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Himbeere: Die kleine rote Power-Beere für Ihren Organismus

Die Himbeere (auch Mollbeere, Hohlbeere, Katzenbeere und Ambas genannt) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Der Himbeerstrauch kann bis zu 2 Meter an Höhe erreichen. Seine Zweige sind mit feinen Dornen besetzt. Er blüht zwischen Mai und August. Je nach Sorte können die Himbeeren von Juni bis in den Herbst hinein geerntet werden.

In freier Natur kommt die Himbeere vom gemäßigten Europa bis Westsibirien vor; in warmem Klima, beispielsweise im Mittelmeerraum, ist sie selten und nur in gebirgigen Regionen anzutreffen. Der Himbeerstrauch wird kommerziell angebaut, wobei die Früchte aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht mit Pestiziden behandelt werden können und von Hand geerntet werden müssen.

Himbeere © Natika – Fotolia

Die Himbeere als Heilpflanze

Schon seit dem Altertum ist die Himbeere als Heilpflanze bekannt. Sie weist einen hohen Gehalt folgender Vitalstoffe auf:

Die Wirkung der kleinen Beeren

Im menschlichen Organismus wirkt die Himbeere außerdem entzündungshemmend, blutreinigend, beruhigend, adstringierend, fiebersenkend, harntreibend und schweißtreibend. So wird die Beere gerne bei den folgenden gesundheitlichen Beschwerden und Krankheiten eingesetzt:

  • geschwächtes Immunsystem
  • Durchfall
  • Skorbut
  • Rheuma
  • Halsentzündungen
  • Mundgeschwüren
  • Beschwerden des Verdauungssystems (z. B. Durchfall und Blähungen)
  • Zahnfleischentzündungen
  • Demenz
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Schlaganfall)

Die Himbeere hat darüber hinaus einen besonders positiven Einfluss auf frauenspezifische Leiden und wird daher zur Regulierung des weiblichen Zyklus sowie zur Erleichterung der Geburt eingesetzt.

Forscher der Universität Harvard in Boston/USA fanden im Jahr 2011 heraus, dass die Polyphenole in Beeren das Risiko für Parkinson deutlich senken können. Sie hatten mittels Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten von rund 150.000 Teilnehmern über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren ermittelt. Dabei stellten sie fest, dass das Parkinson-Risiko bei den Teilnehmern, die häufig Beeren aßen, um 40 % vermindert war. Dieses Ergebnis führen die Forscher auf den hohen Gehalt an Anthocyanen in Beeren zurück, da diese sekundären Pflanzenstoffe eine schützende Wirkung auf die Nerven haben.

Nebenwirkungen der Himbeere sind nicht bekannt. Allerdings sollten Sie nicht mehr als 200 g frische Himbeeren pro Tag essen, da größere Mengen Durchfall bewirken können.

Vitamine und Mineralstoffe der Himbeere

Vitaminepro 100 g
Vitamin C25 mg
Vitamin A0 mg
Vitamin E0,91 mg
Vitamin B10,02 mg
Vitamin B20,05 mg
Vitamin B60,08 mg

 

MineralstoffPro 100 g
Natrium1,3 mg
Eisen1 mg
Zink0,4 mg
Magnesium30 mg

Himbeeren sind gesund© raphael levy – Fotolia

Unterschied Himbeer-Blätter vs. Himbeer Früchte

Auch wenn Sie die Himbeere natürlich auch frisch und roh verzehren können, so gibt es doch Anwendungsgebiete, bei denen eine spezielle Zubereitung der Himbeere sinnvoll ist. Sowohl Beeren als auch Blätter der Pflanze können angewendet werden; zur Auswahl stehen hier der Verzehr der rohen oder gekochten Himbeeren, Tees, Tinkturen und Bäder.

Bei diesen Beschwerden kann Ihnen die Himbeere helfen:

Blätter:

Früchte:

Eine Kur mit Himbeerblätter-Tee

Besonders im Frühjahr bietet sich eine Kur mit Himbeeren an, um das Immunsystem anzuregen, den Körper zu entgiften und gesund in die warme Jahreszeit zu starten. Übergießen Sie zwei Teelöffel getrocknete Himbeerblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Trinken Sie dreimal täglich zehn Tage lang eine Tasse frisch zubereiteten Tee.

Bei Durchfall sollten Sie ihn ungesüßt einnehmen; bei Menstruationsschmerzen und zur Geburtsvorbereitung darf er mit Honig gesüßt werden. Bei Neigung zu weichem Zahnfleisch und Zahnfleischentzündungen sollten Sie Ihren Mund drei- bis fünfmal täglich mit dem ungesüßten Tee ausspülen und den Tee durch die Zähne ziehen.

Himbeerblätter-Tee© Luftbildfotograf – Fotolia

Selbst gemachter Himbeersirup gegen Fieber

Zerdrücken Sie 1 kg gewaschene vollreife Himbeeren in einer Schüssel mit einer Gabel und streuen Sie fünf Esslöffel braunen Zucker darüber. Lassen Sie die Beeren etwa einen Tag im Kühlschrank ziehen. Spannen Sie ein grobes Leinentuch über eine andere Schüssel, geben Sie die Beeren hinein und lassen Sie den Saft von selbst abtropfen.

Wiegen Sie den Saft und mischen Sie ihn im Verhältnis 4:3 mit braunem Zucker oder Honig. Köcheln Sie die Mischung nun in einer flachen Pfanne unter ständigem Umrühren und Abschäumen ein, bis sie dickflüssig ist, und füllen Sie sie dann in kleine dunkle Flaschen. Im Kühlschrank hält sich der Sirup bis zu einem Jahr. Zur Fiebersenkung nehmen Sie drei- bis viermal täglich einen Teelöffel Himbeersirup auf ein Glas heißes Wasser oder heißen Kräutertee ein.

Weitere Himbeeranwendungen

Natürlich schmecken Himbeeren auch als Kuchenbelag, Marmelade oder Himbeergeist einfach nur lecker. Und wer von den kleinen roten Beeren gar nicht genug bekommt, kann die Pflanze in verschiedenen Sorten problemlos im eigenen Garten kultivieren und jeden Sommer frische Himbeeren ernten.

Ähnliche Wirkung wie die Himbeere besitzt die Erbeere, ebenfalls aus der Gattung der Rosengewächse.