MenüMenü

Himbeere: Die kleine rote Power-Beere für Ihren Organismus

Die Himbeere, auch Mollbeere, Hohlbeere, Katzenbeere und Ambas genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Der Himbeerstrauch kann bis zu 2 m an Höhe erreichen. Seine Zweige sind mit feinen Dornen besetzt. Er blüht zwischen Mai und August.

Je nach Sorte können die Himbeeren von Juni bis in den Herbst hinein geerntet werden. In freier Natur kommt die Himbeere vom gemäßigten Europa bis Westsibirien vor; in warmem Klima, beispielsweise im Mittelmeerraum, ist sie selten und nur in gebirgigen Regionen anzutreffen.

Der Himbeerstrauch wird kommerziell angebaut, wobei die Früchte aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht mit Pestiziden behandelt werden können und von Hand geerntet werden müssen.

Himbeere als Heilpflanze

Schon seit dem Altertum ist die Himbeere als Heilpflanze bekannt. Sie weist einen hohen Gehalt auf an:

  • Vitamin C,
  • Vitamin A,
  • Vitamin B,
  • Biotin,
  • Gerbstoffen,
  • Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium
  • sowie Fruchtsäuren.

Vitamine & Mineralstoffe der Pflanze

Vitaminepro 100 g
Vitamin C25 mg
Vitamin A0 mg
Vitamin E0,91 mg
Vitamin B10,02 mg
Vitamin B20,05 mg
Vitamin B60,08 mg

 

MineralstoffPro 100 g
Natrium1,3 mg
Eisen1 mg
Zink0,4 mg
Magnesium30 mg

Ihre Farbe erhalten Beeren durch sekundäre Pflanzenstoffe, die zur Gruppe der Polyphenole gehören. Den größten gesundheitlichen Nutzen haben dabei die Anthocyane, die für die blaue oder rote Farbe u. a. in Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren verantwortlich sind. (Gelbe Sorten sind übrigens keine Erfindung der Moderne – sie werden bereits in Schriften aus dem Mittelalter erwähnt.)

Diese Stoffe wirken u. a. als Radikalfänger (Antioxidantien) und können dadurch die Körperzellen vor der Zerstörung durch die aggressiven Sauerstoffmoleküle schützen. Anthocyane schützen Sie vor diesen Erkrankungen:

  • Demenz (z. B. Alzheimer-Krankheit)
  • Krebs (v. a. Darmkrebs, Speiseröhrenkrebs)
  • Parkinson-Krankheit (nachweislich geringeres Erkrankungs-Risiko durch Polyphenole in den Beeren)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Schlaganfall)

Darüber hinaus verbessern Himbeeren die Fließeigenschaften des Bluts und wirken auf den Gesamtcholesterin-Spiegel leicht senkend.

Die Wirkung von Himbeeren

Im menschlichen Organismus wirkt die Himbeere außerdem

  • entzündungshemmend,
  • blutreinigend,
  • beruhigend,
  • adstringierend,
  • fiebersenkend,
  • harntreibend
  • und schweißtreibend.

So wird die Beere gerne bei den folgenden gesundheitlichen Beschwerden und Krankheiten eingesetzt:

  • bei einem eschwächten Immunsystem,
  • Skorbut,
  • Rheuma,
  • Halsentzündungen,
  • Mundgeschwüren,
  • Beschwerden des Verdauungssystems (z. B. Durchfall und Blähungen)
  • und Zahnfleischentzündungen.

Die Himbeere hat darüber hinaus einen besonders positiven Einfluss auf frauenspezifische Leiden und wird daher zur Regulierung des weiblichen Zyklus sowie zur Erleichterung der Geburt eingesetzt.

Anwendung von Himbeeren

Auch wenn Sie die Himbeere natürlich auch frisch und roh verzehren können, so gibt es doch Anwendungsgebiete, bei denen eine spezielle Zubereitung der Himbeere sinnvoll ist.

Wie Sie einen Himbeerblätter-Tee oder einen Sirup aus Himbeeren herstellen und für welche Anwendungsgebiete sich diese Zubereitungen eignen, können Sie hier nachlesen.

Sowohl Beeren als auch Blätter der Pflanze können angewendet werden; zur Auswahl stehen hier:

  • der Verzehr der rohen oder gekochten Himbeeren,
  • Tees,
  • Tinkturen
  • und Bäder.

Bei diesen Beschwerden kann Ihnen die Himbeere helfen:

Blätter:

  • Durchfall
  • weiches Zahnfleisch
  • Menstruationsbeschwerden

Früchte:

  • Blutarmut (Anämie)
  • Infektanfälligkeit
  • schlecht heilende Wunden
  • Gürtelrose (Herpes zoster)

Eine Kur mit Himbeerblätter-Tee

Besonders im Frühjahr bietet sich eine Kur mit Himbeeren an, um das Immunsystem anzuregen, den Körper zu entgiften und gesund in die warme Jahreszeit zu starten.

Übergießen Sie 2 TL getrocknete Himbeerblätter mit 1/4 l kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen.

Trinken Sie 3-mal täglich10 Tage lang 1 Tasse frisch zubereiteten Tee. Bei Durchfall sollten Sie ihn ungesüßt einnehmen, bei Menstruationsschmerzen und zur Geburtsvorbereitung darf er mit Honig gesüßt werden.

Bei Neigung zu weichem Zahnfleisch und Zahnfleischentzündungen sollten Sie Ihren Mund 3- bis 5-mal täglich mit dem ungesüßten Tee ausspülen und den Tee durch die Zähne ziehen.

Selbst gemachter Himbeer-Sirup gegen Fieber

Zerdrücken Sie 1 kg gewaschene vollreife Himbeeren in einer Schüssel mit einer Gabel und streuen Sie 5 EL braunen Zucker darüber. Lassen Sie die Beeren ca. 1 Tag im Kühlschrank ziehen. Spannen Sie ein grobes Leinentuch über eine andere Schüssel, geben Sie die Beeren hinein und lassen Sie den Saft von selbst abtropfen.

Wiegen Sie den Saft und mischen Sie ihn im Verhältnis 4:3 mit braunem Zucker oder Honig. Köcheln Sie die Mischung nun in einer flachen Pfanne unter ständigem Umrühren und Abschäumen ein, bis sie dickflüssig ist, und füllen Sie sie dann in kleine dunkle Flaschen.

Im Kühlschrank hält sich der Sirup bis zu 1 Jahr. Zur Fiebersenkung nehmen Sie 3- bis 4-mal täglich 1 TL Himbeersirup auf 1 Glas heißes Wasser oder heißen Kräutertee ein.

Weitere Himbeer-Anwendungen

Natürlich schmecken Himbeeren auch als Kuchenbelag, Marmelade oder Himbeergeist einfach nur lecker. Und wer von den kleinen roten Beeren gar nicht genug bekommt, kann die Pflanze in verschiedenen Sorten ganz problemlos im eigenen Garten kultivieren und jeden Sommer frische Himbeeren ernten.

Lesen Sie hier noch mehr darüber, auf welche Arten Sie die Himbeere anwenden können, und wie Himbeeren Ihre Abwehr gegen Viren stärken.


Weiterführende Links

Wikipedia Artikel

Artikel der kölnischen Rundschau