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Huflattich: Wirksam bei Husten und Bronchitis

Der Huflattich (Bachblümlein, Brustlattich, Fohlenfuß, Hufblatt oder Märzblume) ist die einzige Pflanzenart der Gattung Tussilago und gehört zur Familie der Korbblütler. Er blüht früh im Jahr, wobei die gelben Blüten erscheinen, noch bevor er Blätter ausbildet.

1994 trug er in Deutschland den Titel der Heilpflanze des Jahres. Die krautige Pflanze wird bis zu 30 cm hoch. Sie kommt in Europa, Afrika, Teilen Asiens und mittlerweile Nordamerika vor. Der Huflattich bevorzugt warme Standorte und trockene Böden.

Im Gebirge wächst er bis zu einer Höhe von 2300 Metern. Während er sogar auf reiner Braunkohle gedeiht, geht er bei Staunässe schnell ein.

Die Wirkstoffe im Hutflattich

Der Huflattich wirkt antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, schleimlösend, schweißtreibend, stoffwechselanregend, beruhigend auf das Nervensystem und tonisierend.

Er enthält unter anderem ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Insulin, Saponine, Tannine und Zink. Die Heilpflanze hilft bei der Behandlung von allerlei Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma, Husten, Bronchitis, Brustfellentzündung, Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen.

Gute Erfolge haben sich auch bei Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, Entzündungen des Verdauungstrakts, Venenentzündungen und entzündlichen Problemen der Haut wie infizierten Wunden, Geschwüren, Pickeln, Furunkeln, Gesichtsrose und leichten Brandwunden gezeigt.

Zudem wirkt der Huflattich fiebersenkend. Möchte man Blätter und Blüten des Huflattichs selbst sammeln, so eignet sich der Mai dafür am besten. Die Pflanze lässt sich zu Tinkturen, Tees, Bädern, Saft und gar Tabak verarbeiten. Letzter erleichtert bei Atemwegserkrankungen die Atmung durch Inhalation.

Eine Mischung aus Huflattich, Königkerze und Süßholz, als Tee in kleinen Schlücken möglichst heiß getrunken, wirkt gegen trockenen Reizhusten. Ein Tee aus Huflattichblättern hilft bei Durchfällen, während ein Umschlag aus dem Sud seiner Blüten Hautkrankheiten lindert. Ein Fußbad heilt nach einem langen Tag müde und geschwollene Füße.

Anwendungsmöglichkeiten von Huflattichtee

Huflattich kann in der Pflanzenheilkunde vielseitig eingesetzt werden. So wirkt er vor allem bei Erkältungskrankheiten, Venenentzündungen, Husten oder auch bei unreiner und schlaffer Haut.

Wir stellen Ihnen hier Tipps vor, mit denen Sie die heilende Wirkung des Huflattichs bei den genannten Anwendungsgebieten nutzen können. Huflattich (Tussilago farfara) zählt zu den Kräutern, die schon seit Jahrhunderten Anwendung in der Volksmedizin finden.

Die leuchtend gelben Blüten erscheinen zeitig im Frühjahr und können von Februar bis April gesammelt werden – noch bevor die Pflanze ab April ihre Blätter entwickelt. Erst wenn die Blüten verschwunden sind, kommen die Blätter zum Vorschein. Und gerade die sind es, die in der Pflanzenheilkunde heute genutzt werden.

Huflattichtee: Anwendungsgebiete

Wie der Name Tussilago farfara schon verrät, wird Huflattich in erster Linie gegen Husten eingesetzt. „Tussis“ ist die lateinische Bezeichnung für Husten und schon die Römer nutzten die Heilwirkung der Pflanze gegen Erkrankungen der Atemwege. Dazu werden die Blätter vorsichtig getrocknet und als Tee aufgebrüht.

Huflattichtee kann entweder pur oder als Mischung mit anderen schleimlösenden Kräutern wie Thymian getrunken werden. Huflattichtee schmeckt nicht besonders gut, daher empfiehlt es sich, dem Tee ein wenig Honig zuzugeben um den bitteren Geschmack abzumildern.

Da die Pflanze einen sehr hohen Gehalt an Schleimstoffen hat, ist sie ein probates Mittel gegen Heiserkeit, Reizhusten und alle Entzündungen des Mund- und Rachenraumes. Pfarrer Kneipp empfahl die Blätter des Huflattich auch als heilende Auflage gegen Geschwüre und gegen Insektenstiche.

Inhaltsstoffe des Huflattichtees

Huflattich enthält unter anderem Flavonoide, bis zu 10 % Schleimstoffe, 5 % Gerbstoffe, Bitterstoffe, Inulin und Vitamin C sowie 0,015 % Pyrrolizidinalkaloiden. Während die Schleimstoffe heilend wirken, stehen die Pyrrolizidinalkaloide im Verdacht, leberschädigend und eventuell sogar krebserregend zu sein.

Huflattich wird daher heute nur noch selten und in geringer Dosierung verwendet. Wer sich für eine Therapie mit Huflattichtee entscheidet, sollte diese daher auf keinen Fall länger als 4 Wochen im Jahr durchführen. Auch in Schwangerschaft und Stillzeit sollte man Huflattichtee nicht zu sich nehmen.

Weitere Anwendungstipps

Die Blätter des Huflattich werden als Tee getrunken oder als Lösung zum Gurgeln oder Spülen verwendet. Für einen Tee werden 2 Teelöffel getrocknete Blätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergossen. 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Bei Husten täglich 3 frisch aufgebrühte Tassen Huflattichtee trinken.

Für eine Gurgellösung gegen Halsentzündung oder zum Spülen bei Entzündungen im Mundraum 2 Teelöffel getrocknete Blätter ebenfalls mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich damit spülen oder gurgeln.

Gesichtswaschungen mit Huflattich-Tee

Mischen Sie je 25 g getrockneten Huflattich und Erdrauchkraut. Überbrühen Sie 1 EL der Mischung mit 1/2 l kochendem Wasser und lassen Sie den Auszug zugedeckt 1/2 Stunde ziehen, bevor Sie ihn abgießen. Tupfen Sie bei unreiner oder schlaffer Haut 3- bis 4-mal täglich Ihr Gesicht mit dieser Lösung ab.

Huflattich-Umschlag gegen Venenentzündungen

Bereiten Sie aus frischen pürierten Huflattichblättern und süßer Sahne eine streichfähige Masse. Streichen Sie diese 1- bis 2-mal täglich auf die Haut über der (oberflächlich) entzündeten Vene und lassen Sie die Huflattich-Mixtur 15 Minuten einwirken, bevor Sie sie mit einem Tuch wieder abnehmen.

Selbst gemacht: Huflattichsirup gegen Husten

Zerkleinern Sie je 25 g getrocknete Huflattichblätter und Fenchelsamen im Mörser und übergießen Sie die Kräuter mit 3/4 l kochendem Wasser. Geben Sie 1 cm frische, klein geschnittene Ingwerwurzel hinzu und köcheln Sie die Mischung auf etwa ein Drittel ein.

Fügen Sie 1 Glas Bio-Honig (ca. 225 g) hinzu und lassen Sie den Sirup kurz aufwallen. In einer dunklen Flasche hält sich dieser Sirup ein halbes Jahr im Kühlschrank. Nehmen Sie bei Atemwegsbeschwerden 2- bis 4-mal täglich 1 TL Sirup pur oder in Tee gelöst ein.