Gewürznelke: Allgemeines
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Der bis zu 10 m hohe, immergrüne Gewürznelkenbaum gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Seine Heimat sind die Molukken-Inseln in Südostasien. Inzwischen werden die Gewürzbäume auch auf Sansibar, Madagaskar, Sri Lanka, den Philippinen und in Lateinamerika angebaut. Ab dem 5. Standjahr erscheinen die Blüten, in deren Mitte ein 10 bis 12 mm langer Fruchtknoten mit einer abgeplatteten Spitze sitzt. Im Herbst reifen daraus 2 bis 3 cm große rote Beeren heran. Der Baum kann über 100 Jahre alt werden. Welchen Stellenwert die Gewürznelke in der Medizin hat, erfahren Sie hier.
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Zu medizinischen Zwecken dienen die braunen Fruchtknoten. Der größte Teil wird sofort getrocknet, der Rest zu Öl weiterverarbeitet.
In der chinesischen Medizin gilt die Nelke als wärmend
Die Bezeichnung Nelke bezieht sich auf die Form des Fruchtknotens, die an einen Nagel erinnert. Sie stammt vom mittelhochdeutschen „negellin“ = Nägelchen. Chinesische Ärzte empfehlen das Gewürz auch bei Energiemangel und innerer Kälte,
In der westlichen Naturheilkunde hat sich die Nelke bewährt bei:
- akuten Zahnschmerzen
- Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
- Mundgeruch
- Völlegefühl und Blähungen
- Niedergeschlagenheit und Antriebsschwäche
Gegen körperliche Leiden wird die Gewürznelke v. a. innerlich angewendet, bei seelischen Beschwerden meist als Aromatherapie.