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Guajak - das Gesunde aus dem Baumharz

Guajak gehört zu den Jochblattgewächsen und umfasst dabei eine Vielzahl von Baumarten. Welche Bestandteile der Guajak im Einzelnen liefert und wofür die unter Artenschutz stehenden Bäume hauptsächlich gebraucht werden (Der Handel mit Guajak ist genehmigungspflichtig, jedoch nicht verboten!), können Sie hier nachlesen.

Der Guajak-Baum liefert medizinisch wirksame Substanzen, die die Bildung von Schmerz- und Entzündungsstoffen im Körper hemmen. Daher leistet Ihnen diese sehr effektive, aber bei uns noch wenig bekannte Heilpflanze hervorragende Dienste bei entzündlichen Gelenk- und Atemwegsbeschwerden.

Mit Hilfe unserer Übersicht finden Sie leicht heraus, welches Guajak-Präparat für „Ihre“ Krankheit am besten geeignet ist. Der Guajak-Baum (Guajacum officinale) wächst vor allem in der Dominikanischen Republik und in Mexiko.

Sein Holz enthält sehr große Mengen eines Harzes, das schon von den Indios Südamerikas als Heilmittel genutzt wurde. Bereits kurz nach der Entdeckung Amerikas gelangten die ersten Lieferungen nach Europa.

Der Reformator und humanistische Dichter Ulrich von Hutten (1488 bis 1522) heilte mit Guajak-Harz sogar seine Syphilis. Das brachte dem Holz seinen deutschen Namen ein: Franzosenbaum (Syphilis war damals die „Franzosenkrankheit“).

Gegen Bronchitis, Rheuma und Gicht

Besonders das Harz des Guajaks ist für seine heilende Wirkung bekannt. Wie sich das Harz des Guajaks zusammensetzt, welche Wirkungsweise es auf den Körper hat und bei welchen Beschwerden der Einsatz des Harzes sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

Gegen diese Krankheiten können Sie Guajak einsetzen:

entzündliches Gelenkrheuma (rheumatoide Arthritis)

  • Gicht
  • chronische Schmerzen
  • Asthma
  • Bronchitis
  • Husten
  • Schuppenflechte (Psoriasis)

Das Harz wirkt außerdem leicht abführend und harntreibend.

Weniger Schwellungen und Entzündungen

Die Hauptbestandteile des Harzes sind das Guajakol und die Guajaretsäure. Diese beiden Substanzen hemmen vor allem die Produktion der so genannten Leukotriene. Das sind körpereigene Immunbotenstoffe, die Schmerzen und Entzündungen aufrechterhalten.

Leukotriene sorgen z. B. dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden. Das hat zur Folge, dass ein entzündeter Körperteil anschwillt – sei es die Haut nach einem Insektenstich oder ein von Gelenkrheuma betroffenes Kniegelenk. Guajak-Extrakte stoppen also die Entzündung und nehmen den Schmerz.

Das ist bei einer Reihe von Krankheiten von großer Bedeutung. Die deutschen Zulassungsbehörden haben dies bereits 1987 erkannt und empfehlen entsprechende Präparate vor allem bei entzündlichem Gelenkrheuma (rheumatoider Arthritis).

Gute Erfahrungen liegen auch bei Gicht vor. Hier werden die Gelenke durch Harnsäureablagerungen gereizt und in einen permanenten Entzündungszustand versetzt.

Neue Hoffnung bei Asthma und Bronchitis

Auch bei Atemwegserkrankungen sind Entzündungen beteiligt. So schwellen z. B. bei Asthma die Luftwege aufgrund der Leukotrien-Wirkung an. Bei einer chronischen Bronchitis und anderen mit starkem Husten verbundenen Krankheiten spielt eine zu hohe Leukotrien-Ausschüttung ebenfalls eine wichtige Rolle.

Guajak-Baum: Fertigpräparate

Vor allem bei Krankheiten wie Gicht, Atemwegserkrankungen oder chronischen Schmerzen kann das Harz des Guajaks sein volles Potenzial ausspielen. Pharmaunternemen sind sich dieser Wirkung selbstverständlich bewußt.

Sie bieten daher entsprechende Fertigpräparate an. Wir stellen Ihnen hier drei rezeptfreie Präparate aus Guajak-Extrakten vor und sagen Ihnen worauf Sie bei der Einnahme achten sollten.

In der Apotheke erhalten Sie drei rezeptfreie Präparate, die Guajak-Extrakte enthalten.

  • Cefadolor®: Das Medikament enthält außer Guajak-Extrakt keine weiteren Heilpflanzen. Sie können es als Tabletten oder Tropfen kaufen (Monatsbedarf etwa 22 €). Es ist sehr wirksam gegen chronische Schmerzen jeglicher Art, vor allem aber solche, die mit entzündlichen Gelenkbeschwerden einhergehen (z. B. Gicht oder Rheuma). Erhältlich ist auch eine entsprechende Salbe, die Sie auf schmerzende Gelenke auftragen können (Monatsbedarf etwa 11 €).
  • Bomapect®-Hustentropfen: Das homöopathische Präparat enthält noch eine Reihe weitere Wirkstoffe gegen Reizhusten, Bronchitis und Erkältungskrankheiten. Der Monatsbedarf kostet etwa 19 €.
  • Tonsipret®: Das Mittel ist eine Kombination aus Guajak sowie weiteren entzündungsund schmerzhemmenden Heilpflanzen (scharfer Paprika und Kermesbeere). Es hilft Ihnen vor allem bei Hals- und Mandelentzündungen sowie Seitenstrang-Angina. Der Monatsbedarf kostet etwa 12 bis 20 €.

Nebenwirkungen müssen Sie bei keinem Präparat befürchten, selten kommt es jedoch zu leichten Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfällen. Reduzieren Sie in solchen Fällen die Dosis.

Wenn Sie von diesen Krankheiten betroffen sind, sollten Sie die rezeptfreien Guajak-Präparate, die wir Ihnen im Kasten oben empfehlen, auf jeden Fall einmal ausprobieren. Sie können auch hier die Leukotrien-Wirkungen stoppen.

Erwarten Sie jedoch keine sofortige Besserung. Guajak-Extrakte sind natürliche Mittel, und die benötigen etwas Zeit – spätestens nach drei Wochen werden Sie jedoch merken, dass es Ihnen wesentlich besser geht als vorher.