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Schwindelanfälle: Bewegung trainiert Ihr Innenohr

als Kind haben Sie wahrscheinlich mit dem Schwindel „gespielt“: Wenn Sie sich nur schnell genug im Kreis drehten, fühlten Sie sich rasch ganz „torkelig“ und hatten einen „Drehwurm“. Ihr Gleichgewichtsorgan war dann mit der Bewegungsübertragung nicht nachgekommen, und es stellte sich das bekannte Schwindelgefühl ein.

Schwindelgefühle entstehen im Gleichgewichtsorgan, das im Ohr sitzt. Es besteht aus drei Bogengängen, die jeweils für bestimmte Bewegungsrichtungen zuständig sind. Sie sind mit Flüssigkeit gefüllt, die die Bewegungen auf die Sinneszellen überträgt und an das Gehirn weiterleitet. Medizinisch gesehen ist Schwindel keine eigenständige Erkrankung, sondern der Ausdruck eines anderen Grundleidens. Die Medizin unterscheidet drei Arten von Schwindel, die bereits Hinweise auf ihre Entstehungsursachen geben

  • Benommenheitsschwindel
  • Drehschwindel
  • Schwankschwindel

Wenn Sie häufig unter Schwindel leiden, sollten Sie sich wesentlich mehr bewegen und für die Abhärtung Ihres Kreislaufs sorgen. Denn körperliche Schonung zieht weitere Schwindelanfälle nach sich. Wer sich zu wenig bewegt, büsst seine Fitness ein. Alltägliche Belastungssituationen lösen dann übermäßige körperliche Reaktionen aus: Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche, Unsicherheit auf den Beinen. Daraus resultiert Bewegungsangst. Viele Menschen mit Schwindelgefühlen neigen dazu, sich schon bei den geringsten Anzeichen von Unwohlsein oder unklaren Beschwerden hinzulegen und möglichst lange liegen zu bleiben. Wenn sie wieder aufstehen, handeln sie sich durch ihre Schonhaltung unbändiges Herzrasen und Unwohlsein ein und fühlen sich darin bestätigt, dass sie schwer krank sind und sich nicht bewegen können. Sie legen sich wieder hin und schonen sich noch mehr. Das löst einen regelrechten Kreislauf aus.

Sich hinzulegen ist deshalb völlig falsch: Die Lösung heißt bewegen, bewegen, bewegen. Am besten hilft eine Mischung aus Gymnastik und Ausdauertraining wie Wandern, Radfahren, Laufen, Schwimmen, Skilanglauf, Rudern oder Bergwandern. Sportliche Betätigung verbessert ohnedies die depressive Grundhaltung mancher Schwindelopfer. Sie hören auf, unablässig ängstlich zu grübeln, was denn mit ihnen los sei, und wenden sich automatisch mehr ihrer Umwelt zu.

Machen Sie es besser!

Ihr

Helmut Erb

 

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Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]


Alte Kommentare
  • Gerda schrieb am 03.11.2011, 19:36 Uhr

    Aelteren Seniore kann man solche Bewegungen nicht zumuten.