Holunder: Allgemeines
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In Kürze hält er wieder seine starken Früchte für uns bereit, nachdem wir uns an seinen Blüten laben konnten, der Apothekenschatz Schwarzer Holunder (Sambucus nigra). Ob Hollerküchle, Fliederbeersaft oder Holunderkompott – nicht nur in der Volksmedizin, auch in der Küche ist der Holunder ein Hit.
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Holunderbüsche findet man fast überall in Europa. Sie wachsen wild in Hecken und Wäldern und kultiviert in unseren Gärten. Nach dem Krieg wuchs aus den Ruinen als Erstes der Holunder und schenkte den Menschen mit seinen Beeren ein kräftigendes Getränk. Wenn der Holunder blüht und seine Blüten ihren schweren Duft verbreiten, dann wissen wir, dass der Sommer gekommen ist. Wenn sich die blauschwarzen Früchte zeigen, hat der Sommer seinen Zenit bald überschritten.
Als Arzneien werden in erster Linie die getrockneten Blüten als Tee verwendet. Sie helfen vor allem gegen Infektionen der oberen Atemwege und senken das damit einhergehende Fieber. Der Saft der dunkelroten, fast schwarzen Beeren – die mancherorts auch Fliederbeeren genannt werden – ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Holunderblüten bringen Ihre Nieren auf Trab, entwässern und fördern das Ausscheiden von Giftstoffen. Gleichzeitig entspannen sie, beruhigen die Nerven, vertreiben Ängste und depressive Stimmungen.
Aus den frischen Blüten lassen sich auch Getränke und Küchlein herstellen. Blätter und Rinde sollten nicht verzehrt werden, ebenso die noch roten Holunderbeeren, denn sie können Übelkeit hervorrufen. Generell sollten Sie Holunderbeeren nicht roh essen.
Der Farbstoff des Holunders - das Sambucyanin - gehört zu den Flavonoiden. Bei diesen sekundären Pflanzenstoffen wurde inzwischen vielfach ein hoher gesundheitlicher Nutzen nachgewiesen, Es gilt als sicher, dass sie vor Krebs und Herzleiden schützen.
Rezepte mit Holunder
Holunderbeersaft
Sie können die reifen Holunderbeeren traditionell in einem Entsafter zu Saft verarbeiten und ihn auch für den Winter konservieren. Einen frischen Saft können Sie so zubereiten:
Kochen Sie die frischen Beeren 2 bis 3 Minuten in wenig Wasser und geben die Flüssigkeit dann in ein Sieb und pressen darin die Früchte aus.
Füllen Sie den Saft in Flaschen und stellen Sie diese in den Kühlschrank. Hier hält er sich etwa 3 Tage.
Noch besser ist es, wenn Sie den frischen Saft einfrieren und jeweils nur die benötigten Portionen auftauen.
Wollen Sie den Saft etwas länger aufheben, kochen sie ihn noch einmal kurz mit Honig auf (10 Teile Saft auf 1 Teil Honig).
Gießen Sie diesen Extrakt nach Geschmack mit heißem Wasser auf und trinken Sie davon zwei Gläser täglich.
Holundersuppe
Das brauchen Sie:
1/2 l Wasser
300 g Holunderbeeren
50 g Honig
Saft einer unbehandelten Zitrone
So geht’s:
Zutaten im Mixer pürieren, in einem Topf kurz aufkochen lassen und durch ein Sieb passieren.
Mit steif geschlagener Sahne warm servieren.
Holundermus
Das brauchen Sie:
500 g säuerliche Äpfel
2 kg Holunderbeeren
1,3 kg Fruchtzucker
Saft 1 unbehandelten Zitrone
1 TL frischen und ganz fein
gehackten Ingwer
So geht’s:
Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und die Äpfel klein schneiden.
Beeren mit Äpfeln und Zucker vermischen und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.
Apfelschalen, Kerngehäuse und Zitronensaft mit etwas Wasser in einem Topf weich dünsten, durch ein Sieb passieren und zu den Früchten geben.
Noch eine Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
Etwa 30 Minuten mit dem Ingwer einkochen lassen. In Gläser füllen und kühl aufbewahren.
Schmeckt prima zu Pfannkuchen, zu frischem Vanillepudding und Walnusseis.