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Gewürze: Nutzen Sie die kleinen Energiepakete für Ihre Gesundheit

Diese Gewürze wirken nicht nur anregend, indem sie Ihren Kreislauf und Ihre Durchblutung aktivieren. Auch über Ihre Nase wird der exotische Geruch der Gewürze an die Schaltzentrale im Gehirn (das Limbische System) weitergeleitet. Dort lösen sie eine innere Wärme und ein entspanntes Wohlgefühl aus. Besonders empfehlenswert sind die folgenden „Glücklich-Macher“:

Ingwer

Die geweihförmig verzweigte Ingwerwurzel enthält Scharfstoffe. Diese erregen die Wärmenerven im Körper und sorgen für ein wohliges Gefühl.

Für einen Ingwertee schneiden Sie ein daumengroßes Stück der Wurzel ab und schälen Sie es. Zarte Wurzeln können Sie fein reiben, faserige schneiden Sie besser in je 2 mm dicke Scheiben oder drücken sie durch die Knoblauchpresse. Dann in einer großen Tasse mit kochendem Wasser überbrühen und je nach Schärfevorliebe fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.

Kardamom

Kardamom-Samen wirken stimmungsaufhellend, motivierend und erfrischend. Sie klären die Gedanken und verbessern die Gedächtnisleistung.

Am einfachsten ist der Einsatz als fertiges Pulver oder als Bestandteil von Curry-Gewürzen. Tipp: Eine Prise Kardamom im Kaffee belebt ungemein.

Koriander

Die Inhaltsstoffe der Koriandersamen stabilisieren die Psyche, wirken anregend, euphorisierend, nervenstärkend und helfen, Ängste abzubauen.

Koriander ist sehr würzkräftig und verleiht Speisen ein süß-holziges Aroma mit einem leicht pfeffrigen, orangenähnlichen Geschmack. Häufig werden die getrockneten Samen zum Kochen dazugegeben (oder in Pulverform). In Bayern lieben die Menschen Brot mit Kümmel und Koriander.

Muskatnuss

Die Muskatnuss wirkt anregend sowie gegen negative Gedanken und Sorgen. Vorsicht: Extreme Mengen (mehr als 4 g) können zu Rauschzuständen und Vergiftungen führen. In der küchenüblichen Menge einer Prise ist das Gewürz jedoch völlig harmlos.

Die beige-braunen Samen kaufen Sie am besten im Ganzen und reiben eine Prise auf einer speziellen Reibe frisch ab. So werden dieätherischen Öle frisch freigesetzt, um ihr volles Aroma und Wirkspektrum zu entfalten.

Gewürznelke

Die Gewürznelke entfaltet über das zentrale Nervensystem beruhigende sowie antidepressive Eigenschaften. Beim Geruch der ätherischen Öle signalisiert unser Gehirn Wärme, Harmonie und Entspannung.

Sie können die Nelken beispielsweise in eine Zwiebel gespickt oder in einem Gewürzei beim Kochen zugeben. Der feurig-warme Geschmack der getrockneten Blütenknospen passt gut zu Wintergerichten oder als Gewürz im Lebkuchen (als Pulver). Der arabische Kaffee wird gern mit Nelken gewürzt.

Chili

Vor allem der Inhaltsstoff Capsaicin fördert die Durchblutung, stimuliert dadurch die Psyche und führt zu Power und Energie.

Chilis werden in Schärfegrade von 0 wie mild (Paprika), 3 bis 6 (z. B. Peperoni), 7 bis 9 (z. B. Piri-Piri) und 10 (z. B. Habanero) eingeteilt. Mit Chili- und Cayennepfeffer (gemahlene Chilis) können Sie sich langsam an die für Sie verträgliche Dosis herantasten.

Vanille

Der Duft der dunklen Schote ist warm und verführt zum Träumen, soll Ängste nehmen und hat ein stimulierendes Potential.

Frische Vanilleschoten sollten in einem verschlossenen Glasröhrchen abgepackt sein sowie schokoladenbraun, flach, biegsam sowie fleckenlos sein. Nicht nur beim Backen und Desserts, sondern auch im Spargelsalat oder in Suppen verwendbar.

Zimt

Die Inhaltsstoffe der Zimtrinde wirken stimmungssteigernd und -stabilisierend und vertreiben negative Gedanken. Insgesamt regt Zimt an, aber nicht auf und aktiviert dadurch die Kreativität und die Sinnlichkeit. Vorsicht bei allergischen Reaktionen auf Zimt!

Achten Sie beim Kauf von Zimtpulver auf denechten Ceylon-Zimt; er enthält deutlich weniger Cumarin als die Sorte Cassia (China-Zimt). Cumarin wirkt in höheren Konzentrationen leberschädigend. Vorsicht bei der Einnahme von Gerinnungshemmern. Ganze Zimtstangen wurden in Tests als unkritisch bewertet. Zum Würzen von Speisen oder Kaffee reicht eine Messerspitze Zimt. Alternative: Die ganze Zimtstange aufbrechen und mitkochen.

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Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

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