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Wohltuend bei Husten und Magenbeschwerden: Eibisch

Der Eibisch ist für seine reizmildernde, entzündungshemmende und das Immunsystem stabilisierende Wirkung bekannt. Wer leicht Erkältungen und Reizhusten bekommt, zum Beispiel bei Wetterumschwüngen, kann zur Heilung auf Eibisch zurückgreifen.

Althaea officinalis - Eibisch© adobe – Marnel Tomić

Grundlagenwissen zum Thema Eibisch

Der Eibisch (Althaea officinalis) aus der Familie der Malvengewächse gilt als eine der wenigen Pflanzen, die salzige Böden benötigt. Die mehrjährige Eibischstaude wächst bis zu 1,5 Meter hoch. An ihren behaarten Stängeln sitzen drei- bis fünflappige Blätter, die mit einem feinen weißen Filz überzogen sind.

Ab Ende Juni erscheinen in den Blattachseln typische Malvenblüten in Weiß oder Rot. Die Heimat der Husten-, Schleim- oder Heilwurzel genannten Pflanze sind die Mittelmeerküsten. In Deutschland wächst sie an der Ostsee sowie nahe von Salzbergwerken und Salinen.

Zu medizinischen Zwecken dient die weiße Wurzel, die man wegen ihres hohen Wassergehalts nach der Ernte im Herbst in Trockenautomaten dörrt. Die Blätter verwendet man als Teekraut.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe

  • Schleimstoffe (bis 15 %)
  • Stärke (bis 35 %)
  • Saccharose (bis 10 %)
  • Pektin (bis 10 %)

Die Eibischblüten sind wegen ihres geringen Gehalts an beruhigenden ätherischen Ölen medizinisch ohne Bedeutung.

Eibisch hilft bei diesen Beschwerden

Der hohe Schleimgehalt des Eibischs überzieht die feinen Flimmerhärchen der Bronchien mit einem feinen Schutzfilm und lindert so den Hustenreiz. Aus diesem Grund ließ ihn das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als pflanzliches Arzneimittel gegen akuten und chronischen Husten zu.

Aufgrund von entzündungshemmenden Eigenschaften hilft Ihnen Eibisch auch bei Magen-Darm-Beschwerden, die durch Übersäuerung oder Entzündungen verursacht sind. Bei feuchtem Husten (mit flüssigem Auswurf bzw. verschleimten Bronchien) sollten Sie den Eibisch nicht anwenden, da er die Beschwerden verschlimmert.

Anwendung je nach Beschwerde

Die Anwendungsmethode hängt von den Beschwerden ab.

Innerliche Anwendung:

  • akuter trockener Reizhusten
  • chronische trockene Bronchitis
  • Asthma
  • Lungenemphysem (Lungenüberblähung)
  • Staublunge
  • Sodbrennen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Reizmagen bzw. Reizdarm

Äußerliche Anwendung:

  • Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches
  • schlecht heilende Wunden
  • Furunkel

Eibischwurzeln können Sie entweder im Frühjahr oder im Herbst nach der Blütezeit ausgraben. Trocknen Sie die Wurzeln anschließend rasch bei 40 Grad im Backofen um einen Pilzbefall zu vermeiden. Fertig getrocknete Eibischwurzel erhalten Sie ebenso wie Präparate aus den Extrakten in der Apotheke.

Grundrezept für Eibischtee: Übergießen Sie 3 TL kleingeschnittene Eibischwurzel mit einer Tasse kaltem Wasser, und lassen Sie den Ansatz über Nacht ziehen. Erwärmen Sie den Tee am anderen Morgen nach dem Abseihen auf Trinktemperatur, und trinken Sie bei Husten, Magenschleimhautentzündung oder Bronchitis bis zu dreimal täglich eine Tasse davon. Diesen Tee können Sie auch für Spülungen im Mundraum verwenden.

Hustenstillender Eibischsirup: Bedecken Sie 2 El getrocknete und zerkleinerte Eibischwurzel in einem Glas- oder Porzellangefäß mit einer Tasse kaltem Wasser. Erhitzen Sie die Mischung nachdem sie 24 Stunden gezogen hat in einem Topf, und fügen Sie unter Rühren 100 g Rohrzucker hinzu. Lassen Sie alles kurz aufkochen, und füllen Sie den Sirup nach dem Abkühlen in eine dunkle Flasche. Nehmen Sie von diesem Sirup bei Husten und Bronchitis bis zu dreimal täglich

Erweichende Eibischpaste: Reiben Sie ein Stück Eibischwurzel auf einer sehr feinen Reibe, und verrühren Sie die zerriebene Wurzel mit Honig zu einem dicken Brei. Streichen Sie diesen auf ein Kompressentuch, und legen Sie dieses auf einen Furunkel oder ein Abszess auf. Erneuern Sie die Auflage alle 2 Stunden, bis sich der Furunkel erweicht hat und entleeren kann.