Hopfen: Allgemeines
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Er treibt den Harn, reinigt das Blut, entspannt das Gemüt, erleichtert damit das Einschlafen, und er fördert die Menstruation – auch ohne alkoholische Zubereitung ist der Hopfen (Humulus lupulus) eine schätzenswerte Heilpflanze.
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„Hopfen und Malz, Gott erhalt’s“, sagen die Bayern und meinen damit das Bier, dem Hopfen als Bittermittel Haltbarkeit und Würze gibt. Die Pflanze wird in großen Kulturen angebaut, aber sie wächst auch wild in feuchten Niederungen und an Flussufern. Die gegenständigen Blätter sind langgestielt, rauh behaart und grob gesägt. Hopfen blüht im Juli bis August.
Die „männlichen“ Blütenstände tragen grünlichgelbe, hängende Rispen; die „weiblichen“ bilden Scheinähren, die zu gelblich-grünen, länglich eiförmigen Zapfen reifen. Die „Schuppen“ der Zapfen sind innen mit gelb-roten Drüsen besetzt, die den Bitterstoff Lupulin enthalten. Im September werden die Zapfen geerntet und in Bündeln in einem luftigen Raum rasch getrocknet. Hopfen sollte nicht länger als ein Jahr lagern, da er sonst seine Wirksamkeit verliert.
Beim Trocknen lassen sich die Drüsen von der Innenseite her ablösen. Aus den Drüsen wird das Lupulin als feines gelbes Pulver gewonnen, das aber nicht für die Selbstbehandlung geeignet ist. Eine zu hohe Dosis kann zu Lähmungen führen. Keine Gefahr besteht jedoch, wenn die getrockneten Zapfen für eine Teezubereitung verwendet werden.