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Die Kraft der Eiche liegt in der Rinde

Die Eiche hat in Deutschland eine große Bekanntheit und Symbolik. Darüber hinaus steckt in der Rinde des Eichenbaums aber auch ein großes Heilpotential.

Naturheilkunde mit Eichenrinde© Fotolia: goldbany

Empfohlene Anwendungsgebiete

Von der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts wird die Anwendung von Eichenrinde bei akuten Durchfallerkrankungen ebenso empfohlen wie bei Haut- und Schleimhautentzündungen in Mund und Rachen sowie im Anal- und Genitalbereich.

Eichenrinde können Sie äußerlich anwenden

  • bei nässenden Hautausschlägen
  • bei juckenden Ekzemen
  • bei entzündliche Hauterkrankungen
  • bei Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen
  • bei Hämorrhoiden
  • bei Analfissuren
  • bei Schweißfüßen
  • bei übermäßigem Schwitzen

Als Tee oder Fertigpräparat innerlich angewendet hilft die Eichenrinde gegen Durchfall. Allerdings kann dieser Tee bei empfindlichen Personen und in höheren Dosen zu Magenreizungen führen.

Die Volksmedizin hat die Eichenrinde auch gegen Darmblutungen angewendet. Hiervon raten wir Ihnen allerdings ab, da unklare Darmblutungen unbedingt in ärztliche Hände gehören.

Achtung: Auch bei großflächigen Hautschäden sollten Sie die Eichenrinde nicht anwenden. Eichenrinden-Vollbäder sind bei fieberhaften Erkrankungen, Herzschwäche und Bluthochdruck kontraindiziert.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe

Ihre Hauptwirkungen verdankt die Eichenrinde ihren Gerbstoffen, die sie mit einer Konzentration von 12 bis zu 20 Prozent reichlich enthält. Den therapeutischen Effekt dieser Inhaltsstoffe können Sie sowohl mit innerlichen als auch mit äußerlichen Anwendungen nutzen.

Inhaltsstoffe:

  • Gerbstoffe (u. a. Tannine, Catechine)
  • Bitterstoffe
  • Gallussäuren
  • Quercetin, Quercin

So wirkt die Rinde

Die Gerbstoffe bilden mit den Eiweißen auf der Haut und den Schleimhäuten unlösliche Verbindungen. Dadurch verdichtet sich deren Oberfläche und wird stabilisiert. Auf diese Weise wird das Eindringen von Krankheitserregern erschwert.

Gleichzeitig werden entzündete oder verletzte Haut- und Schleimhautbereiche wirkungsvoll geschützt, sodass sie sich regenerieren können.

Zur Herstellung von heilenden Zubereitungen wird die getrocknete Rinde junger Zweige und Triebe der Eiche verwendet. Aus ihr können Tees zur innerlichen Anwendung sowie Tinkturen, Fertigpräparate und ein konzentrierter Sud für Bäder und Abwaschungen hergestellt werden.

Das Wirkungsspektrum von Eichenrinde:

  • zusammenziehend (adstringierend)
  • entzündungshemmend
  • antiviral
  • austrocknend
  • juckreizlindernd
  • schweißhemmend

Die besten Hausmittel aus der Eichenrinde

Kleingeschnittene Eichenrinde zur Zubereitung eines Tees oder Suds für äußerliche Anwendungen können Sie ebenso wie Fertigpräparate mit Eichenrindenextrakten in der Apotheke kaufen.

  • Grundrezept für Eichenrindentee: Überbrühen Sie einen gehäuften Teelöffel Eichenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen Sie den Tee zehn Minuten lang ziehen, ehe Sie ihn abfiltern. Trinken Sie bei Durchfall täglich bis zu drei Tassen davon.
  • Eichenrindensud für Bäder: Geben Sie 100 g Eichenrinde in einen großen Kochtopf, fügen Sie einen Liter kaltes Wasser hinzu und bringen Sie den Ansatz zum Kochen.
    Gießen Sie den Sud nach 20 Minuten ab und lassen Sie ihn abkühlen, ehe Sie sich ein Bad oder eine Kompresse damit zubereiten. Für ein Sitz- oder Fußbad stellen Sie den Sud aus 50 g Eichenrinde und 500 ml Wasser her.
  • entzündungshemmende Eichenrindentinktur: Übergießen Sie in einem Schraubdeckelglas einen Esslöffel Eichenrinde mit einem Viertelliter Doppelkorn und lassen Sie den Ansatz zwei Wochen lang an einem warmen Ort ziehen. Schütteln Sie das Glas einmal täglich gut durch und filtern Sie die Tinktur in eine dunkle Flasche ab.

Für Mundspülungen oder zum Gurgeln geben Sie einen Esslöffel von der Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser. Diese Mischung eignet sich auch zur Herstellung einer Kompresse, die Sie auf entzündete oder juckende Hautstellen auflegen können.

 

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