Brennessel: Zubereitung
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Die Brennnessel (Urtica dioica) führt zu Unrecht in unserer Gunst ein Schattendasein. Gerade ihre brennenden Nesseln enthalten viel Ameisensäure und Enzyme, die aufbauend und heilend auf unseren Körper wirken.
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Statt „Unkraut“ sollte die Brennnessel „Heilkraut“ heißen. Statt ärgerlich herausgerupft, sollte sie sorgfältig geerntet werden! Verwendet werden den ganzen Sommer über die frischen Sprosse und die Wurzel. Für den Winter ist Presssaft aus der Apotheke oder dem Reformhaus besser als die getrocknete Pflanze.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe
- viele Mineralstoffe – Eisen, Kalium, Kieselsäure, Magnesium, Mangan
- die Vitamine A und C
- Ameisensäure
- Histamin (Allergikerinnnen Vorsicht!)
- Acetylcholin
- 5-Hydrotryptamin
- Glukokinine
- Chlorophyll
Zubereitungsformen
Innerlich für einen Aufguss eine bis zwei Handvoll frischer Blätter mit 1 l Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen. 3 Tassen täglich trinken. Ersatzweise 1 Esslöffel Presssaft pro Tasse mit heißem oder kaltem Wasser. Für die Frühjahrskur trinken Sie verdünnten Presssaft, 2 Gläser täglich, aber zusätzlich viel Mineralwasser, um den Mineralhaushalt zu schonen.
Äußerlich: für Kompressen, Spülungen oder Gurgelwasser ein Aufguß mit drei Handvoll Blätter und Blüten oder 5 Esslöffel Presssaft auf 1 l Wasser.
Blanchiertes oder gedämpftes Brennnesselgemüse schmeckt gut und ist gesund!