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Borretsch: Zubereitungsformen

Auch wenn die zum Teil toxische Wirkung des Borretschs eine selbständige Anwendung grundsätzlich eher nicht empfehlenswert macht, gibt es doch Möglichkeiten, wie Sie das Heilkraut auch ohne größeres Risiko einsetzen können, ohne dafür Homöopathen oder Ärzte konsultieren zu müssen. Bei längeren Anwendungen sollten Sie das Vorgehen dennoch mit Ihrem Arzt oder Therapeuten absprechen.

Innerlich als Aufguß oder Tee, entgiftend, schweißtreibend und beruhigend, zur Rekonvaleszenz nach schweren Krankheiten oder bei Erschöpfung: Ein Teelöffel der zerschnittenen ganzen Pflanze oder der getrockneten Blüten auf 1 Tasse mit kochendem Wasser übergießen und höchstens zwei Minuten ziehen lassen, abseihen. Empfindliche sollten den Aufguß durch ein Tuch oder Filterpapier laufen lassen, um die Haare zu entfernen. Für eine Kur von drei bis vier Wochen täglich 3 – 4 Tassen trinken. Es eignen sich auch Preßsäfte der Pflanze oder Borretschöl-Kapseln aus dem Samen (beide in Reformhaus, Apotheke).

Äußerlich: Für einen schmerzlindernden Absud 2 Handvoll des ganzen Krauts einige Minuten lang kochen lassen, abseihen und damit Kompressen tränken. Als Fußbad gegen Erkältung eine Handvoll frischer oder getrockneter Pflanzen auf 1 Liter Wasser bzw. dem Badewasser einen auf die Wassermenge berechneten konzentrierten Aufguß zusetzen (2x täglich).

Ernährung: In manchen südeuropäischen Gegenden ißt man die Blätter des Borretsch wie Spinat und verwendet seine blauen Blüten für Salat – dekorativ und wohlschmeckend.

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