Echinacea: Was ist das eigentlich?
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Jahrhunderte lang nutzten nordamerikanische Indianer die Heilkräfte des Roten, des Schmalblättrigen und des Blaßfarbenen Sonnenhuts (Echinacea purpurea, E. angustifolia und E. pallida) und nutzten dabei die heilende Wirkung v.a. bei Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündungen.
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Seit gut fünfzig Jahren sind diese drei Mitglieder der Astern-Familie in Europa heimisch – und als wirksame ImmunAnreger zu den beliebtesten Heilpflanzen aufgerückt. Am bekanntesten ist der 60 bis 180 cm hoch wachsende Rote Sonnenhut mit seinen blutroten, hängenden Blütenblättern und den purpurfarbenen, igelförmigen Blütenköpfchen, denen die ganze Gattung ihren Namen verdankt: Das griechische Wort echinos bedeutet „Igel“.
Bei uns werden alle drei Arten in Pflanzungen kultiviert und von vielen pharmazeutischen Firmen zu immunstärkenden, wundheilenden, schmerzund entzündungshemmenden Tropfen, Tabletten, Salben, Tees und auch zu homöopathischen Arzneien verarbeitet. Alle drei Arten weisen hohe Anteile biologisch wirksamer Substanzen auf: mehr als ein Dutzend ätherische Öle, Farbstoffe (Flavonoide) mit adstringierender (zusammenziehender) Wirkung, Harze, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Vitamin C, antiseptisch wirkende Abkömmlinge der Kaffeesäure und entzündungs- und reizhemmende, teils stark immunstimulierende Polysaccharide. Der Rote Sonnenhut enthält darüber hinaus die Substanz Arabinogalaktan, die Candida-Pilze zu hemmen vermag, die Freßzellen der Immunabwehr aktiviert und die körpereigene Produktion des Immun-Stoffes Interferon sowie des Tumor-Nekrose-Faktors anregt. Echinacea purpurea wird daher auch in der begleitenden Krebstherapie eingesetzt. Sollten Sie insgesamt schwache Abwehrkräfte haben, könnten Sie zweioder dreimal im Jahr eine Drei-WochenKur mit einem Sonnenhut-Präparat durchführen (Hersteller-Anweisungen auf dem Beipackzettel beachten). Mehr bringt nicht mehr! Einmal angeschaukelt, bleibt das Immunsystem lange in Schwung. Nützlich ist eine solche Kur zudem vor Streßphasen, vor Fernreisen und vor Operationen, die den ganzen Organismus stark mitnehmen. Vorsicht: Es kommen Allergien auf Echinacea vor, und bei einer Autoimmunkrankheit sollten Sie sie auch nicht anwenden. Margaret Minker
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