Borretsch: Kann die Leber schädigen
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Auch wenn der Borretsch in vielen Fällen zum Einsatz kommt, so handelt es sich bei dem Gurkenkraut um eine Heildroge. Dabei können die zum Teil toxischen Inhaltsstoffe des Borretschs auch ungewünschte Nebenwirkungen haben und womöglich schädlich für Ihre Organe sein. Gerade die Leber kann hier in Mitleidenschaft gezogen werden.
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Der Borretsch (Borago officinalis) aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) ist ein einjähriges Kraut, das bis zu 80 cm hoch wird. Die stark verzweigten Stängel und großen dunkelgrünen Blätter sind stark behaart. Von Mai bis September treibt der Borretsch unermüdlich seine typischen sternförmigen, leuchtend blauen Blüten.
Zu medizinischen Zwecken dienen die Samen, aus denen ein heilsames Öl gepresst wird. Extrakte aus der ganzen Pflanze werden für homöopathische und anthroposophische Mittel hergestellt.
Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe des Borretsch:
Samen:
- Gamma-Linolensäure (20 %)
Kraut:
- Schleimstoffe
- Harz- und Gerbstoffe
- Kieselsäure
- Vitamin A und C
- Asparaginsäure (Aminosäure)
In der Küche diente der raue Borretsch seit alters her als Gewürzkraut für Salate.
Der tiefe Fall des Gurkenkrauts
Erst in den 80er Jahren stellten Pharmakologen fest, dass das Borretschkraut giftige Pyrrolizidin-Alkaloide enthält. Zahlreiche Laborversuche ergaben, dass sehr hohe Dosen dieser Gifte die Leberzellen schädigen und sogar Krebs erzeugen können. Daraufhin gab die Kommission E beim früheren Bundesgesundheitsamt im Jahr 1992 aus Sicherheitsgründen eine Warnung vor dem Borretsch heraus, der bis dahin in der Naturheilkunde sehr geschätzt war.
Obwohl neuere Kräuterbücher immer noch Rezepte für Heiltee aus Borretsch enthalten, sollten Sie auf die Einnahme solcher Zubereitungen verzichten. Auch in der Küche empfehlen wir Ihnen eine äußerst sparsame Verwendung des rauen Krauts. In verdünnter Form, wie in der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin, ist gegen Borretschkraut jedoch nichts einzuwenden.
So wirkt Borretschkraut:
Als homöopathisches Mittel:
- stimmungsaufhellend
- beruhigend auf den Herzrhythmus
Als anthroposophisches Mittel:
- entstauend
- entzündungshemmend
Entsprechend wird die homöopathische Zubereitung bei nervösen Herzrhythmusstörungen und leichten Depressionen, die anthroposophische bei Venenleiden an den Beinen und Hämorrhoiden verordnet.