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Guarana - der alternative Wachmacher zu Kaffee

Stressige Konferenzen, lange Autofahrten oder einfach nur Termindruck – das sind Situationen, in denen man gerne ein „Hallo-Wach-Mittel“ hätte. Doch viele Energielieferanten gelten als schwer verträglich oder sogar ungesund. Manche Aufputschmittel wachsen jedoch auch einfach in der Natur und gelten in Maßen sogar als gesund.

So zum Beispiel Guarana. Die Pflanze, die man Auge des Waldes nennt, ist stark koffeinhaltig. Guarana hat sogar deutlich mehr Koffein als Kaffee. Und genau wie Kaffee wirkt es anregend und aufputschend. Allerdings passiert dies bei Kaffee viel schneller.

Guarana hingegen ist an Gerbstoffe gebunden, die erst vom Körper abgebaut werden müssen, ehe das Koffein freigesetzt wird. Das Resultat: Guarana putscht schonender und vor allem langfristiger. Darüber hinaus ist es bekömmlicher und magenfreundlicher.

Aber auch Guarana weist Nebenwirkungen auf, die denen von Kaffee ähnlich sind – beispielsweise Schlafprobleme, Kopfschmerzen oder Herzrasen. Weitere Nebenwirkungen können Zittern, innere Unruhe oder Durchfall sein. Es kommt natürlich auch immer auf die Dosierung an.

Guarana: 3x stärker als Koffein

Die Indianer schreiben der in den Regenwäldern des Amazonas beheimateten Kletterpflanze wundersame Wirkungen zu und verwenden die gemahlenen Kerne der roten Früchte als stärkendes und anregendes Mittel – etwa um Hungergefühle zu unterdrücken.

Aber auch um den Geist zu schärfen, Kopfschmerzen zu betäuben oder die Potenz zu steigern. Guarana wirkt vor allem bei erschöpften Menschen, ebenso bei körperlich und geistig anstrengender Arbeit. Ähnlich wie Koffein verbessert es die Wahrnehmung, vertreibt Müdigkeit und bewahrt vor dem „Schlappmachen“.

Durch die Anregung von Atmung, Herzleistung und Skelettmuskulatur wird auch die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert. Darüber hinaus sättigt Guarana über einen gewissen Zeitraum.

Guarana unterstützt beim Abnehmen

Guarana dämpft das Hungergefühl und fördert das Entwässern. Wer es bei einer Diät einsetzen möchte, sollte also immer darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Guarana regt den Stoffwechsel an und liefert Energie für den Tag. Die Ballastsoffe helfen zusätzlich beim Abnehmen.

Wegen dieser Energiezufuhr und der damit verbundenen Konzentrations- und Leistungssteigerung, nehmen auch Sportler gerne Guarana ein. Guarana Rezepte sind vielfältig. Da das Wundermittel des Regenwaldes selbst einen sehr bitteren Geschmack hat, wird es nicht pur, sondern immer mit anderen Nahrungsmitteln gemischt konsumiert.

Aus Guarana-Pulver, den zermahlenen Samen der Pflanze, wird vor allem Tee bereitet. Einen halben bis einen Teelöffel Pulver mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und nach Geschmack mit Honig oder Zucker süßen.

Als Kalt-oder Warmgetränk, verfeinert mit Säften, Nelken oder Ingwer, als Milchmix- oder Kakaogetränk zaubert ein halber Teelöffel (= etwa 1 g) Guarana gesunde Getränke. Aber auch als Joghurtcreme (mit Soja-Joghurt, Obst und Guarana) oder als Müslizusatz kann sich Guarana gesundheitsfördernd einbringen. Für unterwegs gibt es auch Kapseln und Tabletten.

Guarana als Nahrungsmittel-Zusatz

Guarana ist in Deutschland meist in Form von Pulvern, Kapseln, Schokoriegeln oder Drinks zu kaufen. Wer einen langen Arbeitstag überstehen muss oder einfach über einen längeren Zeitraum fit und wach sein will, kann beruhigt zu Guarana greifen.

In Deutschland ist dieses Produkt allerdings meist nur im Bioladen oder Reformhaus erhältlich und deutlich teurer als zum Beispiel Kaffee. Wenn Sie sich davon nicht abschrecken lassen und Guarana doch mal über Ihr Müsli streuen, können Sie sich aber über einen schönen und lang anhaltenden Koffeinkick freuen.

Guarana gilt als Nahrungsmittel-Zusatzstoff. Die Wirkung der Pflanze beruht auf der chemischen Substanz Guaranin, die dem Koffein sehr ähnlich ist. Mit bis zu 7 % liegt der Koffein-Gehalt der Guaranasamen etwa dreimal so hoch wie der von Kaffeebohnen, schwarzer Tee enthält nur 1 bis 4 % Koffein.

Guarana wirkt vor allem bei erschöpften Menschen sowie körperlich und geistig anstrengender Arbeit. Ähnlich wie Koffein verbessert es die Wahrnehmung, vertreibt Müdigkeit, bewahrt vor dem „Schlappmachen“.

Durch die Anregung von Atmung, Herzleistung und Skelettmuskulatur wird auch die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert. Außerdem stättigt Guarana für eine gewisse Zeit.

Beachten Sie auf jeden Fall die richtige Dosierung

Das Koffein in Guarana wird im Gegensatz zum „Kaffee-Koffein“ durch den hohen Anteil an Ballaststoffen und Rohfasern langsam und schonend an den Körper abgegeben. Aufgrund dieser langsamen Freisetzung des Wirkstoffs Guaranin, setzt die konzentrationssteigernde Wirkung erst nach etwa einer Stunde ein, hält dafür aber bis zu 6 Stunden an.

Guarana gibt es als Pulver, das Sie mit Milch, Fruchtsaft oder Wasser vermischen können, Tabletten, Kapseln, Schoko-Eiweißriegel, Kaugummi und Getränkekonzentrat. Sie sollten aber beachten, dass ein kleiner Kaugummi viel weniger Guarana enthält als zum Beispiel das Pulver, das Sie selbst ins Getränk rühren.

Guarana steigert schonend über mehrere Stunden die Konzentrationsfähigkeit. Daher sollten Sie es vor allem einnehmen, wenn langwierige oder geistig anstrengende Aufgaben zu bewältigen sind: lange Autofahrten etwa oder mehrstündige Konferenzen.

Viel hilft auch bei Guarana nicht viel

1997 wurde an der Universität Belize in Mittelamerika eine Studie durchgeführt, an der 200 Personen teilnahmen. Die Studenten unterzogen sich einer standardisierten Gedächtnisprüfung. Die Hälfte der Probanden hatte eine Stunde vor der Prüfung jeweils zwei Gramm Guarana eingenommen.

Die anderen Studenten durften sich ihr Stimulansmittel selbst wählen, z.B. eine Tasse Kaffee. Ergebnis: Die Konzentrationsfähigkeit der „Guarana-Studenten“ lag rund 22 % höher als die der anderen Teilnehmer. Die empfohlene Tagesmenge liegt bei ein bis zwei Gramm.

Aber Vorsicht: Ein Zuviel an Guarana steigert die Wirkung nicht! Im Gegenteil: Die typisch negativen Koffein-Wirkungen bei Übergenuss wie Nervosität, Ruhelosigkeit oder Herzrasen.