flechtensäuren, die für den recht bitteren Geschmack des Isländischen Mooses verantwortlich sind, wirken antibiotisch.
Unsere Vorfahren schätzten die „Moos-Chokolade"
Während wir heute Lutschpastillen aus Isländischem Moos verwenden, liebten unsere Vorfahren eine spezielle „Moos-Chokolade" aus der Flechte, Kakao, Zucker und Saleppulver (Wurzel des Knabenkrauts). Nach einem Bericht des „Neuen Journal der Pharmacie" aus dem Jahr 1867 war sie „ein Arzneymittel von großer Wirksamkeit", guter Verträglichkeit und hohem Nährwert.
Aus der Schokolade entwickelte der Frankfurter Apotheker Karl Philipp Engelhard 1860 „Isländische Moos-Pastillen", die in moderner Form heute noch hergestellt werden. Mehrere aktuelle seriöse Studien haben hohe Wirksamkeit der „Isländischen Moos-Pastillen" eindeutig belegt. Auch die Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamts hat die Flechte als natürliches Heilmittel bei Erkältungs- und Verdauungsbeschwerden anerkannt.
So wirkt Isländisches Moos: schmerzlindernd
- hustenstillend
- auswurffördernd
- antibiotisch gegen die Bakterien Helicobacter pylori und Staphylococcus aureus
- appetitanregend
- verdauungsfördend
- wundheilungsfördernd
Isländisches Moos kann Ihnen bei diesen Beschwerden helfen
- Heiserkeit
- trockener Reizhusten
- rauer Hals, besonders bei zu trockener Luft
- beginnende Halsentzündung
- Zahnfleischentzündung
- Appetitlosigkeit
- Reizung der Magenschleimhaut
- Verdauungsschwäche durch Mangel an Verdauungsenzymen
Anthroposophische Ärzte verwenden Zubereitungen aus Isländischem Moos zur Ergänzung der Misteltherapie bei Krebs und zur Behandlung chronischer Wunden. Im Gegensatz zu den Moos Pastillen schmeckt der Kaltauszug aus Isländischem Moos recht bitter, enthält aber die wichtigen antibiotischen Wirkstoffe. Das Überbrühen mit heißem Wasser zerstört diese Stoffe, löst jedoch die beruhigenden Schleimstoffe.