Borretsch: Öl
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Nicht nur als Heilkraut oder als Gewürz ist der Borretsch bekannt, er kann auch zu Öl gepresst werden. Erfahren Sie mehr über die Wirkung des Samenöls des Borretschs und bei welchen Beschwerden Ihnen das Borretschöl helfen kann.
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Die Wiederentdeckung des Borretsch – als Öl
Ende der 90er Jahre erlebte der Borretsch eine Renaissance, nachdem der hohe Gehalt an Gamma-Linolensäure in Öl aus Borretschsamen entdeckt worden war. Diese essenzielle Fettsäure kann Fehlsteuerungen des Hautstoffwechsels ausgleichen.
Das sind die Wirkungen des Samenöls:
- entzündungshemmend
- abschwellend
- juckreizstillend
- regulierend auf den Zellstoffwechsel
Fertigpräparate zum Einnehmen und zur äußerlichen Anwendung erhalten Sie in Reformhäusern, Apotheken und im Versandhandel (siehe Kasten oben).
Bei diesen Beschwerden kann Ihnen Borretsch-Öl helfen:
- trockene, juckende Haut
- Neurodermitis
- Schuppenflechte
- rheumatoide Arthritis
Während kleinere Studien eine Linderung von Hauterkrankungen durch die Einnahme von täglich 120 bis 240 mg Gamma-Linolensäure aus Borretsch-Öl belegten, zeigte eine größere Untersuchung an 140 Neurodermitis-Patienten in England keinen nennenswerten Vorteil durch die Öl-Einnahme. Wie das British Medical Journal im Juni 2003 berichtete, wird die heilsame Fettsäure vermutlich durch die Verdauungssäfte zerstört.
Daher wird jetzt die äußerliche Anwendung von Borretsch-Öl empfohlen. Eindeutig positive Studien liegen dazu zwar noch nicht vor, Praxiserfahrungen zeigen jedoch gute Erfolge.