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Gerstengras: Die unbekannte Heilpflanze senkt den Blutzuckerspiegel

Gerste dürfte Ihnen nicht unbekannt sein: Das Getreide spielt bei der Herstellung von Bier eine wichtige Rolle. Relativ unbekannt allerdings ist Gerstengras. So wird Gerste genannt, wenn sie noch jung und grün ist. Gerstengras bietet Ihrem Körper jede Menge Nährstoffe, die sich in sehr unterschiedlicher Weise positiv auf Ihre Gesundheit auswirken.

So ist das Gras beispielsweise ein effektiver Cholesterinsenker, wie 2012 eine Studie der Universität Taipei in Taiwan zeigen konnte: Insgesamt 40 Probanden bekamen täglich jeweils 5 Gramm Gerstengraspulver verabreicht. Nach vier Wochen verglich man die Cholesterinwerte der Versuchsteilnehmer mit Werten, die vor der Studie bei ihnen gemessen wurden. Das Ergebnis war erstaunlich: Gerstengras konnte die LDL-Werte (das „schlechte Cholesterin“) um durchschnittlich 9 bis 12 mg/dl senken. Ein Erfolg, der nicht zu verachten ist: Reduzierte Cholesterinwerte verringern Ihr Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Studie zeigt: Gerstengras lässt Blutzuckerspiegel sinken

Darüber hinaus können Sie mithilfe von Gerstengras Ihren Blutzuckerspiegel herabsetzen. Das zeigte unter anderem eine Studie der Universität von Baroda in Indien im Jahr 2010. An der Untersuchung nahmen insgesamt 59 Diabetes-Patienten teil. 36 von ihnen erhielten täglich 1,2 Gramm Gerstengraspulver. Die übrigen 23 Patienten bekamen ein wirkstofffreies Kontrollpräparat (Placebo). Nach 60 Tagen zeigte sich lediglich in der Gerstengras-Gruppe ein Abfall des Blutzuckerspiegels. Leiden Sie also unter Diabetes mellitus, dann nutzen Sie Gerstengras doch als Therapiebegleiter.

Die zahlreichen positiven Gesundheitseffekte basieren in erster Linie auf dem hohen Gehalt an Antioxidantien im Gerstengras. Antioxidantien schützen beispielsweise Ihre insulinproduzierenden Zellen und bewahren Insulin so vor einer Oxidation durch freie Sauerstoffradikale. Die Stabilität des wichtigen Botenstoffs bleibt erhalten und eine stabile Insulinwirkung hält Ihren Blutzuckerspiegel in Schach.

Hilfe bei Entzündungen oder einer Erkältung

Antioxidantien helfen aber auch gegen Entzündungen. So haben Untersuchungen zeigen können, dass 20 bis 30 Gramm Gerstengraspulver täglich die Symptome der chronischen Darmerkrankung Colitis ulcerosa reduzieren.

Gerstengras liefert Ihnen darüber hinaus die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C, E, K, Folsäure, Niacin und Pantothensäure. Dank dieser Inhaltsstoffe stärkt Gerstengras Ihr Immunsystem und kann Ihnen beispielsweise bei einer Erkältung Linderung verschaffen.

Gerstengras als Mineralstoff-Lieferant

Interessant für Ihre Gesundheit sind zudem die zahlreichen Mineralstoffe: 10 Gramm (z. B. in Wasser gelöstes) Gerstengraspulver liefern Ihrem Körper 35 mg Magnesium. Magnesium braucht Ihr Körper unter anderem zur Reizübertragung von einem Nerv auf einen Muskel. Mit 10 Gramm Gerstengraspulver können Sie außerdem etwa 20 Prozent Ihres Eisenbedarfs decken. Und das für den Knochenbau, Ihre Haare, Zähne und Nägel so wichtige Kalzium ist außerdem im Gerstengras enthalten: 10 Gramm Pulver bringen es auf immerhin 84 mg Kalzium. Konsumieren Sie Gerstengras als Saft in pulverisierter Form oder auch als Kapseln. Als Saft ist Gerstengras in Reformhäusern, Bio-Märkten oder gut sortierten Supermärkten zu bekommen, 1 Liter erhalten Sie für etwa 6 Euro. In Kapsel- oder Pulverform erhalten Sie Gerstengras beispielsweise in Drogerien, 100 Gramm kosten zwischen 20 und 40 Euro.

Bauen Sie Gerstengras in Ihren täglichen Speiseplan ein: Mischen Sie beispielsweise einen Löffel des Pulvers unter Ihren Salat. Verrühren Sie ein paar Prisen in einem Speisequark oder geben Sie einen Löffel des Pulvers in eine Gemüsesuppe. Geschmacklich erinnert Gerstengras übrigens an Spinat. Als ganz besonderes Highlight für Ihre Geschmacksknospen empfiehlt es sich, Gerstengraspulver mit Fruchtsäften zu mixen: Das Rezept für einen alkoholfreien Gerstengras-Cocktail finden Sie hier. Einmal probiert und Sie werden Gerstengras ganz bestimmt nie wieder vergessen!

Rezept für Gerstengras-Cocktail

  • Saft aus 3 bis 4 frisch gepressten Orangen
  • 1 Banane
  • etwas geriebene Zitronenschale
  • 2 gehäufte TL Gerstengrassaft-Pulver (etwa 6 Gramm)

Mischen Sie alle Zutaten in einem Mixer und verdünnen Sie die Mixtur anschließend mit einem halben Liter Wasser.

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Christine Pauli
Über den Autor Christine Pauli

Beim FID Fachverlag für Gesundheitswissen ist sie Chefredakteurin des Informationsdienstes "Food Inspector" und des E-Mail-Newsletters „Ernährungstipps“.

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