Goldrute: Inhaltsstoffe und Wirkung
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Die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) und ist in ganz Europa anzutreffen. Die leuchtend gelb blühende Wildstaude wird bis zu 1 m hoch. Ursprünglich bevorzugte sie sonnige Waldränder. Heute breitet sie sich auch auf Schuttflächen sowie entlang von Bahngleisen aus. Dabei hat die Goldrute viele wichtige Inhaltsstoffe zu bieten, die unterschiedlichste Beschwerden lindern kann.
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Zu medizinischen Zwecken werden die gesamten oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Die Erntezeit beginnt mit der Blüte im August.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Echten Goldrute sind:
- phenolische Glycoside, v. a. Leiocarposid
- Flavonoide, v. a. Rutosid, Quercitrin
- Triterpensaponine
- Gerb- und Bitterstoffe
- ätherisches Öl
Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie Echte Goldrute und nicht etwa Riesengoldrute (Solidago gigantea) oder Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) erhalten. Denn nur Echte Goldrute enthält den wichtigen Wirkstoff Leiocarposid.
Goldrute hemmt auch Entzündungen
Die Echte Goldrute wird bereits seit dem Mittelalter als Heilmittel für die ableitenden Harnwege genutzt. Als Entdecker gilt der Wanderarzt Arnold von Villanova (ca. 1240 bis 1311), der Nierengrieß und Blasensteine mit dem Kraut erfolgreich behandelte. Außerdem wurde Pulver aus Goldrutenkraut zur Behandlung von Wunden und Mundentzündungen verwendet; daher auch die Namen Gold- und Edelwundkraut.
So wirkt Goldrute:
- entwässernd bzw. harntreibend (diuretisch)
- entkrampfend und entspannend auf die Muskulatur der Harnwege
- entzündungshemmend
- vorbeugend gegen Blasen- und Nierensteine
- austrocknend bei äußerlicher Anwendung
Besonders hervorzuheben ist, dass Echte Goldrute im Gegensatz zu vielen schulmedizinischen Entwässerungsmitteln die Ausscheidung von Natrium-, Kalzium- und Kaliumionen über die Nieren und damit das lebenswichtige Gleichgewicht der Mineralstoffe (Elektrolyte) nicht stört.
Goldrute hilft Ihnen bei:
- entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
- Harnsteinen und Nierengrieß
- Reizblase
- Gicht und Rheuma
- Zahnfleischentzündungen
Ansonsten wird die Echte Goldrute als Wundheilmittel heute nicht mehr verwendet.